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 Betreff des Beitrags: Über die Geschichte des Tarot
BeitragVerfasst: 27. Mai 2018, 03:13 
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Ich habe mich seit einiger Zeit mit dem Tarot beschäftigt, nicht in Hinsicht auf Divination, sondern auf dessen historischen Ursprung. Bardon und viele andere Okkultisten haben in ihren Werken ja oftmals betont, dass das Tarot seinen Ursprung im alten Ägypten hatte und das darin die alten Mysterien, d.h. die Einweihungssysteme, verborgen seien und nur von den geschulten Adepten verstanden und gelesen werden konnten.

Ich ging dem nach und versuchte so weit wie möglich das Tarot zurück zu datieren, wobei hier die Grenze etwa im 14. Jahrhundert liegt, in dem das Tarot erstmals (in Italien) in Europa auftauchte. Zu diesem Zeitpunkt gab es keinerlei bekannte Erwähnungen in zahlreichen Werken, die andeuten ließen, dass bereits bekannt war, dass das Tarot aus dem alten Ägypten stammt. Tatsächlich wurde dies das erste Mal von Antoine Court de Gébelin in seinem Essay in seinem Werk: "Le Monde primitif, analysé et comparé avec le monde moderne" behauptet. Seit dem haben zahlreiche (okkulte) Autoren diese Aussagen De Gébelins übernommen. Ich wurde also skeptisch, und sah mich einer existentiellen Krise entgegen, dass sozusagen alles nur eine Lüge ist. Das wäre wohl ein ziemlicher Schlag ins Gesicht gewesen.

In "A Cultural History of Tarot, From Entertainment to Esotericism" von Helen Farley vertritt die Autorin (zum Schlussteil) die Überzeugung, dass das Tarot an sich nur ein reines "Kartenspiel" gewesen sei, bis es erstmals in Frankreich (also durch De Gébelin) "esoterisiert" wurde. Obwohl sie ihrem Werk sehr viele Nachweise für ihre These gibt, bleibt jedoch ein wesentliches Detail hängen, das ein Indiz zulässt, dass irgendwo eine Verbindung der Tarotkarten zumindest zu Ägypten des 13./14. Jahrhunderts bestehen muss. Es handelt sich hierbei um die Mamluken, die damals im Nahen Osten, die Herrschaft in Ägypten an sich rissen und dort ihren mamlukkischen Staat begründeten. Während dieser Zeit, und evtl. auch kurz davor, entstanden die sogenannten Mamluken-Spielkarten, die man als Vorgänger der modernen Tarotkarten bezeichnen kann. Es ist bis dato nicht genau erklärt, wie diese Mamluk-Karten eigentlich entstanden sind. Interessanterweise spekuliert die Autorin nur an dieser einen Stelle plötzlich und meint, dass es etwas mit den kulturellen, sozialen Situationen zu tun habe. Ein echter Nachweis bleibt aber aus.

Im Werk sagt die Autorin auf S.14 folgendes:
Zitat:
Because the Mamlūk deck did not itself predate the European decks, some scholars have suggested that the European cards may have been representative of the original decks. This is unlikely as several Egyptian cards older than the Mamlūk deck have since been unearthed, one of which has been dated to
the late twelfth century, demonstrating a long tradition of card-making in Egypt.

Diese Aussage impliziert, dass es bereits eine lange Tradition zu sein schien, was die Herstellung dieser Karten betrifft, in Ägypten. Gehe ich meiner These nach, so könnte es sein, dass Mamluken einfach die Tradition dieser Kartenherstellung übernommen haben, d.h. irgendwie in die Hände dieser "Geheimnisse" gekommen sein müssten, denn zeitlich gesehen, lässt sich davor nichts genaues über diese alten Tarotkarten finden, erst ab der Zeit der Mamluken, die in Ägypten ihre Herrschaft ausgebaut haben. Die Mamluk-Karten (die man fand) kann man sich hier mal anschauen, zumindest die, die noch erhalten geblieben sind:

