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 Betreff des Beitrags: First-Nation Erfahrungen
BeitragVerfasst: 6. Jan 2012, 12:42 
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So, da ich darum gebeten wurde, werde ich hier einmal darlegen wie meine Erfahrungen mit einem kleinen Teil der "indianischen" Menschen in Kanada so sind.

Zuerst muss man bedenken wenn man z.B. von den Salish spricht, spricht von sehr vielen Untergruppen verschiedener Völker sie nur die gemeinsame kulturelle Wurzel verbindet. Deswegen sind anthropologische Bücher da oft recht ungenau, weil sie oft von Gewohnheiten der Mehrheit sprechen und nur bemerkenswerte Minderheiten erwähnen. Zudem sind es eben meine Erfahrungen, die speziell mit den Salish recht kurz waren aber ich mit einer anderen Sippe(nicht Stamm) eng befreundet bin. Jeder kann da ganz eigene Erfahrungen machen weil sich die Kulturen auf einer Distanz von nur 500 km drastisch ändern können. Das hat auch einen bestimmten Grund aber davon später mehr.

Nun vieles von dem was wir über Indianer zu wissen glauben ist stark von den Abenteuerromanen des 19. und 20. Jahrhunderts geprägt. Das ist schleichend in die Köpfe gekrochen und hängengeblieben. Auch bei mir und ich hab oft umdenken müssen. Wer sich jemals auf Stammesgebieten rumtreiben möchte und in Kontakt mit Indianern treten möchte wird oft erleben, das der Gesprächspartner Mühe hat ein Lächeln zu unterdrücken. Ich habe mal einen Navajo bei amerikanischen Air-Force gehört der ungefähr folgendes sagte: "Könnt ihr euch vorstellen ich würde ein 500-Seiten über die Weissen schreiben ? Da wärt ihr beleidigt!" Recht hat er.

Ich beginne also mit dem spärlichen Wissen über die Salish. Der den ich kennen gelernt habe stammte von einem der Binnenland-Salish-Stämmen ab und war zu einen Council zu Besuch. Ja mittlerweile schmieden sie bessere Büdnisse als damals und zumindest die kanadische Regierung taumelt wie schwer angeschlagener Boxer. Wird den Amerikanern auch noch so gehen.
Dieser Mann, war so etwas wie ein spiritueller Vertreter einer Gruppe die sich dort mit Vertretern anderer Gruppen traf. Da er das Zimmer neben mir bewohnte hat man mich schon vorgewarnt, dass diese Leute recht "speziell" sind und so war es auch. Ich erinnere mich, dass seine Leute sich einen Namen damit machen wieder Wildpferde heimisch werden zu lassen und das erfolgreicher als jeder anderer Versuch auf dem nordamerikanischen Kontinent.
So ungefähr verlief der erste Tag mit ihm. Ich wache auf und rieche Maisbrot(jemand weiss dass ich dieses Maisbrot liebe :mrgreen: ), und habs natürlich eilig in die Klamotten zu kommen (noch jemand liebt dieses Maisbrot, aber kriegt es nur selten weil er auf seine Ernährung achten soll :mrgreen: ) bevor der Grossteil verputzt ist. Raus aus der Zimmertür und beinahe in diesen Kleiderschrank in vollem Stammesornat reingelaufen. Ein wahrer Hüne aber ein Gesichtsausdruck wie ein träumendes Kind. Da werd ich links und rechts an den Schultern gefasst und er sagt etwas was ich natürlich nicht verstehe. In mir keimt leise Angst auf: "Wer ist das und was will der ? Der kann mich auf einen Meter zweimal durchbrechen!" Da wiederholt sich auf englisch. Er freut sich mich kennenzulernen, denn er hätte schon von mir gehört, wäre erfeut mit mir zu essen und wünscht mir den Segen eines glücklichen Tages. Witzigerweise war es auf englisch dreimal solang wie in seiner Sprache. Der weisse Mann quatscht zuviel ! (Hab ich tatsächlich mal gehört). Das Essen war sehr lustig denn ich war erst spät in der nacht eingetroffen und so gabs dann erstmal das übliche Hallo, was es neues gibt, Nachbarn schauen zum Fenster rein wünschen einem Gutes und laden schon mal zum Essen, angeln, quatschen usw ein. Zuhause würden einem die Leute sagen "Mensch die mögen dich hier aber." Er hat mir beim Verlassen des Hauses gesagt " Es tut gut zu sehen wie sehr du die Menschen hier liebst." (wieder mit diesem Schulterdrücken). Der hat mich in diesen Tagen so oft mit Stoff zum nachdenken zurückgelassen.....man kann alles aus mehreren Perspektiven sehen, aber er hatte immer eine auf die ich nie gekommen wäre. Am seinem letzten Abend sassen wir auf der Veranda vor dem Haus. Der Nachbarshund kommt auf mich zugejagt, springt mir auf den Schoss lässt sich durchknubbeln und legt sich dann mit einem Seufzer zu seinem Füssen. Singvögel kommen und gehen und jeder wird als alter Freund begrüsst. Jedesmal hatte ich den Eindruck sie hören aufmerksam zu. Ich ernte einen Blick "Na hast du Futter? Nicht ? Uninteressant!". Ich hab mich im Spass beschwert dass scheinbar ganz andere Masstäbe bei uns angelegt werden und er meinte dass es tatsächlich so sei. "Der Eine für das Eine, der Andere für das Andere." Solang wie er da war, war er mir oft zu präsent. Man hatte nicht seine Ruhe weil man das in seinem Volk nicht kennt aber als er fort war hab ich ihn ehrlich gesagt vermisst. So als ob er eine Lücke ausgefüllt hat, von der man gar nicht wusste dass es sie gibt. Der Mann für den die Wälder voller alter Freunde ist und meine Schultern gequetscht hat, der alles als freundliche Bitte oder Frage formuliert hat und immer wissen wollte was in den Köpfen vor sich geht und eigentlich für alles Verständnis hatte und reden konnte dass die Zeit nur so verflogen ist. Hat bleibenden Eindruck hinterlassen, gut zu wissen, dass es Menschen wie ihn gibt. Wenn ich meine jährlich Touren dort durch die Wälder mache glaub ich manchmal der kommt gleich um die nächste Ecke, mit seinem Vögeln, Bibern und so. Schwer zu beschreiben ...so als ob er ein Aspekt des Landes für sich wäre.

