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 Betreff des Beitrags: Germanische Mythologie
BeitragVerfasst: 22. Aug 2012, 11:30 
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Hier will ich mal Teilbereiche meiner Arbeit reinstellen zwecks eventueller Verbesserung und Besserungsvorschläge. Vorweg - die Texte werden aus einer Kurzübersicht zum Überblick verschaffen und sehr ins Detail gehenden Texten bestehen.

Bei der Betrachtung der nordisch / germanischen Mythologie ergeben sich zahlreiche Probleme derer man sich bewusst sein muss, will man versuchen diese Religion zu verstehen.
Zum einen, stammt das allermeiste Material, das wir über diese Mythologie besitzen, von Menschen die damit wenig zu tun hatten – den Schreibern der Römer, dem arabischen Ibn Fadlan und Snorri Sturluson (die Edda), ein christlicher Mönch. Alle hatten zwar Kontakt zu den Völkern aber nur sehr wenig wirklichen Einblick in ihre religiöse Welt. So haben wir das erste Problem, dass uns so gut wie keine Schriften aus erster Hand zur Verfügung stehen und die Anderen in ihren Aussagen fragwürdig bleiben, da sie aus Gründen von Propaganda, Idealisierung oder schlichtweg subjektiver Beurteilung verfälscht sein dürften. Zudem sind sie eher oberflächlich und behandeln nur einzelne Aspekte der Religion wobei Fadlan und die Römer mehr Riten und Lebensweise sowie Kultur schilderten und Snorri die Edda verfasste.
Zwischen den römischen Berichten und Ibn Fadlan liegen 1000 - 700 Jahre (von den ersten römischen Berichten Cäsars im de Bello Gallico bis zu den letzten) und zwischen ibn Fadlan und Snorri erneut rund 300 Jahre.
Daher halte ich mich bevorzugt an die ältere Version da die Germanen / Wikinger einfach noch näher an ihrer Religion waren und noch nicht so viel verfälscht war.

Ein weiteres Problem ergibt sich durch die Sprachen. Die nordische Religion wurde in mehreren Teilen der Welt gelebt und gelehrt und zu verschiedenen Epochen. Das bedingt sprachliche Differenzen die sehr ernst zu nehmen sind. Manche sind sehr deutlich wie das germanische Wotan das im nordischen zu Odin wird oder Donar / Thor sondern viel subtilere Unterschiede die je nach Dialekt verbal nicht auffallen aber ganz andere Aussagen treffen.
So haben wir den Riesen Logi und den Asen Loki. 2 verschiedene Wesen (Loki = Feuer, Flamme, Logi = Luft) also einen Asen Loki, Odins Blutsbruder, dazu noch Wotans Bruder Lodur (auch Ve) und den Sturmriesen Logi. Diese simple Verwechslung hat zu drastischen Fehlern geführt und für viel Verwirrung gesorgt, da Loki nun einerseits als Wotans Bruder gilt aber auch als Riese der die Götter stürzen will – ein ziemlicher Fehler. Generell ist mit Loki aber nicht Wotans Bruder (uch ve) gemeint sondern der Halbriese der zwar zu den Asen gezählt wird aber auch deren Feind ist.
Die sprachlichen Differenzen machen alles noch etwas komplexer.