http://cards.old.no/1500-mamluk/

Wer sich die Karten betrachtet stellt allerdings fest, dass es sich hier um die kleinen Arkana handelt, d.h. die kleinen Arkana aus der islamischen Welt gelangten zuerst in den europäischen Raum. Man stellt fest, dass die Mamluk-Karten die gleichen Motive haben wie die modernen kleinen Arkana, nur mit dem Unterschied, dass anstatt des "Stabes" man hier die "Poloschläger" hat. Für mich sehr faszinierend, allerdings brannte in mir die Frage woher jetzt die "großen" Arkana kamen, die ja eigentlich die großen Einweihungssysteme darstellen, die wir heute kennen.

(etwas unwissenschaftlich, was jetzt kommt, d.h. meine eigene Spekulation):
Was mich aber sofort aufblitzen ließ, war die Zahl "52". Denn ich erinnere mich an eine altägyptische Sage: "Prinz Setna und das Zauberbuch", in dem Setna auf der Suche nach einem alten magischen Buch ist, das von Thoth selbst geschrieben sein soll, und Setna später von Neneferkaptah aufgefordert wird, das "Brettspiel Zweiundfünfzig" zu spielen und wenn Setna gewinnen würde, das magische Buch des Thoth erhalten würde. Das Mamluken-Kartenspiel bestand (die kleinen Arkana) aus 52 Karten, überraschenderweise. In der Annahme, dass es sich hier nicht um Zufall handelt, könnte es tatsächlich sein, dass die Mamluken irgendwie an dieses Wissen herangekommen sind. So hätte Setna das Spiel der kleinen Arkana gespielt, während dieses "magische Buch" des Thoth die eigentlichen großen Arkana darstellt, die Setna so sehr begehrt. Allerdings stellt sich mir dann die Frage, woher die zusätzlichen 4 Karten der kleinen Arkana kommen, denn heute bestehen diese ja aus 56 Karten. Außerdem wäre interessant zu wissen, welche vier Karten denn noch dazugekommen sind.

Eine ähnliche Verbindung bzgl. Buch des Thoth macht auch Antoine Court de Gébelin in seinem Essay.

Die Autorin Farley erläutert dies in dem oben genannten Werk von ihr folgendermaßen:
Zitat:
Here Court de Gébelin reported that some time in the last quarter of the eighteenth century, he had come across some ladies playing the game of tarot. In Paris, these cards were unusual and he had not seen them since he was a boy. He was interested in the Hermetic mysteries of ancient Egypt and it occurred to him that he was seeing a sacred Egyptian book, the remnants of the lost Book of Thoth. He regarded the trump cards as a disguised assemblage of ancient Egyptian religious doctrines. He identified the Popess, for example, as ‘the High Priestess’, the Chariot as ‘Osiris Triumphant’ and Typhon as the Devil. This Book of Thoth, he supposed, must have been brought to Europe by the gypsies, who had been safeguarding it since it had been entrusted to them by Egyptian priests forced to encode their knowledge as their libraries burned millennia ago. He deduced that the safest way to preserve their ancient wisdom was to encode it as a game. Court de Gébelin believed that tarot had survived precisely because no one suspected it was anything but an amusement and it would take an adept to decipher the esoteric knowledge contained therein; this honour he claimed for himself.

Gehe ich spekulativ weiter in meinem Gedankenwirrwarr, so wäre also der Untergang der Bibliothek von Alexandria der Anfang der Verbreitung des Tarot gewesen. Vielleicht war historisch gesehen dieses Kartenspiel so unbedeutend für viele Menschen, nur bedeutend der Unterhaltung wegen, sodass es kaum Erwähnung in Schriften vor dem 13. Jahrhundert findet bzw. nur sehr selten Einzug darin gefunden hat. Allerdings wundert es mich, dass es nicht irgendwo noch mehr "Bilder" gibt, die wenigstens zeigen, dass die Menschen mit diesen Karten damals schon gespielt haben. Vielleicht könnte es aber auch sein, dass man nach dem Untergang der Bibliothek die wenigen "Auserwählten" die Motive dieser Karten bereits besaßen, sie sich aber erst viel später als Spiel etabliert haben.

