Wege ins Licht

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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Tarot
BeitragVerfasst: 19. Aug 2010, 13:53 
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EinfachIch
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Von Avicenna:

Hallo liebe Alle,

Wer möchte mit mir gemeinsam diese drei Bücher von Leuenberger lesen und sich mit mir darüber austauschen?

1. Das Rad des Lebens
2. Der Baum des Lebens
3. Das Spiel des Lebens

lieben Gruß an alle, Avicenna

Jade:

Ich habe mal nachgesehen. Das ist die "Schule des Tarot".

Ich sollte mich auch damit beschäftigen, aber derzeit schaffe ich das nicht.
Ich muss zur Zeit Anderes lesen, lernen, üben und habe Mühe das zu bewältigen.

Ansonsten hätten wir uns gern über diese Bücher austauschen können.

Daheim habe ich von Hajo Banzhaf ein Buch und Karten liegen, seit einiger Zeit.


Avicenna:

Hanjo B. das soll es eben nicht sein

Leuenberger beschreibt den Tarot als Buch des Toth, als Erkenntnisweg, als magische Bilder und legt diese auch mit dem Lebensbaum zusammen
es geht dabei also nicht um Wahrsagerei oder so sondern um Erkenntnis


Jade:

Ich dachte auch, dass du Erkenntnis meinst.

Aber so schlecht oder ungeeignet werden die Karten u. das Buch von Hajo Banzhaf wohl auch nicht sein.
Da sie mir dafür empfohlen wurden. Vielleicht ist Leuenberger ja besser, ich hab keine Ahnung.


Joy:

Hallo,

Avicenna .... bin grundlegend sehr interessiert, besitze jedoch nur Band 2 und 3, deshalb würde es eine
Woche dauern, bin ich Band 1 habe. Arbeite schon länger mit den Tarotkarten als Einweihungsweg, eine
sehr komplexe Ausbildung. Leuenberger wurde mir letztes Jahr sehr empfohlen. Er ist ausgezeichent, nur habe
ich in seinem System das Problem, dass bei meinem Kabbalahbaum die Karten ganz anders angeordnet sind,
doch kann ich mich auch kurz umstellen.

Jade ... es gibt da einen Unterschied in der Arbeit mit den Tarotkarten. Zuerst macht man sich überhaupt mit den
72 Karten von den Bildern und der Symbolik her vertraut und benutzt sie, um innere Zustände, und sich daraus
entwicklende Tendenzen festzustellen. Eine wichtige Erkenntnisarbeit und Übung für den magischen Bereich.
Dafür sind die Karten und Buch von Banshaf ausgezeichnet.

Leuenberger zeigt den ersten gut verständlichen Ansatz für den Einweihungsweg der Karten. Es gibt jedoch noch
ein viel schwierigeres und komplexeres System, für das man Jahre braucht. Es enthält auch noch ein Schlüsselsystem,
und wenn Studenten dieses Systemes sich darüber unterhalten, versteht der Laie gar nichts mehr.


Avicenna:

Hallo,

also dann freu ich mich auf den Zeitpunkt, wenn du Band 1 bekommst und wir starten können.