Dann kommt dazu, dass die germanische Religion seit der Römerzeit vielen Veränderungen unterworfen war.
Diese bedingen sich durch kulturelle Einflüsse anderer Religionen (allen voran das Christentum im Mittelalter welches sich letztlich auch in den nordischen Gebieten durchsetzte) aber auch schlicht Verstümmelung durch das eigene Volk.
Das Problem ist, dass die Völkerwanderung einen Grossteil germanischer Kultur schlichtweg vernichtete. Die Hunnen vertrieben die Germanen welche sich in alle Richtungen versprengten. Einige gingen nach Italien wo sie Rom eroberten und die vorige Lebensweise nach und nach ganz vergaßen, einige gingen nach Spanien wo sie früh genug Ärger mit den südlichen Nachbarn bekommen sollten – diese Gruppen wurden recht früh vom germanischen Glauben "bekehrt" und die Germanen welche in den hohen Norden flohen und Skandinavier wurden. Von den Germanen die nach Norden flohen stammen auch die "klassischen" Wikinger ab welche in England einfallen und zur grössten Macht des frühen Mittelalters werden sollten.
Für uns ergibt sich das Problem, dass bei dieser Wanderung nahezu alle Kultstätten aufgegeben und zurückgelassen wurden. Das Volk verlor seine Wurzeln und Anbindung an die Religion die sehr auf der Natur beruht. Ebenfalls gingen Aufzeichnungen und vieles mehr verloren, was zur Verwirrung der Religion beitrug.
Weiters war es auf viele Generationen nicht möglich – und sollte nie mehr so werden – dass Goden (die germanischen Priester) ausgebildet wurden. Es gab also seit der Völkerwanderung keine echten Theologen bzw. Priester bzw.. Gelehrte mehr sondern der Glaube wurde in Geschichten weitergegeben. Und was davon nach mehreren Jahrhunderten stille Post noch übrig ist kann man sich denken.
Zudem wurden die Riten und Kulthandlungen nicht mehr von Priestern – die es einfach nicht mehr gab – ausgeführt sondern von Laien. Meist der Stammesführer / Häuptling oder vom Ältesten oder einer weisen Frau.
Die Wikinger hatten also selbst nur noch wenig Ahnung von ihrer ursprünglichen Religion.
Dadurch veränderte sich sehr viel in der Götterwelt – sie wurde, wie die ganze Religion, vereinfacht und simpler. So wurde Wotan zu Odin welcher nach und nach Eigenschaften anderer Götter übernahm, so dass er sie nach und nach völlig ersetzte.
Einst war Tyr der Gott des Krieges, welcher Mut und Schlachtenglück schenkte, später fiel diese Aufgabe Odin zu. War einst Uller der Gott der Jagd, so wurde später Uller zu einem Beinamen für den jagenden Odin, so wurden Uller und Odin eine Person und Odin zum Gott der Jagd, den auch Jäger anriefen.
Das selbe Schicksal ereilte Fimbultyr. War er einst "Allvater" der Weltengeist der war bevor irgendetwas anderes war, der Schöpfer von den ersten Welten, den ersten Riesen – von denen Odin selbst abstammt – und der Gott der Götter, denn aus ihm ging alles hervor und er war schon bevor irgendetwas war, so wurde Fimbultyr einfach ein Beiname Odins und man hielt Odin für Fimbultyr was aber zahlreiche Probleme aufweist da Odin schlecht seine eigenen Eltern, Grosseltern und Urgrosseltern geschaffen haben kann bevor er selber entstand. Auch gilt Fymbultyr als Schöpfer der Lichtalfen, was Odin ebenfalls nicht war. Zudem hat Fimbultyr keine Brüder, Odin schon und so weiter. Am bedeutensten mögen aber die Runenwürfel sein, die ursprünglich, wie die Runen selbst, von Fimbultyr stammen und den Göttern gegeben wurden, damit sie darüber wachen. Später wird aber die Entdeckung der Runen ebenfalls Odin zugeschrieben. Ein sprachliches Problem mag da mitgewirkt haben – Fimbultyr hatte zurecht den Beinamen "Weltengeist" da er die ersten Welten formte und alles was ist letztlich durch ihn entstand aber das Wort Wotan / Odin selbst nichts anderes als "Geist" bedeutet. So war es nicht schwer durch Unachtsamkeit aus einem Geist einen Weltengeist zu machen obwohl 2 verschiedene Wesen gemeint waren.
Aber auch der göttliche Richter Forseti wurde ersetzt – einst war Forseti der Wächter über alle Schwüre und Gerichte, später wurde hier auch immer Odin angerufen.
Ja selbst der künsterlische Gott Bragi, der Gott der Barden, der Dichtkunst und Lieder wurde abgeschafft und kurzerhand wurde Odin auch zum Gott der Dichter erklärt.
In einer Quelle wurde Odin sogar als Schicksalsgott genannt der über die Menschen entscheidet. Das war, vor dem "Sündenfall" der Götter als sie noch auf dem Idafelde würfelten, richtig, aber nach dem Krieg gegen die Wanen gab Odin selbst diese Aufgabe an die Nornen ab. Allerdings gab es scheinbar Wikinger, die Odin selbst die Aufgaben der Nornen (wieder) zusprachen.
Odin wurde also nach und nach zu einem monotheistischen Gott für alles. Durch das Laienwerk ging hier sehr viel verloren. Ursprünglich war Odin der Gott der Goden (Priester) der Weise, der Magier, der Wissende. Ein Gott von Verstand und Wissen, später wurde ihm aber alles zugesprochen von Segen für Fischfang, Ackerbau und Viehzucht über Schutz, Richtspruch, Dichtkunst, Magie, Kriegsgeschick, Gerechtigkeit, Fahrtwind, Gold, Tapferkeit bis zu Weisheit.