Grad dieser Bevölkerungszweig hat einen unheimlichen Bezug zur Tierwelt was aber wohl an der Religion liegt. SchamanistischeTradition ist da ganz tief verwurzelt. In ihrem Glauben sind die Geister oft sehr real und treten in ihren angestammten Formen auf, heisst also Geist X erscheint immer als Bär, Geist Y als Wolf, Geist Z als Krähe. Erkennbar ob es sich nun wirklich um den Geist oder nur ein Tier handelt, erkennt man am Verhalten des Tieres. Manche werden zu bestimmten Orten geführt, andere Male ist es nur eine Begegnung der eine bestimmte Bedeutung zugemessen wird. Das ist ungeheuer komplex, weil man bei diesen Deutungen alles mögliche mit einbeziehen muss, Wetter, Tages-und Jahreszeit, was hat der Mensch grad getan, was hatte er vor zu tun usw. und alle verlassen sich auf die Weisheit, der Alten dabei. Der Schamane legt es aus und die Alten diskutieren darüber und befinden über eine schlussendliche Auslegung. Da die Geister nicht allwissend sind muss eben der Menschen gesammelte Weisheit herausfinden worum es geht. Und das fand ich sehr faszinierend: Die Geister machen auch oft Mist. Ja wirklich; wenn eine Beratung zu einem Entschluss kommt der hinterher zu einem Ergebnis führt dass sehr unwillkommen ist, ist der Geist schuld. Grad der Krähe und dem Otter ist oft nicht zu trauen weil sie zu vorlaut und sprunghaft sind. Sie sprechen ohne zu denken sagt man.