lieber Gruß Avicenna

_________________
Gruß
von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 22. Aug 2010, 18:54 
DAS RAD DES LEBENS

Teil 1 der Trilogie über den Tarot von Leuenberger

Am Beginn schreibt L. vor allem über die Entstehung des Tarot, wie alt er ist. Da ich das nicht selbst recherchiert habe, kann ich dazu nicht viel sagen.
Interessant finde ich die Tatsache, dass der Tarot ein Spiel ist, eine Kartenspiel.
Ich habe das Leben immer sehr ernst genommen, wenn andere lachten und sich in der Disco vergnügten und einander abschleppten stand ich am Rand, beobachtete und verfasste Gedichte im Geiste. Ich hatte allerdings nie den Eindruck ausgeschlossen zu sein, trotzdem beneidete ich immer wieder die anderen darum, wie leicht sie doch das Leben nahmen, wie oberflächlich sie doch waren, wie wenig sie fühlten und dachten. Lange Zeit wollte ich sein wie sie, einfach nur "normal".
Das spiel des Lebens, das Rad des Lebens. Warum ist es ein Spiel? Soll uns gesagt werden, dass wir das Leben auch leicht nehmen sollen? das Schöne am leben sehen sollen, uns das kindliche Staunen bewahren sollen? Die Leichtigkeit des Seins erleben, das Wunderbare, ewig lebendige sich stetig verändernde der göttlichen Schöpfung. Ja, ich denke heute, dass es so ist. Diese Freude an der Schöpfung , dieses Staunen, macht für mich erst Agape möglich, die Verschiedenartigkeit alles Seins erkennen und jedes als Spielart seiner Schöpferkraft zu sehen.
Warum Rad des Lebens, weshalb die Bezeichnung Rad? Ein Rad ist beweglich, es rollt. Wohin rollt es? Wer schubst es an? Wer bestimmt den Weg des Rades? Wohin rollt es?
Die alte Bezeichnung für den Tarot war Naibbe. diese Bezeichnung kommt aus Indien und bedeutet Nabe. Jedes Rad hat einen Mittelpunkt, die Nabe.
Der Tarot besteht besteht aus magischen Bildern, welche vermutlich viele Jahrtausende alt sind und von Generation zu Generation weitergereicht wurden.
Besonders gefällt mir die Geschichte am Ende des zweiten Kapitels. Betrachten wir den Tarot als Geschenk. Das Geschenk wurde eingewickelt in schönes buntes Papier, wie ein Postpaket. dieses Paket geht nun durch viele Hände, alle diese Personen, die es weiter reichen, wissen nicht , was es enthält, sie sehen nur die hübsche Verpackung. Nur jene für die das Geschenk bestimmt ist, können es auspacken und sehen, was in ihm verborgen ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 22. Aug 2010, 19:05 
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Danke, Avicenna, das du das hier aufschreibst. Bild

So kann ich sogar ein bisschen mitlernen.
Hört sich ja interessant an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 22. Aug 2010, 19:12 
Es sind nur meine Gedanken, Gefühle und Empfindungen, die ich hier aufschreibe. Wer anderer mag mit der gleichen Berechtigung völlig andere Gedanken , Gefühle etc.. haben.

Der Austausch ist mir wichtig, neue Denkanstöße bekommen, voneinander lernen. Manchmal genügt ein kleines Wort, das jemand anderer sagt und ein Tor geht auf. Weil dieses Wort der Schlüssel ist, jeder hat andere Schlüssel.....

Aber danke für deine positive Rückmeldung :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 22. Aug 2010, 19:50 
Also ich halte hier ein Märchen in den Händen:

Madru oder Der Große Wald - 1984 - Frederik Hetmann

Auf dem Vorderumschlag und dem Rückumschlag
sind zusammen 22 Baumtarotkarten abgebildet...

Hier heißt es:

1) Dies ist das geheimnisvolle Baumtarot mit dessen Hilfe Madru, der Sternensohn,
den richtigen Weg findet. Und der Leser, wenn er bereit ist mitzuspielen, auch.

2) Bitte schneiden sie zum Spielen die einzelnen Kartenmotive aus. Die Bedeutung der
22 Spielkarten und wie sie sich legen lassen wird auf den Schlussseiten beschrieben.

Es gibt 3 Systeme - 9er Legung - 7er Legung - 21er Legung

?????????????

Gehört das hier hin Avicenna - vielleicht könnte ich in meinen Worten
die Legungen erläutern, wenn Interesse besteht..... ^^


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 23. Aug 2010, 18:37 
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Hallo Avicenna ... ein wunderschöner poetischer Einklang in dieses
Thema ... danke :)

Das Raider Waite Tarot ist das Tarotset, das uns den tieferen Zugang zu dem
Weisheitsweg des Tarots erschliesst. Deshalb war für mich auch die Lebensgeschichte
von Raider Waite sehr interessant.

Tarotkarten haben im Grunde nichts mit Wahrsagerei zu tun, sondern mit Selbst-
erkenntnis in einer bestimmten Problemlage, auf der ersten Ebene mit der wir mit
ihnen arbeiten können.