Weiters haben die Gebrüder Grimm das Ganze nochmal schön in Märchen aufbereitet und Hitler hat das ganze nochmal ordentlich durchgewirbelt, so dass heute sehr viele Irrtümer und schlichtweg Lügen über diese Kultur kursieren.
Aus alledem etwas brauchbares herauszufiltern ist schwierig, da wie gesagt Originale fehlen. Ich selbst halte mich daher bei Widersprüchen die auftreten generell an die ältere Quelle da ich diese für zuverlässiger halte. Also Römer vor Ibn Fadlan, Ibn Fadlan vor Snorri, Snorri vor Grimm. Den Schnauzbart lasse ich ganz weg, da er generell ziemlich okkult verwirrt war und seine Weltansicht auf sehr sehr viel Aberglaube basiert und bis auf Atlantis zurückgeht. Und dass die Germanen auf Raumschiffen von Atlantis flohen und die Blonden ihre Nachkommen sind...naja...

Letztlich bleibt zu sagen, dass es in der Auffassung der Religion durchaus auch regionale Unterschiede gab und einzelne Stämme verschiedene Götter als "wichtigste" Gottheit ansahen und verehrten. Ebenso gab es regionale Unterschiede in den Riten und Gebräuchen und letztlich auch mehrere Varianten der Schöpfungsgeschichte und da in Ermangelung guter Quellen einiges fehlt, kann im Grunde jeder glauben was er möchte.

Daher viel Spass beim Lesen. Es ist meine Interpretation verschiedener religiöser, historischer und okkulter Quellen (vor allem Runenmagisch) sowie eigener Praxis die ich hier verpacke und für das realitätsnaheste Ergebnis halte. Aufgrund der genannten Probleme gibt es nunmal keine einheitliche Auslegung und wer Widersprüche sucht wird tausende finden, zwischen allen Herausgebern entsprechender Bücher.

Kurzübersicht Weltgeschichte:

Die Germanen / Wikinger kannten als göttliche Wesen im Grunde nur 3 Dinge: Die ewige Leere Ginnungagap, den Weltengeist aus dem alles ward Fimbultyr und die Riesen. Es wird zwar zwischen Riesen und Göttern unterschieden, technisch gesehen sind die Götter jedoch selbst auch Riesen.
Fimbultyr schuf Nifelheim – das Reich von Eis und Nebel – und Muspelheim – das Feuerrreich.
Des weiteren schuf Fimbultyr den Urriesen Surtur. Das Spiel der Funken Muspelheims mit dem Eis Nifelheims führte dazu, dass Ginnungagap langsam aber sicher gefüllt wurde und aus der "Gärung" im Wasser enstanden die Urkuh Audhumla die nie versiegende Milchströme in die Leere füllte und die weiteren Wesen nähren sollte, sowie Ymir (der Brüllende), der Stammvater aller weiteren Wesen und Welten.
Aus Ymir direkt gingen die Frostriesen hervor, die aus seinem Körper wuchsen.
Audhumla indessen leckte aus Eis und Salz einen weiteren Riesen wie Ymir: Buri. Aus Buri erwuchsen Bör und Bestla, die "schönen Riesen" die anders als die anderen Riesen, edel gesinnt waren, an Licht und Leben Freude fanden und Sinn für das Schöne hatten.
Aus diesem Riesenpaar erwuchsen 3 Söhne: Odin, Hönir und Ve / Loki.
Zu dritt erschlugen sie Ymir und schufen aus seinen Gebeinen Midgard und die übrigen Welten. Des weiteren schufen sie gemeinsam die Menschen. Odin gab den Geist und das Leben, Hönir den Verstand und die Weisheit, Ve gab die Seele und Gefühle.
Sie fingen Surtus Feuerfunken und hängten sie als Sterne an die Himmelsdecke. Die Riesin Nott (Nacht) nahm sich einen Gemahl – Dellinger und hatte mit ihm zusammen den Riesensohn Dag (Tag) und abwechselnd ziehen Dag und Nott über den Himmel, sie mit dem schwarzen Hengst Hrimfaxi (Reifmähne von dem der Tau fällt) er mit dem weissen Hengst Skinfaxi (Glanzmähne) Ihr Gewand ist schwarz und färbt den Himmel, so wie ihr Sohn blaue Gewänder trägt.
Die Kinder des Riesen Mundilföri – Mani und Sol – brachten die Götter zum Himmel und gaben ihnen die 2 grössten Himmelskörper damit sie den Himmel zieren – Mond und Sonne, dies war die Strafe die Odin ersonn und Mundilföri seine Arroganz seine Kinder mit den Asen zu vergleichen, zu vergelten. Damit die Sonne nicht die Erde verbrannte, gaben sie vor sie den Schild Swalin, auf dass nur sanftes Licht und Wärme die Erde erreiche.
Die Riesen jedoch sahen das Licht nicht gern und so schickten sie zwei fürchterliche Riesenwölfe: Sköll (Wut) und Hati (Hati = Hass), die Kinder Fenrirs, welche die Welten verfinstern sollten indem sie Sol und Mani verschlangen. So rasen sie ihnen nun hinterher und zwingen die Beiden rasch über den Himmel zu ziehen.

Wie erwähnt, waren die Götter im Grunde zwar selbst Riesen aber nicht von Ymir abstämmig. Die Riesen von Bör nannte man Asen (Säulen) und Wanen (Schöne) die Riesen Ymirs unterschied man in Berg, Wald, Sturm, Frost und Meeresriesen. (Thurse = Riese. Hrimthurse = Frostriese, wobei das eine Anspielung auf die Art von Ymirs Nachkommen ist, wörtlich ist ein Thurse ein Säufer. Ein anderes Wort für Riese ist Jötun was soviel wie Fettwanst bedeutet. Anders als die Asen (Säulen) und Wanen (Schönen))
Im Grunde stammen alle Riesen ausser Surtur und Buri von Ymir ab. Surturs Feuerriesen sind anders als Ymirs Nachkommen und diese anders als Buris nachkommen (Asen und Wanen)
Wichtige Riesen mit göttergleichem Status wären:

Surtur, der noch von Fimbultyr geschaffen über das Feuer gebietet und am Ende der Welt alles schuldbeladene, verdorbene vernichten wird damit das Reine, Schöne nachwachsen kann. Ansonsten hat er mit den Welten wenig zu tun, nur seine Flammen und seine Kinder – die Feuerriesen – spielen für die Welten eine wichtige Rolle. Er gilt auch als "Gott" der Schmiedekunst und soll den Schwarzalfen (Zwergen) nahe stehen. Er ward von Fimbultyr damit vertraut über die Welt zu wachen, doch nur Surtur und Fimbultyr Wissen, ob Surtur befohlen ward, einst die Welt wieder zu vernichten, welche die Asen schaffen würden.

Mimir: Die weiseste Kreatur der Welten. Er bewacht den Urbrunnen der Weisheit und ist nach Fimbultyr das einzige allwissende Wesen. Er kennt sämtliche Geheimnisse aller Welten und Zeiten. Ihn suchte Odin auf um Weisheit zu erlangen und gab sein Auge um aus der Quelle trinken zu dürfen. Mimir gilt als Gott der Zeit.