Alles in allem konnte ich zumindest für mich selbst feststellen, dass, trotz der Kenntnis der Ursprünge des Tarot, es immer noch einige Lücken gibt, die viel Freiraum für Spekulationen lassen. Ob Court de Gébelin nun eine Lüge erzählt hat, die sich durch die gesamte okkulte Literatur bis in die Moderne gezogen hat, weiß man nicht. Wenn es aber so ist, wäre das natürlich äußerst fatal. Ich hoffe es nicht. Es gibt genügend Indizien, die andeuten, dass aber an der Sache mit dem alten Ägypten doch was dran ist. Es wäre nur schön, wenn eine direkte historische Verbindung gefunden werden könnte. Hier kann man nur hoffen, dass vielleicht doch noch seltene Exemplare von vor dem 13. Jahrhundert gefunden werden.

Was aber wohl angenommen werden kann ist, dass falls es aus dem alten Ägypten diese ersten Bildzeichnungen (Tarot) gibt, dass sich vielleicht die allgemeine Bildgebung verändert hat und es auch diese ist, die sich an die späteren Kulturen angepasst hat. Das bedeutet, dass das Tarot des alten Ägyptens vermutlich sehr anders ausgesehen haben muss, die Grundmotive aber immernoch gleich geblieben sein müssen, da sie einprägsam sind und für das betreffende "Kartenspiel" sozusagen grundsätzlich notwendig sind, d.h. nicht einfach weggelassen werden können, da sonst das Spiel nicht mehr funktionieren würde. Das würde gleichzeitig garantieren, dass das ursprüngliche Geheimnis (Arkanum) nicht verloren geht und zugleich das Tarot als Kartenspiel getarnt werden kann, sodass es nicht von anderen Personen unnötig missbraucht und verfälscht werden kann.

Gruß,
Cajetan.


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 Betreff des Beitrags: Re: Über die Geschichte des Tarot
BeitragVerfasst: 2. Jun 2018, 09:58 
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Hallo Cajetan

das war seit langem mal wieder ein sehr lesenswerter Eintrag ins Forum. :good

Man sieht, dass eine Behauptung "der Tarot stammt aus dem alten Ägypten" bei näherem hinsehen doch nicht so klar ist. Ich denke zwar, wenn Bardon das behauptet hat, dann hat er das sicher nicht einfach so hin gesagt.

Sicher haben sich die Tarotkarten immer an die Kultur in der sie verwendet wurden angepasst. Ob bei dieser Anpassung die komplette Symbolik immer übernommen wurde bezweifle ich. Bardon hat die drei Karten in seinen Büchern ja auch neu zeichnen lassen. Bei dehnen kann man sicher davon ausgehen, dass die Symbolik komplett darin enthalten ist.
Was die restlichen Karten betrifft ... nun ja ?!?!?

Viele Grüße
Arcan

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 Betreff des Beitrags: Re: Über die Geschichte des Tarot
BeitragVerfasst: 2. Jun 2018, 13:38 
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Arcan hat geschrieben:
Hallo Cajetan

das war seit langem mal wieder ein sehr lesenswerter Eintrag ins Forum. :good

Man sieht, dass eine Behauptung "der Tarot stammt aus dem alten Ägypten" bei näherem hinsehen doch nicht so klar ist. Ich denke zwar, wenn Bardon das behauptet hat, dann hat er das sicher nicht einfach so hin gesagt.

Sicher haben sich die Tarotkarten immer an die Kultur in der sie verwendet wurden angepasst. Ob bei dieser Anpassung die komplette Symbolik immer übernommen wurde bezweifle ich. Bardon hat die drei Karten in seinen Büchern ja auch neu zeichnen lassen. Bei dehnen kann man sicher davon ausgehen, dass die Symbolik komplett darin enthalten ist.
Was die restlichen Karten betrifft ... nun ja ?!?!?