Leuenberger betritt mit seinem Ansatz nun die zweite Ebene, und führt uns durch das
Gefühl in die Karte hinhein, damit wir die Kräfte wahrnehmen, die in ihr ausgedrückt
werden.

Der Magier ... die Farben, die Bedeutung der einzelnen Symbole, die vier Elemente,
die Handhaltung des Magiers.

Heute habe ich wieder per Zufall die Möglichkeit mit diesen Kräften arbeiten zu dürfen.

Das Problem wurde besprochen, der Wunsch nach Veränderung ausgesprochen ...
doch schwankend. Die Erlaubnis für magische Unterstützung gegeben.

Magie arbeitet immer im Fluss der Möglichkeiten.
Der Stab des Magiers ... Element Feuer ... Wille...Zielrichtung wurde schon über Tag
eingesetzt. In der Nacht nehme ich den Kelch, die Kraft des Wassers ... Vision und
Imagination als zweite Unterstützung.

....................

Die Karte des Magiers zeigt uns, was zur Verfügung steht, und wie wir mit diesen Kräften
arbeiten können.

Die dritte Ebene vom Tarot ist wiederum noch ganz anders, und wird hier im ersten
Band nicht besprochen.

@Phuchsy ..... für Madru brauchten wir vieleicht ein eigenes Thema, und ich muss mein
Buch dazu erst noch wiederfinden.

Herzliche Grüsse ... Joy

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 24. Aug 2010, 10:35 
Liebe Joy,

ich habe noch keine Erlaubnis hier weiter zu schreiben. Bitte gedulde dich.

lg, Avicenna


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 24. Aug 2010, 19:03 
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Liebe Avicenna,

Es passt sehr gut, denn aus einem bestimmten Grund möchte ich an diesem
Thema, so wie an anderen geplanten Themen, erst zu einem späteren
Zeitpunkt wieder aktiv werden.

Herzliche Grüsse .... Joy :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 25. Aug 2010, 18:38 
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Hallo alle zusammen,

wie ihr aus meiner Bücherliste ersehen konntet, arbeite ich auch mit den drei Bänden von Leuenberger und den Karten von Rider Waite.
Jedoch habe ich das Tarot mit dem Weg der Kabbala verbunden und betrachte es immer auf der Grundlage der mystischen Zahlen, was auch gut geht, da Leuenberger sich ebenfalls auf die Kabbala in vielen Fällen bezieht.
Allerdings verweist Leuenberger, vor allem bei der Erörterung der einzelnen Kartenmotive immer wieder darauf, das der Tarot ein mystischer Weg ist und kein "Spiel" in unserem heutigen Verständnis.
Von daher verstehe ich es eher im Sinne eines Zusammenspiels, eines Zusammenspiels der Ebenen und der Energien, woraus sich unendliche Möglichkeiten ergeben.
Im Sinne von "Leichtigkeit des Lebens" trifft es nur teilweise zu - bis zu einem bestimmten, erzielten spirituellen Fortschritt ist es ein sehr mühsamer und harter Weg, später eröffnen sich Möglichkeiten, die vieles erleichtern. Dafür werden die Aufgaben und Prüfungen schwerer.
Was dagegen sicherlich zutrifft, ist die Freude, die wir auf dem Weg empfinden und die uns oft trägt. Wie auch Melodien und Farben.
Leuenberger verdeutlicht auch, das bei Nutzung von Legetechniken, es nur um allgemeine Tendenzen geht, nicht um Bestimmung einzelner Ereignisse (Wahrsagerei, Hellseherei).
Was auch nachvollziehbar ist, da derartiges Sehen an ganz bestimmte Sinne gebunden ist, die uns erst sehr viel später auf unserem Wege zur Verfügung stehen, da dafür ein beachtlicher spiritueller Fortschritt von Nöten ist, um derartig hohe Frequenzen ertragen zu können.

_________________
"Verbo geniti verbum habent" - "Wer vom Wort gezeugt ist, der hat das Wort." [Bernhard von Chairvaux]
Auf den Pfaden des GEISTES


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 26. Aug 2010, 17:52 
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Hallo Michael.

sehr schöne Gedanken, auch zum Hellsehen. Unsere inneren Sinne ... Hellhören,
Hellfühlen, Hellschmecken, Hellsehen entwickeln wir ja erst im Laufe der Zeit. Jeder
Mensch hat seinen ganz eigenen Geschmack. Manche Menschen schmecken delikat,
bei anderen entwickeln sich unterschiedliche Geschmacksvolumen hintereinander.