Ägir: Der "Gott" des Meeres. Er behrrscht das Wasser. Ist er zornig so gibt es gewaltige Fluten die teile Midgards (Inseln, Küsten) überschwemmen. Schläft er oder ist er guter Dinge, ist das Meer friedlich und still.
Ägir ist, anders als die meisten Riesen, kein Feind der Götter. Hin und wieder kommen die Götter in seine in wundervolles grünlichblaues Licht getauchten Hallen aus Korallen und feiern mit ihm.
Seine Frau ist Rahanna, (die Raffende) welche Schiffe versenkt, damit die Besatzungen als Bauern und Viehhirten ihre Algenfelder bestellen und ihre Fischschwärme hüten.
Rahanna hat mit Ägir 9 Töchter die "Wellenjungfrauen" welche eben für die Wellen zuständig sind und gleich ihren Eltern sehr wechsellaunig sind, mal sanft Schiffe umspielen, mal auf den Wellen reitend helfen Schiffe zu versenken.

Die Nornen: Urd (das Wort) die Wächterin der Vergangenheit, Werdandi (das Werdende) welche das jetzt gestaltet und Skuld (Schuld) welche die Zukunft webt und gnadenlos vollstreckt.
Sie wurden von Odin, als die Götter im Krieg gegeneinander ihre Unschuld verloren hatten, als Wächter aller Dinge eingesetzt. Sie wachen über das Schicksal von Menschen und Göttern und aller die Schuld auf sich laden. Urd ist die Mächtigste von ihnen, Werdandi die fröhliche, die Genuss und freuden schenkt, Skuld die erbarmungslose welche die Schicksalsfäden durchtrennt (und damit tötet)

Hel & Helheim: Hel ist die Herrin Helheims, der Unterwelt, der Totenwelt. Sie gebietet über alle Toten, die nicht nach Asgard kamen und behandelt sie je nach ihren Verdiensten. Helheim kennt wunderschöne Paradiese (ähnlich den griechischen elysischen Feldern) wunderbare Hallen in denen reichlich essen und trinken ist (ähnlich Walhall) und viele andere schöne Orte voller Freude und Pracht für alle Menschen, die ehrenhaft gelebt haben , die Wahrheit sprachen und edel waren aber es nicht nach Asgard schafften.
Für die Ehrlosen, die Mörder, Diebe, Ehebrecher und andere Menschen die schlechtes Taten, hält sie Kammern bereit in welchen sie, je nach schwere ihrer Vergehen, bis Ragnarök leiden müssen. Da gibt es Räume voller Insekten die den Verfluchten quälen, Hallen aus Sicheln die ihn zerstückeln, Räume aus Feuer in denen er brennen muss etc.
In ihrem Reich befindet sich Hwergelmir, der Urbrunnen, die Quelle ALLER Flüsse in den Reichen, aus ihm (brausender Kessel) fliessen unendliche Wassermassen.
Sie wacht über die Toten und vermag auch neues leben zu schenken indem sie diese aus ihrem Reich entlässt, sie ist die Göttin über Leben und Tod und wird auch so dargestellt: Der Oberkörper einer schönen, erotischen Frau, der verwesende grünlich verfärbte Unterleib einer Toten.
Ihre Riesenkinder bewachen den Weg nach Helheim und erschrecken und quälen alle bösen Menschen. Die Guten jedoch lassen sie unbehelligt passieren.
Helheim liegt unterhalb von Schwarzalfenheim, welches unter Midgard liegt. Am Übergang zwischen Schwarzalfenheim und Helheim fliesst der schwarze Fluss Slidur – der "Seelenfluss" über den die Giöllbrücke führt, welche aus reinem Gold besteht.
Modgudr, Hels Tochter (Seelenkampf) bewacht die Brücke und lässt nur die Toten passieren.
Den Guten erscheint sie als freundliche Maid, den Bösen als grausame Rächerin.
Der gewaltige Riesenwolf Garm (ein Bruder von Fenrir) steht auf der anderen Seite der Brücke und sorgt dafür, dass niemand mehr aus Hels Reich herauskommt. Er zerreisst die Seelen aller die fliehen wollen und lässt nur passieren, wer Hels Zeichen trägt. Kommt ein solcher, verweilt er ruhig in seiner Höhle Gnippahellir.
Fialarr der schwarzrote Hahn Helheims wird einst die Riesen und alle bösen Toten wecken um sie zum letzten Kampf zu rufen.

