Wege ins Licht

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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Vergebung
BeitragVerfasst: 19. Aug 2010, 21:15 
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EinfachIch
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Von Jade:

Hallo Coma,

dieser Satz von dir geht mir nicht aus dem Sinn:
Zitat:
ich denke ich bin für meinen teil "naiv" genug, jedem zu vergeben der mir schlechtes getan hat sofern dieser den fehler einsieht und akzeptiert, egal ob sich dieser wiederholt oder nicht



Das drückt aus, du vergibst nur Jenen, die ihre Fehler einsehen und dich um Entschuldigung bitten.
Im Leben gibt es aber immer wieder Konfrontationen mit Menschen, wie z.B. Nachbarn,... die uns etwas Schlechtes tun, uns beleidigen, ärgern, demütigen,... und die das gar nicht einsehen - im Gegenteil. Ich für mich vergebe auch diesen Menschen und versuche höflich und freundlich zu bleiben.

Du verzeihst auch im Wiederholungsfalle - das finde ich sehr edel!
Ein drastisches Beispiel: Wenn dein Partner dich einmal betrügt und es ihm leid tut, dann verzeihst du. Und die 77 weiteren Male die er dich danach betrügt verzeihst du auch. Ich würde es auch tun, glaube ich zumindest. Obwohl es vorher schwer einzuschätzen ist, wie man, wenn es aktuell ist, darauf reagieren wird. Wie groß der Schmerz sein wird und ob man dann auch sofort vergeben kann.

Und wenn du dann auf den Gedanken kommst, dass seine Reue gar nicht echt und aufrichtig sein kann - denn sonst würde er dir nicht immer wieder Schmerz zufügen - dann vergibst du nicht mehr?

Coma:

man muss mich nicht um entschuldigung bitten, denn egal ob man es von anfang an versteht, mit der zeit wird ein schlechtes gewissen aus den dingen, ob diese richtig waren oder falsch, wieso man so gehandelt hat usw....
mal davon abgesehen dass es sinnvoll ist seine taten stets zu hinterfragen und man dadurch vielseitig lernen kann, wird einem alles irgendwann bewusst was man gutes und schlechtes tat und man wird dies vor sich selbst in reue hinterfragen.



Ein drastisches Beispiel: Wenn dein Partner dich einmal betrügt und es ihm leid tut, dann verzeihst du. Und die 77 weiteren Male die er dich danach betrügt verzeihst du auch. Ich würde es auch tun, glaube ich zumindest.


nun du dürftest wohl das einzige getroffen haben wo es mir verdammt schwer fällt, besonders wenn ich es weis mir aber nichts gesagt wird ......
da dauert es mit der akzeptanz wohl doch ein wenig länger......

_________________
Gruß
von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 26. Jul 2011, 17:50 
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Glaubende
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Warum muss man eigentlich vergeben bzw vergeben lernen? Mir will das grade überhaupt nicht in meinen bockigen Kopf. Warum soll ich vergeben? Ganz ernsthaft gefragt. Ich habe grade jeglichen Ansatz verloren, was es mir bringt, zu vergeben....und wieder zu vergeben...und wieder zu vergeben.....

Es bringt mir doch nichts, oder? Wenn ich vergebe habe ich das Gefühl, damit zeitgleich meine Gefühle hinten anzustellen. Sie nicht zulassen zu dürfen. Also zum Beispiel Ärger oder Wut. Warum soll ich denn immer nur vergeben, nie aber mal meine Gefühle zum Mittelpunkt machen dürfen? Und vor allem, immer wieder vergeben....ich glaub nicht, das ich mich dadurch positiv verändere (eher werd ich oll wegen heruntergeschluckter Gefühle oder so).

Kann das jemand verstehen oder mir vielleicht was zu sagen? Wir lernt man besser zu vergeben (ich kann es ja, bin nur grade auf einem überhaupt nicht einsichtig Trip), muss man in jeder Situation vergeben? Was denkt ihr so darüber?