Die Tarotkarten sind, wie du schon sehr treffend bemerkt hast, mit der Kabbalah verbunden
und Tore zu den einzelnen Pfaden.
Anderseits kann man die Karte auch einzelnd auf der inneren Ebene betreten und einer
Geschichte folgen, die sich dann entfaltet.

Das Tarot gehört auch zu einem anderen System, das auch mit der Kabbalah verbunden ist, der
sogenannte Raumwürfel (Cube of Space)
Er wurde zum ersten Mal in dem heiligen Text des Sepher Yetzirah erwähnt.

Herzliche Grüsse ... Joy :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 2. Sep 2010, 13:26 
Beschäftigen wir uns zunächst mit den großen Arkana (Arkana=Geheimnis)
Die großen Arkana beziehen sich auf persönliche Erkenntniswege, sind also subjektive Karten.

Karte I : Der Magier


Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 2. Sep 2010, 14:22 
Wie sehen einen jungen Mann, er steht hoch aufgerichtet, sehr gerade , sein Blick geht gerade aus, er blickt uns an, gekleidet ist er in ein loses weisses Gewand mit rotem Umhang, um seine Hüften schlingt sich eine Schlange, welche den Gürtel bildet. Ein Arm, der rechte, zeigt nach oben und hält einen Stab, der andere Arm zeigt nach unten, um die Stirn liegt ein Stirnband, vor ihm auf einem Tisch in brauner Farbe befinden sich vier Gegenstände, ein Stab, Ein Kelch, ein Schwert, eine Münze, über ihm und unter ihm sind Blumen und Blätter
der Hintergrund ist in einem kräftigen jedoch klaren eindeutigen Gelb gehalten, über dem Kopf des jungen Mannes schwebt eine liegende Acht, die Lemniskate

Beginnen wir gleich mit dieser liegenden Acht. In der Mathematik ist sie das Zeichen für die Unendlichkeit und auch für mich symbolisiert die Lemniskate viel mehr die urgewaltige Gestaltungskraft der ewigen Abläufe, der Unendlichkeit. Vielmehr noch als der Kreis. Streift das Auge einen Kreis entlang, dann kommt es immer wieder zum Ausgangspunkt zurück, immer derselbe Weg, immer das Gleiche, mehr desselben, wie Watzlawick es nennen würde. Nicht so bei einer Acht. Das Auge gelangt nicht wieder an den gleichen Punkt zurück, die Weg kreuzen sich im ewigen Werden und Vergehen. Die Acht als Symbol für den Gott Toth, welcher in Hermopolis verehrt wurde. Vor dem Gott Toth wurden in Hermopolis acht schlangen- und froschähnliche Götter verehrt. Symbole für die chtonischen Urzeitkräfte, die acht Urzeitkräfte, der Inbegriff der urgewaltigen Neuwerdung. Hier die Verbindung zu der Schlange, die den Gürtel des jungen Mannes bildet. In einen Gürtel kann man Waffen einstecken, mit sich tragen, bzw. die vier magischen Werkzeuge, die auf dem Tisch liegen verwahren. In der gürtenden Schlange, welche hinweist auf die achtköpfigen Urzeitgötter, können also die vier magischen Werkzeuge untergebracht werden, wenn der Magier diese an sich an nimmt. Hier die acht dort die vier. Diese vier Werkzeuge können positiv und negativ verwendet werden. Es hängt von jenem ab, der sie verwendet, trägt. Die Acht weist auf Gott Toth hin. Toth, der Herr über die Schrift, über die magischen Bilder, Gott des Wissens überhaupt, Schutzgott der Magier. Sein Kopf ist ein Ibis. Der Ibis hat einen gebogenen Schnabel, wie der Mond, der zu- oder abnimmt.
(der Symbolgehalt der Tiefköpfigen ägyptischen Götter wäre einen eigenen Thread wert... wer mag?) Toth begleitet auch die Seelen vor die Richter, wo die Seele in der Waagschale gemessen wird. Zu beachten ist auch die Kette Achtheit der schlangen und froschähnlichen Götter, Hanuman aus dem Ramayana, der Ibiskopf, die Stadt Hermopolis, wo toth ursprünglich verehrt wurde, Hermes, der Götterbote, Hermes Trismegistos, Hermetik, Merkur....
und all dies schwebt nun in unendlicher Wiederholung über dem Kopf des Magiers, der die Acht in den Schlangengürtel verwahren kann, wenn er dies möchte.