Weitere wichtige Riesen wären:

Nidhöggr: Der Drache der an der Wurzel des Weltenbaumes nagt und ihn vergiftet. Er ist ein Bruder der Midgardschlange.
Jörmungandr: Die Midgardschlange welche sich um die Welten windet und im Meer lebt. Wenn sie sich bewegt stoben gewaltige Wellen empor und sie ist mit ihrem Winden für die Meeresströmungen verantwortlich.
Fenrir: Ebenfalls ein Bruder der Midgardschlange, war er noch grösser und stärker als diese, so dass die Götter ihn sehr fürchteten. Mit Gewalt war ihm nicht beizukommen aber mit List. Sie stachelten seinen stolz und ehrgeiz an, seine Kraft zu beweisen indem er Fesseln der Götter zersprengte.
Sie legten ihm Läding an, die nichteinmal Thor zu zerreissen vermochte, doch er brach sie. Sie legten ihm Droma an, welche alle Asen gemeinsam nicht entzwei brachten und Fenrir liess sie bersten. Da baten sie die Schwarzalfen (Zwerge) um Hilfe und sie woben aus Frauenbart, Vogelspeichel, Schall von Katzenpfoten und Stimmen der Fische sowie Bärensehnen die seidenartige Fessel Gleipnir. Diese wollte er sich nicht anlegen lassen denn er ahnte List. So gab ihm Tyr sein Wort und legte seinen Arm in Fenrirs Maul um zu beweisen, dass keine Magie im Spiel sei. Fenrir konnte Gleipnir nicht brechen und Tyr verlor seinen Arm. Seither ist Fenrir angekettet in Hels Reich.
Nott & Dag, Dellinger, Ymir, Bör, Bestla& Buri – siehe Weltenschöpfung.
Grendel: Ein Meeresriese, erschlagen von Beowulf
Gheirröd: Ein Feuerriese, erschlagen von Thor


Kurzübersicht Götterburgen:

Odin: Gladsheim. Gladsheim - "glänzendes Heim" besteht aus reinem Silber und reinem Gold. Sein berühmtester Raum ist "Valhalla" (Kriegshalle) wo die Ziege Heidrun unerschöpflich Met gibt und die Valküren die Einherjar bedienen, der "Kriegerhimmel"
Ebenfalls vorhanden ist ein Saal mit 12 Stühlen der als Richtsaal der Götter fungiert.
Hliskjalf ist Odins "Thronraum" von wo aus er mit seinen Raben und Wölfen die Welt überblickt.
Frigg: Fensal ist die Wohnung von Odins Gemahlin. Dazu gehört Wingolf, die Halle in welcher die Göttinnen sich regelmässig treffen. Es ist der "Himmel" für die Hausfrauen.
Saga: Sökkwabek (Sturzbach) die von Kristallen funkelnde Felsgrotte in der das klarste und reinste Wasser fliesst, welches, so sagt man, aus Mimirs Quelle stammt un dem Trinker Weisheit verleiht. Dort trinkt sie mit Odin jeden Morgen aus goldenen Bechern. Es ist auch der "Himmel" für Seher, Älteste und generell Menschen die sich durch Weisheit hervortun.
Thor: Bilskirnir (blitzlicht) in Thrudwang ist die grösste Burg Asgards. Mit 540 Stockwerken überragt sie alles. Bilskirnir ist auch der "Himmel" für Bauern, Knechte und Mägde. Dort leben sie in Ewigkeit unter dem Schutz und der Gastfreundschaft des Donnergottes.
Wali: Walaskjalf
Balder: Breidablick
Forseti: Glitnir
Widar: Landwidi
Uller: Ydalir
Freya: Folkwang
Heimdall: Himinibiörg

Glasir der goldene Wald vor Odins Burg dahinter das idafeld
Bifröst – die Regenbogenbrücke die Asgard mit Midgard verbindet. Über sie kommen die Götter und Valküren zu den Menschen und die würdigen Menschen hinauf nach Asgard

Artefakte:

Alle Artefakte der Götter stammen von den Zwergen (Schwarzalfen) welche wahre Meister der Schmiedekunst sind. Die Götter haben sie durch Wetten, Kauf, Schenkung oder auch Diebstahl von den Zwergen erhalten. Die meisten davon brachte Loki zu den Göttern.