Bei meinen Freunden ist es anders, sie kennen keinen Schamanen und ihr spiritueller Führer ist der Geistersprecher. Tiergeister gibt es auch aber die sind recht untergeordnet. Sie kennen eine Hierarchie unkörperlicher Geister. Einen Geist des Waldes, der über die Geister der Bäume gebietet, Geister der fliessenden Wässer aber ein See kennt nur einen Geist der in bewohnt. Das Wetter macht ausschliesslich die Sonne, der Mond ist nur für die Frauen bestimmt. Ihre Religion ist stark von heiligen Orten beeinflusst. Ganz anders also, aber ohne den innewohnenden Problemen die wir in unserer Geschichte kennen. So wie ich es verstanden habe haben die Stämme der First-Nations nie Ärger wegen ihrer Glaubensanssichten gehabt, im Grunde kann man einem Indianer das Konzept von Religion nicht wirklich darlegen. Da man nichts falsches oder richtiges glauben kann. Alles ist statthaft, da allen Völkern andere Aufgaben zugeteilt wurden. Verachtung und Diskrimierung gab es nur wegen der Lebenswese der Stämme, ein Volk Nomaden dass von der Jagd lebte, verachtete sesshafte Fischer als Schwächlinge während diese die Nomaden als vagabundierende Habenichtse und Störenfriede betrachteten.
Wenn also jemand hier Kurse gibt um Europäer zu indianischen Schamanen auszubilden oder in ihre Traditionen einzuweihen erntet dort vor Ort ein mitleidiges Kopfschütteln oder auch Unmut je nach Auftreten. Ihr glaubt nicht wie oft dort eine "Reisegruppe" auftaucht die das aus erster Hand lernen wollen und sehr penetrant sein können. Ich bin gefragt worden " Sag mir warum soviele dieser Menschen so gern den leichten Weg gehen wollen. Sie verleugnen, ihre Aufgabe und wollen Wege gehen die nicht ihnen gehören weil sie glauben zu wissen was diese Wege bedeuten." Ich musste mir das auch erst näher erklären lassen. Es geht darum, dass der gute Geist nicht in erster Linie zwischen einzelnen Menschen unterscheidet. Er gab den Völkern ihren Platz auf der Welt damit sie sich nach ihrer Bestimmung entwickeln. Dann erst kommt die Aufgabe des einzelnen, die aber aus einem kleinen Spektrum gewählt werden kann, hängt von den Charaktereigenschaften ab.Manche Teile der Salish sehen sich als Hüter und Bewahrer und an ihrem Platz sollen sie dafür sorgen das alles und jeder nach seiner Form leben und gedeihen kann. Da sich die Schöpfungsmythen unterscheiden sieht man das an anderer Stelle ganz anders. Ein gutes beispiel ist der Traumfänger: In Eurpoa kann man in den passenden Läden oft schöne Traumfänger kaufen. Für die Kulturkreise die ihn erfunden haben wären die grösstenteils wertlos und es herrscht nicht einmal Einigkeit über ihre Funktion, da eine Volk glaubt die Träume steigen vom Schlafenden auf und andere glauben die Träume kommen von oben zu ihm, was die Funktionsweise stark beeinflusst. In den meisten Fällen muss er ohnehin selbst hergestellt werden oder von menschen die einem in Liebe verbunden sind (Ehepartner, Verwandte, Freunde etc.)

Hier mach ich erstmal einen Punkt. Ich werd dann bei Gelegenheit mich noch einmal zu mir bekannten Ritualen, Tänzen und sozialem Verhalten äussern. Nur noch einmal an dieser Stelle und das ist mir sehr wichtig: Es gibt DEN Indianer und DEREN Glauben nicht. Glaubt nicht denen die sagen es wäre so. Davon gibts zuviele und es ist oft eine Beleidigung der Völker in diesem Teil der Welt.

_________________
Wenn Du Dir selbst vertraust und an Deine Träume glaubst und Deinem Stern folgst, dann wirst Du trotzdem von Leuten übertroffen, die ihre Zeit damit verbringen, hart zu arbeiten und zu lernen und nicht so faul waren.


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 Betreff des Beitrags: Re: First-Nation Erfahrungen
BeitragVerfasst: 6. Jan 2012, 14:02 
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Danke Braen für diesen ersten ausführlichen Bericht. :)

Was einige philosophische Aussagen angeht, da sind sie mit uns Europäern mehr dakor als viele wahrhaben wollen.
Auch in den Weisheitsbüchern der Welt, in der Kabbalistik und im Koran steht, das jeder Kulturkreis seine Heilige Schrift erhielt, die speziell auf seine Kultur zugeschnitten ist und es nicht notwendig ist, in andere Glaubenssysteme zu wechseln. Ein "Wetteifern" der Systeme war nie angedacht. Statt dessen sollten alle lernen, miteinander in Harmonie zu leben und alle Aufgaben gemeinsam zu lösen, Toleranz erlernen und Verschiedenartigkeit als Reichtum begreifen lernen.