Viele Grüße
Arcan


Ich denke, dass Bardon sicher nicht unrecht hatte. Betrachtet man sich die Mamluken-Karten zum Beispiel so muss man gewiss feststellen, dass die Motive immer die gleichen sind, und Erwähnungen zeigen ja, dass diese Karten anscheinend bereits eine lange Tradition im Ägypten hatten, kurz nachdem die Mamluken dort einmarschierten. Das deutet auf ein kollektives Wissen hin, vielleicht ein kollektives Unterbewusstsein, dass dieses Wissen in sich trägt. Ich erwähnte ja zum Schluss, dass die Ägypter vielleicht nicht "Tarotkarten" wie wir heute besaßen, sondern eine ganz eigene Form hatten. Die Trumpfkarten sollen wiederum erst später im Umlauf gewesen sein bzw. waren in Europa schon vorher präsent, während es die "kleinen Arkana" waren, die wir aus dem Nahen Osten gefunden haben. Dann wäre zumindest das ganze eine Teilwahrheit. Es könnte aber auch anders sein, und die großen Arkana sind ungefähr zeitgleich oder etwas früher als die kleinen Arkana im Umlauf gekommen, aber wesentlich unbemerkter als die kleinen Arkana.

Ein Beispiel wie das altägyptische Tarot hätte ausgesehen haben können liefert uns das altägyptische Brettspiel "Senet". Zwar sind es nicht, wie beim Tarot, 56 kleine und 22 große Arkana, sondern 30 Brettspielfelder. Jedes dieser Felder aber hat eine ähnliche Bedeutung wie jede der Arkana. Vielleicht hat man auch die kleinen Arkana mit den großen Arkana vereint. Die Wahrheiten, intuitiv, sind immer gleich, ihr Rahmen, das theoretische Gebilde und System kann dagegen variieren ohne das es eben die Wahrheiten verunstaltet, solange sich aber jedes dieser theoretischen Systeme an bestimmte Gesetze und Regeln hält. Deshalb "ähneln" sich viele Systeme, haben die gleichen "Grundmotive", sind aber doch nicht dasselbe, während die Wahrheiten, die es beschreibt, immer gleich bleiben. Das kann natürlich die Forschung vom Ursprung des Tarot extrem erschweren, da man schließlich die Einweihungssysteme nicht immer mit 56 kleinen und 22 großen Arkana beschreiben muss. Es hätte auch genausogut mehrere Karten in eine einzige Karte fallen können; Dann wäre es ein eben sehr großes Einweihungssystem, das zwei oder drei Tarotkarten beinhaltet.

Dazu mal ein Bild von einem leider nicht mehr voll erhaltenen Senet-Brettspiel:
Bild

Dir müsste unten rechts direkt etwas auffallen, wenn du es mit den kleinen Arkana der Mamluken und heutigen kleinen Arkana des Westens vergleichst ("Stäbe"), auch die oberen Motive ähneln stark. Das Besondere ist, und es ist mir gewiss, dass das vermutlich nur reine Spekulation ist, dass man dadurch die Vermutung ziehen muss, dass viele Inschriften durch Hieroglyphen vermutlich eine Doppeldeutung haben, eine bekannte (intellektuelle) und eben eine unbekannte (intuitive, unbewusste), die aber nur von Eingeweihten (Priestern) verstanden werden konnte. Das müsste aber nicht auf jede der Inschriften zutreffen, sondern nur bei ganz spezifischen Inschriften. Es kann auch sein, dass beim Weglassen bestimmter Hieroglyphen sich erst die Bedeutung erschließt, in dem man damals die gewöhnlichen Begriffe aus den Inschriften im Kopf herausgefiltert hat, sodass man anschließend ein gänzlich anderes Bild der Inschrift bekommt, in dem nur die Grundmotive übrigbleiben. Wir könnten natürlich eine solche Art der Sprache nicht mehr "sinnlich" verstehen, da wir uns zu sehr an die heutige Schrift gewöhnt haben, die gänzlich anders verfährt als die Hieroglyphen. Hier müssten wir, um die Bedeutung zu erhaschen, die Grundmotive erkennen und sie dann als Begriffe abstrahieren und in Relationen setzen zu anderen Begriffen, die analogisch verwandt sind mit dem Hauptbegriff. Man nehme den Begriff: "Schwert", abstrahiere ihn und filtere seine Qualitäten heraus: Schneiden, Spalten, Dichte, Härte, Schärfe, Verletzen/verwunden. Analogiebegriffe wären dann: Hitze (Schnitt durch Gegenstände verursacht Reibung und wandelt die Reibungsenergie in Wärme um), Teilung, usw. Allerdings können uns "Bildschriften" intuitiv immer noch mehr geben als ein rein intellektueller Begriff. Da Bildschriften kontextabhängig sind, kann man den Kontext gerade bei Hieroglyphen so weit verändern oder deuten, dass er trotzdem noch eine ganz andere, schlüssige Geschichte erzählt.