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Für diejenigen, die an Gott glauben,
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Franz Werfel (1890-1945)


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 26. Jul 2011, 20:26 
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... mal nachdenken (-fühlen) ... hmmm ... nein, vegib nur, wenn es Dir richtig erscheint, ansonsten: nein, lass es ... das sind ja dann nur runtergeschluckter Ärger und andere "negative" Gefühle. Ich mein, irgendwann haben sie sich aufgelöst, dann kannst Du vergeben - manchmal ist da hal nie der Fall, dann lass es wie es ist und sei bockig, sauer, eingeschnappt ... lass Deinen Ärger raus.

Alles Andere ist meiner Meinung nach unehrlich ... und damit auch keine echte Vergebung

liebe Grüsse
Lisa

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liebe das leben - lebe die liebe


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 26. Jul 2011, 23:07 
Vergeben, wirkliches Vergeben
habe ich erst sehr viel später gelernt !

Wenn ich an meinen Ex-Mann denke
oder an meine Eltern . . .
Es war ein langer Prozeß.
Innerhalb des Tunnels des Beziehungsgeflechtes,
habe ich mich immer als Opfer gesehen, voller
Wut, Ärger und Zorn.
Unverstanden, alleingelassen, mißbraucht ob
meiner Gedanken und Gefühle.

Vergebung, was mich betrifft, kam erst beim Tode
meiner Eltern und der Löslosung von meinem Ex.
Die Verarbeitung und die Distanz von dieser sehr
unfruchtbaren, energieraubenden Liebesbeziehung,
(Gott sei Dank ist meine erste Tochter fruchtbar aus Liebe
entstanden - das vergesse ich nie !! )
hat mich Jahre gekostet.
Heute wünschte ich mir, ich hätte die Muster durchschaut,
die zu meiner eigenen Isolation geführt haben;
ich wäre auf meine Eltern anders zugegangen und hätte
ebenfalls eine nicht so harte Trennung von meinem Ex
vollzogen.


:flowers


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 27. Jul 2011, 05:12 
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Vergebung ist für alle Beteiligten gut. Für einen selbst wahrscheinlich am meisten.
Manchmal leiden wir lange Zeit durch eine Person und es entwickeln sich ungute Gefühle in uns: Wut, Ärger, Hilflosigkeit,... Ich habe das auch lange erlebt mit meiner Schwiegermutter und fast 20 Jahre mit meiner eigenen Mutter. Als ich dann anfing spirituelle Bücher zu lesen, habe ich sehr schnell erkannt, wie wichtig das Verzeihen ist und habe vergeben. Dann später habe ich auch gelernt, wie ich richtig mit diesen Gefühlen umgehen kann, wie ich diese Energie in liebevolle Gefühle umwandeln kann. Und das hat bei meiner Mutter fast Wunder gewirkt.
Ich bin sehr froh, dass ich das machen konnte, so lange die beiden alten Damen noch am Leben sind.

Die Vergebung ist für unser eigenes Seelenheil sehr wichtig. Die Seele gehört ständig gereinigt von negativen Gefühlen wie Zorn, Wut, Ärger, Missgunst, Neid, Eifersucht, ..... Ein gutes, ausgewogenes Seelenleben ist sehr wichtig um gesund zu bleiben und um selbst Freude am Leben zu haben.

Auch sollte man sich in die andere Person einfühlen und versuchen zu erkennen, dass sie nicht böse ist, sondern einfach nur ein kleiner, schwacher Mensch, der es derzeit nicht besser kann. Wir sind doch alle beim Üben und niemand ist perfekt. Außerdem sind wir alle miteinander verbunden, jeder ist unser Bruder und unsere Schwester die wir lieben sollen.

Vergebung soll natürlich ehrlich sein, sonst hat sie keinen Sinn. Ich halte auch nicht viel von dem Spruch: "Vergeben ja - Vergessen nie". Das ist so halbherzig. Vergebung muss von unserem tiefsten Seelengrund aus geschehen und 100%ig gewollt sein. Das kommt dann auch auf die Herzensqualität des Menschen an. Vergebung bedeutet auch immer Überwindung, dass wir unseren Stolz, unser Ego überwinden. Das geht leichter, wenn wir uns selbst nicht als allzu groß und allzu wichtig nehmen. Jeder muss selbst entscheiden was und wem er wirklich vergeben will - aber wenn man es aufrichtig tut hat es nur Vorteile.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 27. Jul 2011, 09:22 
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'Vergebung' ist eine unglaublich starke Medizin, denn Vergebung ist ein kosmisches Gesetz des Schicksals. Das Schicksal straft nämlich nicht (!!!); es gleicht aus. Was heisst das?