Außerdem sollten die Religionen die suchenden Seelen zu den Initiationspfaden begleiten, auf das sie den Weg selbst gehen und die Verbindung zum Göttlichen wieder selbst herstellen.
Und so ihre eigene Wahrheit finden und mit dem Schöpfer und seinen Schöpfungen, Geschöpfen, Wesen und Wesenheiten im Einklang leben (innerer Frieden).

Auch und gerade Mystiker sind gehalten, ihren ganz eigenen Weg zu finden.
Weshalb es "die Mystik" eigentlich genauso wenig gibt, wie "die Philosophie".
Denn Philosophie meint das Ergebnis des eigenen Nachdenkens und der daraus gewonnenen Erkenntnisse.
Alles andere ist das Nachsagen der Erkenntnisse anderer.
So ist es auch in der Mystik und die Mystik ist nicht gebunden an spezielle Lehren oder Religionen.
Jeder wählt aus der Masse von allem, was je gedacht wurde und den eigenen Erkenntnissen und Erlebnissen die Bausteine aus, die für ihn passen und errichtet damit seinen ganz eigenen Tempel.

Natürlich fängt keiner ganz bei Null an - dafür wäre ein Menschenleben zu kurz und es macht keinen Sinn das, was stimmig ist und mit dem Erlebtem übereinstimmt, vollkommen neu zu denken und zu formulieren.
Statt dessen führt man vieles fort, baut drauf auf oder kombiniert die Erkenntnisse aus einzelnen Lehren neu. Was ich für legitim halte - denn am Ende zählt nur eins: Der Fortschritt, das Ergebnis, die gemeisterten Etappen.
Wer heilt, hat recht - wer aufsteigt muss vieles richtig gemacht haben.

Doch das ist alles abhängig von den Aufgaben, die wir uns vorgenommen hatten, bevor wir in die physische Welt eintraten.
Deshalb sagt Khalil Gibran in seinem Buch "Der Prophet":
Sagt nicht: "Ich habe die Wahrheit gefunden", sagt: Ich habe eine Wahrheit gefunden."
Sagt nicht: "Ich habe den Pfad der Seele entdeckt", sagt besser: "Mir ist die Seele auf meinem Pfad begegnet." Denn die Seele geht auf allen Pfaden.
Die Seele geht weder einen geraden Weg noch wächst sie wie ein Schilfrohr. Die Seele entfaltet sich wie eine Lotusblüte mit ihren zahllosen Blättern.

Und er hat recht und die Indianerstämme und deren Vertreter, die Du kennst, haben recht.
Es gibt nicht den Weg - es gibt so viele Wege wie Seelen.
Und es gibt nicht die Wahrheit, sondern das, was wir für uns als Wahrheit erkennen.
Was uns an Erkennntnis geschenkt wird.
Und die Belohnung all unserer Bemühungen um das Verstehen, ist nicht das Wissen, sondern die auf Grund dessen geschenkte Erkenntnis (Erleuchtungen) des GEISTES und die Weisheit, die aus unserem Wissen erwächst, wenn wir dieses unser Wissen weiterverarbeiten (Transformation).
Alles andere ist Anmaßung und Eitelkeit und Größenwahn und es dauert sehr lange und ist oft schmerzlich, bis wir in der Lage sind, solches Denken zu überwinden.

Und wenn ein spiritueller Lehrer lehrt, so spricht er über seine Erfahrungen und berichtet von seinem Weg, um seine Schüler zu inspirieren.
Oder wie Khalil Gibran es ausdrückt:
"Der Lehrer, welcher inmitten seiner Schüler im Schatten des Tempels wandelt, gibt nicht von seiner Weisheit, sondern er gibt von seinem Vertrauen und seiner Liebe.
Wenn er wahrhaft weise ist, heißt er euch nicht, das Haus seiner eigenen Weisheit zu betreten, sondern er führt euch an die Schwelle eures eigenen Geistes. ... Denn die Vision des einen, leiht ihre Flügel dem anderen nicht.
Und genau so, wie jeder von euch vor Gottes Wissen allein dasteht, so ist jeder von euch allein mit seinem Wissen von Gott und seinem Verständnis der Erde."