Alles in allem ist es tatsächlich so, dass die intuitive Bedeutung sich nicht wirklich geändert hat, wenn man sich bspw. die Bedeutung der Spielfelder des Senet durchliest, die auffällig gut zu den kleinen Arkana passen. Die Bilder, die dann auffällig ähneln mit den kleinen Arkana, kann auch kein Zufall sein. Was die "großen" Arkana angeht, da wird es schwieriger, könnte aber sein, dass gerade hier die Geheimnisse viel stärker gehütet wurden, sodass das langsame Aufflammen der großen Arkana noch unbemerkbarer stattfand als bei den kleinen Arkana, wie oben bereits erwähnt.

MfG,
Cajetan.


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 Betreff des Beitrags: Re: Über die Geschichte des Tarot
BeitragVerfasst: 2. Jun 2018, 16:56 
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Guten Tag Cajetan & Arcan
@Cajetan
Also genauso wie der Arcan finde ich deine Arbeit sehr gut, danke für deinen Beitrag. :good
Kennst du auch das Buch "Eine Einweihung im alten Ägypten" von Waldemar von Uxcull?.
was hältst du von diese Schrift aus dem Rüggebergverlag ?.
@Arcan
Arcan hat geschrieben:
Was die restlichen Karten betrifft ... nun ja ?!?!?
Meinst du etwa die in (4) "Das goldene Blatt der Weisheit" mit den 6 Budas bzw die in
(5)"Alschemie " mit den Ying & Yang Symbol, beides von Jonny Schwartzt
( Anion bzw Seila Orienta) herausgegeben?. Also die vierte Karte mit den 6 Budas
könnte tatsächlich von F.Bardon abstammen , bei der fünften alledingst
habe ich so meine Zweifel, d.h diese fünfte Karte hat der Jonny wahrscheinlich selbst
erschaffen, eventuell durch Channeling( ;) ) diktiert bekommen......, das ist allerdings
nur meine Vermutung.....( ;) ).

Mit freundlichen Grüßen

Sokar

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 Betreff des Beitrags: Re: Über die Geschichte des Tarot
BeitragVerfasst: 2. Jun 2018, 17:12 
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Sokar hat geschrieben:
Guten Tag Cajetan & Arcan
@Cajetan
Also genauso wie der Arcan finde ich deine Arbeit sehr gut, danke für deinen Beitrag. :good
Kennst du auch das Buch "Eine Einweihung im alten Ägypten" von Waldemar von Uxcull?.
was hältst du von diese Schrift aus dem Rüggebergverlag ?.
@Arcan
Arcan hat geschrieben:
Was die restlichen Karten betrifft ... nun ja ?!?!?
Meinst du etwa die in (4) "Das goldene Blatt der Weisheit" mit den 6 Budas bzw die in
(5)"Alschemie " mit den Ying & Yang Symbol, beides von Jonny Schwartzt
( Anion bzw Seila Orienta) herausgegeben?. Also die vierte Karte mit den 6 Budas
könnte tatsächlich von F.Bardon abstammen , bei der fünften alledingst
habe ich so meine Zweifel, d.h diese fünfte Karte hat der Jonny wahrscheinlich selbst
erschaffen, eventuell durch Channeling( ;) ) diktiert bekommen......, das ist allerdings
nur meine Vermutung.....( ;) ).