Gungnir – "Erderschütterer" ist der Speer Odins, eine Wunderwaffe welche niemals ihr Ziel verfehlt und nach dem Wurf wieder in die Hand des Werfers zurückkehrt. Er bringt verderben über ganze Armeen, wenn er über sie geworfen wird.
Mjölnir – "Zermalmer" geschaffen vom Zwerg Sindr, ein mächtiger Hammer der mühelos Fels und Metall zertrümmert als wäre es ein Tonkrug oder Glas. Wie ein Donnerkeil fährt er blitzgeschwind auf den Gegner zu, verfehlt niemals sein Ziel und kehrt nach dem Wurf zu seinem Besitzer zurück.
Skidbladnir – Ein Schiff, dass so klein gefaltet werden kann wie eine Münze, ausgefaltet aber gross genug ist um alle Götter, Valküren, Einherjer, Pferde und Kriegsgerät etc. Aufzunehmen. Es ist schnell wie der Wind und hat immer besten Fahrtwind.
Draupnir – "Tröpfler" ist ein goldener Armreif geschmiedet vom zwerg Sindr, getragen von Odin selbst, von welchem in jeder neunten Nacht, nein Goldringe hervorbringt die von ihm herabtropfen.
Gullinbursti - "Goldborsten" ist ein Eber, geschaffen vom Zwerg Sindr, der wie Gold strahlt, im vollkommener Dunkelheit die Umgebung erhellt und schneller reiten kann als alle Rösser. Zudem ist er unverwundbar.
Brisingamen: Ein Meisterwerk der Zwerge Dvalin, Berlingr, Grerr und Alfrigg. Eine Halskette aus Sternen welche Freya "erkauft" hat indem sie mit jedem der 4 Zwerge eine Nacht verbrachte. Die Halskette ist nicht nur wunderschön sondern auch magisch. Sie ist die Quelle von Freyas magischen Kräften.
Naglfar: Das "Totenschiff" welches aus den Knochen und Nägeln der Toten besteht und an Ragnarök die Toten aus ihrem Reich fahren wird um Krieg gegen die Lebenden zu führen wird von Geistern gebaut. Es gilt als der Ursprung aller Mythen über Geisterschiffe. Es hiess, es würde während es fährt weitergebaut und seine geisterhaften Matrosen würden die Leichen sammeln um daraus zu bauen. Naglfar schien besonders gern unvorsichtige Verbrecher zu holen, die Schuld auf sich geladen hatten und unachtsam waren.
Gjallarhorn – "Dröhnendes Horn" ist Heimdalls Horn welches der Wächter Asgards an Ragnarök blasen wird um die Götter zu warnen und zum Kampf zu rufen. Woher es stammt ist unklar.

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"Wo kämen wir hin, wenn jeder fragte "Wo kämen wir hin?" und niemand ginge, um zu sehen wohin man käme, wenn man ginge"

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Mythologie
BeitragVerfasst: 16. Okt 2012, 22:16 
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Zitat:
Snorri Sturluson (die Edda), ein christlicher Mönch.

Ist das irgendwo schriftlich abgesichert?? Bisher hab ich nie irgendwo gelesen, dass er Mönch war.

Zitat:
Daher halte ich mich bevorzugt an die ältere Version da die Germanen / Wikinger einfach noch näher an ihrer Religion waren und noch nicht so viel verfälscht war.

Welche Version ist das?

Zitat:
Ein weiteres Problem ergibt sich durch die Sprachen. Die nordische Religion wurde in mehreren Teilen der Welt gelebt und gelehrt und zu verschiedenen Epochen. Das bedingt sprachliche Differenzen die sehr ernst zu nehmen sind. Manche sind sehr deutlich wie das germanische Wotan das im nordischen zu Odin wird oder Donar / Thor sondern viel subtilere Unterschiede die je nach Dialekt verbal nicht auffallen aber ganz andere Aussagen treffen.

Eigentlich ist das doch garkein Problem denn es gab ja noch garkein "germanisches Volk". Jede Sippe hat ihren Glauben so gelebt wie sie es für richtig erachtete. Und so wird es doch eute wieder gelebt, so wie jeder es für richtig erachtet.
Die Namen des Göttervaters werden heute nach den Aspekten die er verkörpern soll, gerufen.
Ich glaube, dass du hier ein Problem siehst (Sprachunterschiede), das überhaupt nicht besteht.