Wir können scharf und bitter miteinander diskutieren und die Dinge zerreden oder einander zuhören und Erfahrungen austauschen.
Wir können uns gegeneinander abgrenzen oder aber offen sein und neugierig - aufeinander und die verschiedenen Erfahrungen.
Wir können mit Worten Kriege führen und Siege erringen, die sich als Niederlagen erweisen oder, am Ende eines Tages oder einer langen Reise miteinander am Feuer sitzen, ein Friedenspfeifchen rauchen und auf den geistigen Wegen anderer ein Stück mit wandern und uns gegenseitig so beschenken.
Wir haben immer die Wahl.
Doch was immer wir tun - die großen Gesetze geben den Rahmen vor, die Bühne unseres Lebens und die Zeit verrinnt und unsere Zeit im Hier und jetzt verrinnt und doch ist zeitlos, wer im Kreise (Sinnbild) sich befindet. Denn für den, der im Kreis ist, kann alles Anfang sein und doch ist nichts das Ende.
Und wenn alle Karten gelebt und begriffen sind, beginnt ein neuer Weg auf einer neuen Ebene.
Weg von Ewigkeit zu Ewigkeit - von Schöpfung zu Schöpfung. Von Ebene zu Ebene.

_________________
"Verbo geniti verbum habent" - "Wer vom Wort gezeugt ist, der hat das Wort." [Bernhard von Chairvaux]
Auf den Pfaden des GEISTES


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 Betreff des Beitrags: Re: First-Nation Erfahrungen
BeitragVerfasst: 6. Jan 2012, 14:15 
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Beiträge: 9088
Geschlecht: männlich
Vielen Dank für die Schilderung =)

Zitat:
Davon gibts zuviele und es ist oft eine Beleidigung der Völker in diesem Teil der Welt.

Beispiel - Sag nem Bayern er sei Deutscher (etwa im Bild eines Preussen) oder einem Franken er sei Bayer. Oder einem Deutschen er sei Europäer (und damit wie ein Franzose) das kennen wir selbst gut. Wer patriotisch ist fühlt sich von so einer Aussage zutiefst verletzt oder beleidigt weil damit seine individuelle Identität mit Füssen getreten wird. Kann man auch sagen - Christen sind halt alle Christen und damit gleich - das heisst dann ebend er Ami wäre wie der Franzose und der Grieche wie der Kölner etc.

Zu Ritualfängern - in der hermetischen Tradition ist jeder Riualgegenstand nach Möglichkeit selbst herzustellen, das erleichtert die "Weihung" des Gegenstandes abgesehen davon, dass ein Gegenstand zwar an und für sich eine symbolische Bedeutung hat aber wirksam wird er für den Zweck sein mit dem man ihn lädt, also für den man ihn bestimmt. So kann man Ein Schwert etwa als Zeichen des Sieges verwenden oder auch als Zeichen der Macht - symbolisch nachollziehbar, man kann es aber auch Laden als ein Gegenstand der Liebe und des Friedens - ist jetzt schwer weil man aufgrund der Kultur der Waffe eher andere bedeutungen zumisst aber wer das Schwert effektiv so lädt für den wird es auch so wirken.

Jedenfalls ein toller Bericht...da kriegt man direkt Lust sich das mal vor Ort anzusehen aber nicht in einer Reisegruppe ^^

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Namaste

Magie reicht nur so weit wie die Grenzen unseres Bewusstseins.

"Wo kämen wir hin, wenn jeder fragte "Wo kämen wir hin?" und niemand ginge, um zu sehen wohin man käme, wenn man ginge"

Die Homepage zum Forum:
http://www.wegeinslicht.net/


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 Betreff des Beitrags: Re: First-Nation Erfahrungen
BeitragVerfasst: 6. Jan 2012, 15:57 
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Registriert: 09.2011
Beiträge: 170
Geschlecht: weiblich
danke Braen,
Braen, der mit den Geistern spricht und es nicht weiss :mond

im übrigen ist Oma schon gespannt auf die Fortsetzung :mumie

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Wir wussten nicht, dass es unmöglich ist, also haben wir es geschafft. Jean Cocteau


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