Mit freundlichen Grüßen

Sokar


Dazu will ich noch gleich erwähnen, dass das "goldene Blatt der Weisheit" nie wirklich veröffentlicht wurde, nicht mal ein Fragment. Dass im Frabato angehängte angebliche "Goldene Blatt der Weisheit" scheint nicht dieses zu sein. Das wurde vor kurzem auf czechhermetics.com bestätigt, das unter anderem mit Bardons Sohn, Lumir Bardon, kommuniziert und seit kurzem die Verlagsrechte übertragen bekommen hat (d.h. Rüggeberg hat nicht mehr die Rechte). Tatsächlich sollte "Fragen an Meister Arion" von Franz Bardon das "goldene Blatt der Weisheit" darstellen, allerdings gab es hier Missverständnisse, sodass eine viel kürzere Version veröffentlicht wurde, während Bardon aber die einzelnen Fragen sehr eindeutig und detailliert beantwortet hat. Laut der Seite wurden einige Kapitel gefunden, andere seien aber verloren gegangen.

http://czechhermetics.com/uknown-works-by-franz-bardon-a-talk-by-lukas-louzecky/

Zitat:
Zitat:
In the 1950’s, Bardon was busy putting together and publishing his three main books, leading him to assign his Prague student, Irena Novakova, with the task of working on his Questions & Answers. Her texts are dated from 1953 – 1957, however, this text was never meant to be made public, and was only meant to be used by Franz Bardon, himself, as a base outline for the final version of his book. During the time between the years 1956 – 1957, Bardon extensively rewrote the entire text into its second authorized form. The authorized version, however, never made it to a majority of Franz Bardon’s personal students, as he was arrested before he could share it with others, yet the unauthorized text, by Irena Novakova, later made it to a German publisher, and was mistakenly attributed to Franz Bardon and formed the base outline of what later became Questions & Answers. While the version that was written and authorized by Bardon never made it outside of Opava.


Ich weiß nicht, was Anion und Seila Orienta oder Johannes v. Hohenstätten veröffentlicht hat, aber mit der 4. Tarotkarte hat es nichts zu tun, zumindest nicht das, was Bardon geschrieben, aber nie veröffentlichen konnte. Daher wäre ich sehr vorsichtig. Lumir Bardon, Sohn von Bardon, ist hier eine wesentlich verlässlichere Quelle.


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 Betreff des Beitrags: Re: Über die Geschichte des Tarot
BeitragVerfasst: 2. Jun 2018, 18:11 
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Sei nochmals gegrüßt Cajetan
Zitat:
Ich weiß nicht, was Anion und Seila Orienta oder Johannes v. Hohenstätten veröffentlicht hat, aber mit der 4. Tarotkarte hat es nichts zu tun, zumindest nicht das, was Bardon geschrieben, aber nie veröffentlichen konnte. Daher wäre ich sehr vorsichtig. Lumir Bardon, Sohn von Bardon, ist hier eine wesentlich verlässlichere Quelle.

Also da ich vor 20 Jahren einige male bei diesen Jonny Schwartzt (Seila Orienta bzw Anion) in
Castrop Rauxel zu besuch war und infolgedessen gesehen habe was da abgelaufen ist, bin ich
genau der gleiche Meinung wie du, da sollte man auf jeden Fall mehr als nur vorsichtig sein mit dem
was diese Leuten von sich aus herausgegeben haben.
Diese Seite http://czechhermetics.com kannte ich bis heute alledigs nicht, viellen dank für den Hinweis.
Cajetan. :thx

Mit freundlichen Grüßen

Sokar

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 Betreff des Beitrags: Re: Über die Geschichte des Tarot
BeitragVerfasst: 2. Jun 2018, 18:41 
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Sokar hat geschrieben:
Sei nochmals gegrüßt Cajetan
Zitat:
Ich weiß nicht, was Anion und Seila Orienta oder Johannes v. Hohenstätten veröffentlicht hat, aber mit der 4. Tarotkarte hat es nichts zu tun, zumindest nicht das, was Bardon geschrieben, aber nie veröffentlichen konnte. Daher wäre ich sehr vorsichtig. Lumir Bardon, Sohn von Bardon, ist hier eine wesentlich verlässlichere Quelle.