Wenn ich einem anderen vergebe, greife ich in sein Schicksal ein. Darf ich das? Ja, ich darf das, wenn er mich darum gebeten hat, weil er den Ausgleich sucht.

Der andere Mensch muss nämlich Vergebung wollen - und viele wollen das garnicht; sie sind (noch) nicht bereit dazu. Der Zeitpunkt ist für sie noch nicht gekommen. So gerne ich auch meinem Bruder vergeben würde, der mich um mein Erbe geprellt hatte, ebenso leide ich darunter, dass er auch vor seinem Tode noch nicht bereit war, mich darum zu bitten. Er ist gegangen, ohne mir zu sagen, dass er jetzt gehen muss. Und ich durfte ihm (noch) nicht vergeben, weil er nicht bereit war dazu. Hätte ich ihm jetzt vergeben, wäre das Anmassung und der Schicksalsausgleich wäre noch schwieriger geworden. Aber ich konnte ihm meine Liebe mitgeben, aus tiefstem Seelenempfinden.

Denn warum vergibt ein Mensch? Er vergibt aus Liebe. So bleibe denn bei der Liebe und sage: Ich liebe alle, auch wenn ich von ihnen Hass erfahren habe. Deshalb konnte auch Jesus Christus sagen: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Tue Gutes denen, die dich hassen. Das ist der Ringschluss des Geschehens - und der Schicksalsausgleich ist nahe.

_________________
Der Willige wird vom Schicksal geführt, der Störrische geschleift. Seneca


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 27. Jul 2011, 11:14 
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SophiaTara hat geschrieben:
Warum muss man eigentlich vergeben bzw vergeben lernen? Mir will das grade überhaupt nicht in meinen bockigen Kopf. Warum soll ich vergeben? Ganz ernsthaft gefragt. Ich habe grade jeglichen Ansatz verloren, was es mir bringt, zu vergeben....und wieder zu vergeben...und wieder zu vergeben.....


Vergerbung ist nicht nur wichtig für denjenigen, dem du vergibst, sondern ist auch für dich selbst etwas sehr Befreiendes. Hat jemand dir etwas angetan und du trägst es ihm ewig nach, dann bindet es dich selbst. Niemand ist geholfen, wenn nicht vergeben wird. Weder dir, noch dem der Vergebung braucht. Das Problem besteht weiterhin, hält dich fest und kann in vielen Fällen auch Kettenreaktionen auslösen, die nicht so schnell enden wollen. Man denke mal an Blutrache...

SophiaTara hat geschrieben:
Es bringt mir doch nichts, oder? Wenn ich vergebe habe ich das Gefühl, damit zeitgleich meine Gefühle hinten anzustellen. Sie nicht zulassen zu dürfen. Also zum Beispiel Ärger oder Wut. Warum soll ich denn immer nur vergeben, nie aber mal meine Gefühle zum Mittelpunkt machen dürfen


Das kommt doch ganz auf die Gefühle an. Möchtest du Ärger und Wut mit dir herumschleppen? Das fällt dir zur Last, nimmt dich gefangen und verunreinigt dich. Eine wirkliche Vergebung befreit dich davon.

Markus 11,25-26 hat geschrieben:
Und wenn ihr steht und betet, so vergebet, wenn ihr etwas wider jemand habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Fehler vergebe. Wenn ihr aber nicht vergebet, so wird auch euer Vater im Himmel eure Fehler nicht vergeben.


Die Vergebung löst Fesseln und Verstrickungen in der geistigen Welt. Der Herr Jesus Christus selbst ist Mensch geworden, damit wir durch IHN und ihn IHM Vergebung erlangen können.