Beachtet, wie Schlangen sich bewegen, denkt an einen "Schlangenbeschwörer", der eine flöte für eine Schlange spielt. Wie bewegt sich die Schlange? Sie beschreibt mit ihrem Körper eine tanzende Acht. Schlangen kriechen aus einem Ei und häuten sich ein Leben lang, was auf die Metamorphose hinweist, auf die Veränderung, die Entwicklung, eine Häutung ist das Abstreifen einer zu klein gewordenen alten Haut, es entsteht eine neue nun passende Haut bis auch diese wieder abgestreift wird....

Der Blutkreislauf des Menschen ist ebenfalls eine Acht. Wo die Weg sich kreuzen liegt das Herz. Wenn wir uns nun vorstellen eines der roten Blutkörperchen zu sein dann beginnen wir unsere Reise z.B in der Rechten Herzkammer. von dort wandern wir in die Lunge, geben das Kohlendioxyd, das aus dem Körperstoffwechsel kommt, ab, es wird ausgeatmet, und nehmen Sauerstoff auf. Nun wandern wir zurück zum Herzen, diesmal aber in den linken Vorhof des Herzens, von dort in die linke Herzkammer und von hier gelangen wir in den Körperkreislauf. Wir tragen den Sauerstoff zu den Zellen der Gewebe. diese nehmen den Sauerstoff und verwenden ihn zur Energiegewinnung. Der chemische Vorgang heisst Oxidation und ist eine Verbrennung !! die Nährstoffe aus der Nahrung werden unter Anwesenheit des Sauerstoffes verbrannt. Dabei entstehen Wasser und Kohlendioxyd und Energie. Wasser und Kohlendioxyd sind die Grundbausteine der biologischen Materie. die Energie äußerst sich zum Beispiel in der Körperwärme... Das Kohlendioxyd wird wieder ins Blut abgegeben, wir nehmen es auf und wandern zurück zum Herzen, in den rechten Vorhof und von dort in die rechte Herzkammer, wo wir unsere Reise als rotes Blutkörperchen begonnen haben. Der menschliche Kreislauf ist kein Kreis sondern eine Acht, gebildet aus Lungenkreislauf und Körperkreislauf an der Kreuzungsstelle, die eigentlich keine echte Kreuzung ist, den die Blutkörperchen begegnen einander nicht wirklich, befindet sich das Herz, der Motor, der den Blutstrom in Bewegung hält, solange der physische Körper existiert.
Der eingeatmete Sauerstoff wird von den Pflanzen bereitgestellt, welche diesen durch Photosynthese aus der Sonnenenergie gewinnen. die Nährstoffe sind gespeicherte Sonnenenergie, sei sie nun in Pflanzen gespeichert, welche ohne Sonneneinstrahlung nicht wachsen können oder in Tierkörpern gespeichert, welche Pflanzen fressen.

Wir tragen die Unendlichkeit in uns, nicht "nur" spirituell sondern vollständig in die Materie hineingegossen, ja genau dies ermöglicht es dem physischen Körper überhaupt zu leben...

fortsetzung folgt


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 2. Sep 2010, 15:06 
weiter zur Schlange:
Die Schlange war jene Kraft, die Eva eingab, vom Baum der Erkenntnis zu pflücken und zu essen. Schlangen werden häufig mit einer zweispitzigen Zunge dargestellt doppelzüngig... in der katholischen Welt gelten sie daher als Symbol der Verführung und der Lüge
ist sie das? kann sein ja, an sich ist die Schlange aber neutral, wie die Magie, wie die Energie, es liegt an uns welcher der beiden Zungen wir unser Gehör schenken, die Schlange selbst ist wie sie ist, weder gut noch böse, weder die Wahrheit sprechend noch lügend, Wahrheit und Lüge der Schlange entstehen im Ohr des Zuhörers