Also da ich vor 20 Jahren einige male bei diesen Jonny Schwartzt (Seila Orienta bzw Anion) in
Castrop Rauxel zu besuch war und infolgedessen gesehen habe was da abgelaufen ist, bin ich
genau der gleiche Meinung wie du, da sollte man auf jeden Fall mehr als nur vorsichtig sein mit dem
was diese Leuten von sich aus herausgegeben haben.
Diese Seite http://czechhermetics.com kannte ich bis heute alledigs nicht, viellen dank für den Hinweis.
Cajetan. :thx

Mit freundlichen Grüßen

Sokar


Kein Problem. Ja, czechhermetics.com ist, laut der Seite, der englische Ableger, die die Bücher von Franz Bardon (besonders die, die noch nicht veröffentlicht wurden) aber auch andere aus der Hermetik von der tschechischen Sprache in die Englische übersetzen wollen, und noch relativ neu. Sie kooperieren mit Vodnář Publishing (dem Verlag, den Lumir die Rechte für die Veröffentlichung der Werke Bardons übertragen hat). Lumir Bardon hatte dabei zuletzt einen Brief veröffentlicht, in dem er es bedauert, dass kaum jemand die Werke Bardons originalgetreu in anderen Sprachen (aber auch nicht in der eigenen) wiedergegeben haben (der (deutsche) Bauer-Verlag hat dabei viel Blödsinn veranstaltet mit WZWA, den aber der Rüggeberg-Verlag später bei ihren Auflagen zum Glück korrigiert hat). Dabei wollen sie sich also zur Aufgabe machen möglichst originalgetreu die Werke (in tscheschischer und englischer Sprache) zu veröffentlichen. Evtl. wird sich Rüggeberg oder jemand anders annehmen, der diese Werke dann auch in die deutsche Sprache übersetzt.

Auf der anderen Seite denke ich, dass mit der ersten, zweiten und dritten Tarotkarte mehr als genug Stoff geboten ist. Das einzige, was hier für mich von Interesse wäre, ist die kommende Übersetzung der Werke von Josef Drabek, der ein direkter Schüler Bardons war. (http://czechhermetics.com/publishing-of-magical-diaries-of-franz-bardons-student/) Besonders interessant wird für mich: "The Aid to Introspection" (von Franz Bardon & Josef Drabek) sein, sobald es veröffentlicht wird.

MfG,
Cajetan.


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 Betreff des Beitrags: Re: Über die Geschichte des Tarot
BeitragVerfasst: 16. Jun 2018, 19:21 
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Guten Abend Cajetan

Entschuldige das ich erst jetzt schreibe, aber der Job nimmt mich ganz schon in
Anspruch ;)
Nun zur Sache.
Also ich habe mir die ganze Angelegenheit um die Bardonbücher genauer angeschaut
und dabei kommen bei mir einige Fragen auf.
Wieso fällt ihm (Lumir Bardon) jetzt erst auf das die Schriften seines Vaters nicht
mit den Original-Manuskripten übereinstimmen?, nach 60 Jahren !?.
Gut, das der nicht will das die Bücher seines Vaters in einem Verlag erscheinen
dessen Inhaber solche Bücher wie "Geheimpolitik I, II, III" nicht nur vertreibt,
sondern diese auch selbst geschrieben hat, das kann ich gut nachvollziehen und
um ehrlich zu sein finde ich seine Entscheidung sogar vernünftig, aber wieso
jetzt nach 20 Jahren!?. Also etwas seltsam ist das ganze schon.
Nun wie siehst du das ?.

Mit Freundlichen Grüßen

Sokar

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