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Und er sprach mit großer Stimme:
Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen!
Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!
(Offenbarung 14,7)


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 27. Jul 2011, 17:03 
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Ihr habt viele wichtige Dinge genannt und benannt. Heute ist mein Kopf auch nicht mehr ganz so bockig wie er gestern war ;) und ich somit auch generell wieder einsichtiger....

Trotz allem ist das wirklich ein Thema fürs Leben finde ich. Vergebung muss man immer wieder neu lernen, weil die Situationen, in denen man vergeben soll, sich ja auch immer wieder ändern.

Es sind viele gute neue Gedankenanstöße von euch dabei und ich danke euch für die vielen unterschiedlichen Meinungen und Ansichten.....

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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 27. Jul 2011, 18:54 
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Magier
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Wenn man wirklich von HERZEN vergeben kann bringt einems elbst das ungeheuer viel - man spart sich eben all den krank machenden Ärger, die Wut, die Enttäuschung und erspart sich und demjenigen dem man vergibt viel Ärger ^^

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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 27. Jul 2011, 22:14 
Beitrag von Helios
Eine Beziehung so richtig schön "gegen die Wand" zu fahren, kann manchmal auch sehr schön sein ... :mrgreen:

ike muß grad lachen -
ja genauso ist es, nämlich be-frei-end !


:knuddel


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 1. Aug 2011, 06:38 
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Glaubende
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Eine junge Frau, die es schafft zu vergeben, obwohl ihr Land ihr sogar gerichtlich erlaubt hätte Rache zu nehmen. Ihr habt es bestimmt schon gelesen, aber es berührt mich so sehr, daher hier der Artikel von yahoo:


Eine durch einen Säureangriff erblindete Iranerin erspart ihrem Peiniger das gleiche Schicksal: Ameneh Bahrami verzichtete nach Angaben des Staatsfernsehens in letzter Minute auf die Vollstreckung eines Urteils, wonach der Angreifer Madschid Mowahedi als Vergeltung ebenfalls durch Säure das Augenlicht verlieren sollte. Stattdessen erhält die Frau offenbar eine finanzielle Entschädigung.
Der Teheraner Staatsanwalt Abbas Dschafar Dolatabadi bestätigte der Nachrichtenagentur Isna zufolge, dass Bahrami von der für heute geplanten Blendung ihres Angreifers absehen wolle. Die junge Frau verlange nun eine Entschädigung nach dem islamischen Rechtsprinzip des "Blutgeldes". Mitte Mai hatte Bahrami in einem Zeitungsinterview gesagt, sie wolle von Mowahedi zwei Millionen Euro, um ihre "Zukunft abzusichern". Die Vollstreckung des Urteils war ursprünglich für den 14. Mai angesetzt gewesen, damals aber ohne Angabe von Gründen verschoben worden. Mowahedi hatte seine Mitstudentin Bahrami 2004 mit Säure übergossen, weil sie seinen Heiratsantrag abgewiesen hatte. Die junge Frau wurde im Gesicht stark entstellt und erblindete. Ein islamisches Scharia-Gericht hatte ihn dafür 2008 nach dem Grundsatz "Auge um Auge" zum Verlust seines Augenlichts verurteilt. Das Urteil wurde ein Jahr später vom Obersten Gericht des Landes bestätigt. Menschenrechtsorganisationen hatten das Strafmaß scharf kritisiert, Amnesty International sprach von einer "grausamen und unmenschlichen Strafe". Bahrami lebt mittlerweile in Spanien, wo sie sich mehreren Operationen unterzogen hat. Die junge Iranerin sagte Isna, sie wolle gegenüber ihrem Angreifer Gnade walten lassen, weil auch der Koran zur Vergebung auffordere. Auch wolle sie, dass ihre Familie wieder in Ruhe leben könne. Schließlich sei sie sich bewusst gewesen, dass ihr Heimatland in dieser Frage von anderen Staaten beobachtet werde. Bahramis Mutter erklärte, sie sei stolz auf ihre Tochter. "Wir haben für dieses Urteil lange gekämpft, und ich bin stolz, dass Ameneh die Kraft hat, Madschid zu vergeben", sagte sie Isna.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 1. Aug 2011, 08:09 
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Novizin
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SophiaTara hat geschrieben:
Die junge Iranerin sagte Isna, sie wolle gegenüber ihrem Angreifer Gnade walten lassen, weil auch der Koran zur Vergebung auffordere. Auch wolle sie, dass ihre Familie wieder in Ruhe leben könne. Schließlich sei sie sich bewusst gewesen, dass ihr Heimatland in dieser Frage von anderen Staaten beobachtet werde. Bahramis Mutter erklärte, sie sei stolz auf ihre Tochter. "Wir haben für dieses Urteil lange gekämpft, und ich bin stolz, dass Ameneh die Kraft hat, Madschid zu vergeben", sagte sie Isna.