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 2. Sep 2010, 15:51 
Vor dem Magier befindet sich ein Tisch in brauner Farbe, ein Tisch hat üblicherweise vier Ecken, vier Seiten, so auch dieser Tisch, wobei wir allerdings auf der Karte nur zwei Ecken und zwei Seiten wirklich sehen können .... Auf dem Tisch liegen die vier magischen Werkzeuge, der Stab, der Kelch, das Schwert (Dolch) die Scheibe/Münze. Der Tisch symbolsiert die Materie, das Gewordene, Manifestierte und AUF dem Tisch liegen die Werkzeuge, die der Magier an sich nehmen kann um sie in die Hand zu nehmen oder in den Schlangen
gürtel zu bergen um sie mit sich zu tragen, falls er sie verwenden möchte

Der Stab: Ein Stab verlängert den Arm, er vergrößert den Aktionsradius des Armes, mit dem Stab können wir die Kraft die im Arm steckt und wirksam wird auf die Umgebung übertragen. Ein Stab kann schlagen, zerstören, auch töten. Der Stab trägt aber auch Knospen. Aus Knospen werden neue Blätter, neue Zweige, neue Stäbe, neues Leben. So symbolisiert der Stab die Kraft an sich, sei es zerstörerisch oder befruchtend, Leben hervorbringend. Mit einem Stab kann man auch Dinge vom Boden aufheben, unter dem Bett hervorholen, von oben runter holen,auf einen Stab kann man sich stützen, mit einem Stab drohen und abwehren. Allein die Hand des Magiers und sein Wille entscheidet, wie der Stab gebraucht wird. daher ist die Frage: Wer bin ich? Was will ich? wo stehe ich? auch so sehr wichtig und sollte immer wieder gestellt werden, hinterfragt werden, ob man die Werkzeuge noch immer so gebraucht wie es sein sollte oder ob man unbemerkt halb unbewusst vom Wege abgekommen ist.
Der Stab auch als Phallussymbol, als Symbol der männlich zeugenden Kraft. Der Stab steht für das Feuer. Vier Ecken des Tisches, vier Elemente, vier Werkzeuge. Dazu passt der satt gelbe und doch klare gelbe Farbton des Hintergrundes des Bildes. Gelb für das Feuer. Dazu passt die kerzengerade Haltung des Magiers. Der Phallus auch symbolisiert in der Körperhaltung, das Feuer, die gerichtete zeugende Kraft von Chockmah, die direkt von Kether kommt und von Binah, dem Kelch aufgefangen werden muss, damit sie nicht im Chaos endet.

Der Kelch: Ein Kelch hat die Aufgabe etwas aufzubewahren, zu bergen, geborgen zu halten. Stellt euch vor oder tut es tatsächlich, einen Stab in der Hand zu halten. wie haltet ihr den Stab? wie fühlt es sich an? und dann nehmt einen Kelch zur Hand. wie haltet ihr den Kelch? Wie fühlt sich das an? Wir sehen hinein in den Kelch, was verbirgt sich in ihm? Ist die Oberfläche der "Flüssigkeit" glatt und klar entsteht ein Spiegel, wir können eintauchen in das Wasser des Kelches, seine Kühle spüren, seine belebende Kraft spüren. Wasser ist lebensspended. Denkt an eine Wüste. wie viel Samenkörner verbergen sich im Sand, die vom Feuer der Sonne verbrannt, nicht keimen können, regnet es, wird die Wüste lebendig, es grünt und blüht. Der Kelch auch als Symbol des weiblichen Beckens, des Schoßes, in dem neues Leben in der dunklen geborgenen Weichheit des weiblichen Körpers heranwächst. Vergleicht dazu auch den Kessel der Kelten, den Kessel der Fülle...
Die zeugende Kraft des männlichen Feuers aufgefangen im kühlenden formgebenden Kelch der weiblichen Geborgenheit. Hier findet ihr die Urmütter, in Binah, in den Aspekten von Binah, im Kelch mit all seinen schönen, nährenden, mildtätigen, mütterlichen, weiblichen aber auch verschlingenden, umschlingenden, und wenn Erstarrung eintritt auch tödlichen Aspekten.