Ich habe dazu einen anderen Gedanken.

Wenn die Männer im Islam, Frauen auf der Art entstellen dürfen, weil sie glauben ein Recht darauf zu haben,
dann hat das Vergeben der Isna für sie und die Familie, so wie den Täter etwas erleichterndes nach dem gewonnenen Richterspruch.
Aber für alle anderen Männer die sowas noch tun werden keine Bedeutung.
Denn keiner muss nun befürchten das gleiche Schicksal zu erleiden wie die Frauen.
Die Frauen werden sich nicht alle strafrechlich wehren, und wo kein Richter da kein Henker....

Solange die Frauen in diesen Ländern keine grundsätzlichen Rechte haben, wird sich sowas wiederholen.
Die emanzipation der Frauen hat aber mit diesem Urteilspruch begonnen.
Ich wünsche ihnen Mut weiter zu machen und die Kraft dazu durch zu halten.

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auch wenn er mal mitten im Wege liegt"


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 1. Aug 2011, 08:41 
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Magier
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Ich bin mir auch nicht sicher ob hier Vergebung der eigntliche Beweggrund war - wenn ja, dann hat sie meinen höchsten Respekt und ein sehr grosses Herz bewiesen. Aber keiner kann in sie reinschauen von uns. Es kann ein Akt der Vergebung gewesen sein oder etwas weit egoistischeres. Vll. war auch der Druck der Behörden da so zu entscheiden obwohl sie die Rache wollte - schwer zu sagen.
Ich bilde mir da jetzt gar kein Urteil dazu.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 1. Aug 2011, 14:40 
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Meister
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Ich habs auch heute morgen in der Zeitung gelesen und ich bin sicher, da wurde halt die Entscheidung getroffen vom Geld mehr zu haben als den Täter selber zu blenden.

Ganz ehrlich...sie hätte ihre Rache nehmen sollen. Als abschreckendes Beispiel für andere. Natürlich hätte sie da wenig von gehabt, hat sie aber so auch nicht, das Geld kriegt sie nie und nach 2 oder 3 Exklusivinterviews ist der Bart da auch ab. Diese Säuregeschichten kommen da ja sehr oft vor und wenn die Männer da mal lernen, dass so was wie ein Bumerang zurückkommt, denkt vielleicht der eine oder andere nochmal drüber nach. Mitleid und Vergebung sollten auch Grenzen haben.

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Wenn Du Dir selbst vertraust und an Deine Träume glaubst und Deinem Stern folgst, dann wirst Du trotzdem von Leuten übertroffen, die ihre Zeit damit verbringen, hart zu arbeiten und zu lernen und nicht so faul waren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergebung
BeitragVerfasst: 1. Aug 2011, 17:12 
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Glaubende
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Hm, vielleicht habt ihr ja Recht....ich war vielleicht einfach zu optimistisch, jemand könne einfach mal so vergeben, als große Geste....

Vielleicht ist echte und ehrliche Vergebung doch nicht so einfach....(auch wenn wir hier wahrscheinlich nicht wissen werden, wie es zu ihrer Entscheidung schlussendlich kam).

Ansonsten denke ich noch immer darüber nach...wenn ich vergebe, dann befreie ich mich von etwas und lasse los, kann abschließen..das ist für mich grade ein ganz wichtiger Punkt...

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