Die Verbindung von Feuer und Wasser, von männlich und weiblich, von chockmah und Binah ist das göttliche Paar, das Schöpfung erst möglich macht. Stab und Kelch....

Fortsetzung folgt, muss mich sammeln


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 Betreff des Beitrags: Re: Tarot
BeitragVerfasst: 2. Sep 2010, 16:47 
Das Schwert:
Auch ein Schwert wird zur Hand genommen, ein Schwert kann schneiden, verletzen, zerstören, töten, zerteilen, schneiden und das eine vom anderen trennen. Aber es ist auch das Messer des Chirurgen, der durch sein Schneiden, den Tumor aus dem Körper schneidet, die Wunde säubert, damit das, was zu viel ist oder was krank macht, den Körper verlässt und dieser so gesund werden kann.
Ein Stab ist ursprünglicher, Natur näher, ein Schwert hat einen Formungsprozess hinter sich. Ein Schmied hat es im Feuer geschmiedet mit einem Hammer zurechtgehämmert und im Wasser gehärtet und abgekühlt....

Ein Schwert schneidet weg, was zu viel ist, ein Schwert sorgt für Gerechtigkeit, so finden wir das Schwert auch später noch in den Karten Die Gerechtigkeit und Das Rad des Schicksals.

Es steht für die Luft, für den Geist, den Verstand, die Gedanken. Durch Gedankenkraft wird das Feuer des Stabes vom Kelch aufgefangen und mit Form versehen in die Materie gegossen, in die Münze.
Luft können wir nicht sehen, dennoch gibt es sie, die Kraft der Luft verspüren wir besonders wenn es Sturm gibt. Die Auswirkungen der Kraft der Luft sind sichtbar und spürbar, die Luft selbst ist nicht sichtbar.

Die Münze: Auf dem Tisch liegt auch eine Münze oder Scheibe. Sie symbolisiert die Erde, die Materie. die Münze trägt als Symbol das Pentagramm mit der Spitze nach oben, das Zeichen des materialisierten Menschen, so wie es sein soll, der Geist beherrscht die Materie. Dies ist ja auch meines Erachtens die Grundaussage dieser Karte, der Geist soll die Materie beherrschen, dazu soll der Magier seine Werkzeuge verwenden.
So steht er auch mit einer Hand nach oben weisend, der rechten Hand, die den Stab trägt und mit der anderen Hand nach unten weisend, was ein Hinweis auf den hermetischen Grundsatz: wie oben so unten, ist.

Den Boden der Karte bilden Blumen und Blätter. Sie wuchern, wirken dschungelartig, es gibt Rosen und Lilien, die Rosen sind rot, die Lilien weiss, wie das Gewand des Magiers.
Die Rose ein Symbol der Schönheit, sie ist rund, wie ein Rad, die Lilie ein Symbol des Mondes, betrachtet mal weisse Lilien im Mondenschein und schaut und riecht den Duft einer Rose in der Mittagshitze eines Sommertages. Das ungeordnete Wuchern des Gartens des Unterbewusstseins soll durch die Kraft des Magiers, der die vier Werkzeuge weise gebraucht (weisses Stirnband) in die geordneten schön geschwungenen Girlanden am oberen Rand des Bildes transformiert werden.

Die Karte trägt die Nummer I , wer bis hier her durchgehalten hat, kann sich dazu auch NostraMizis Beitrag zur Zahl Eins in einem anderem Thread durchlesen, besser als er, werde ich das wohl nicht formulieren können

Und nun betrachtet noch den ersten Buchstaben des Tetragrammatons. Das Jod.
Er wirkt wie eine kleine Flamme und legt diesen ersten Buchstaben des unausprechlichen Gottesnamens über die Figur des Magiers in diesem Bild.....

Das innere Feuer der Magie, nur der Dauerbrand der Seele, führt zu wirklichen Erfolgen...


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