Zitat:
So haben wir den Riesen Logi und den Asen Loki.

Es gibt noch eine weitere Variante und auch hier gehe ich einfach davon aus dass hier bestimmte Aspekte dieses Gottes angesprochen werden denn
die Unterschiede in der Erzählung liegen jetzt in unserer Hand. Wir bestimmen, welche davon für uns wahrhaftiger ist.

Zitat:
Dadurch veränderte sich sehr viel in der Götterwelt – sie wurde, wie die ganze Religion, vereinfacht und simpler. So wurde Wotan zu Odin welcher nach und nach Eigenschaften anderer Götter übernahm, so dass er sie nach und nach völlig ersetzte.

:mrgreen: Ich glaube, das nennt man Evolution.

Zitat:
War einst Uller der Gott der Jagd, so wurde später Uller zu einem Beinamen für den jagenden Odin, so wurden Uller und Odin eine Person und Odin zum Gott der Jagd, den auch Jäger anriefen.

Ich habe Ullr in meinem "Phanteon" noch, nur dass seine Aufgaben etwas differenzierter sind weil sich unsere Welt zu sehr verändert hat. Wir jagen nicht mehr im Wald sondern im Berufsleben, bei Ebay, bei Flohmärkten, bei der Jagt nach wichtigen,guten, schönen Dingen........
Als ich vor kurzem ein neues Bettgestell für mein Schlafzimmer suchte das möglichst günstig ist, war er mein Faforit. ;)

Zitat:
Am bedeutensten mögen aber die Runenwürfel sein, die ursprünglich, wie die Runen selbst, von Fimbultyr stammen und den Göttern gegeben wurden, damit sie darüber wachen.

Das hab ich noch nirgendwo gelesen??
Zitat:
einst war Forseti der Wächter über alle Schwüre und Gerichte, später wurde hier auch immer Odin angerufen.

Auch das ist mir neu.
Zitat:
Odin wurde also nach und nach zu einem monotheistischen Gott für alles.

Das halte ich für Quatsch.
Sorry, das Ganze halte ich für eine Kopfgeburt und hier "empfinde" ich eher, dass du das aus einer unterschwellig christlichen Sichtweise geschrieben hast.
Ich will dich nicht angreifen aber soo wird daraus eher ein römisch-christliches Pampflet und kein objektives Klähren eines heidnischen Glaubens.
Und- vielleicht erleichtert es, wenn du zu deinen "Behauptungen" irgendwelche schriftlichen Nachweise erbringen könntest.
Damit man deine Version nachlesen kann und eventuell eine weitere Sichtweise einfließt.

_________________
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Allvater waltet, Alfen verstehn,
Wanen wissen, Nornen weisen,
Iwieder nährt, Menschen dulden,
Thursen erwarten, Walküren trachten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Mythologie
BeitragVerfasst: 16. Okt 2012, 22:52 
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Zitat:
Ist das irgendwo schriftlich abgesichert?

Sogar mehrfach ja - allerdings ist das so nicht ganz richtig. Er lebte eine zeit in einem Kloster wo er das Schreiben, Theologie und Geschichte lernte. Allerdings war er Christ und lebte zu einer Zeit als die Wikinger bereits ausnahmslos Christen waren. Als er geboren wurde war von den Wikingern fast nichts mehr übrig, alles christliche Königreiche geworden.

Zitat:
Welche Version ist das?

Die Älteste von Cäsar, dann Tacitus und andere Berichte / Funde aus der Zeit. Dann Ibn Fadlan und zuletzt Sturluson

Die "germanischen Völker" hatten noch eine gemeinsame Sprache - Protogermanisch. Erst im Lauf der Zeit entwickelten sich daraus verschiedene Sprachen - etwa Altnordisch, Altenglisch, Althochdeutsch, Gotisch etc.
Und ich bezeichne es als ein VOLK da alle germanischen Stämme die gleiche Sprache, Schrift, Architektur, Lebensweise und Religion hatten. Sie waren nie eine geeinte Nation und in auch miteinander evrfeindete Stämme aufgeteilt aber ich finde man kann sie als Volk bezeichnen. War doch etwas anderes als etwa die Indianerstämme Nordamerikas wo jeder Stamm ganz anders war als die Anderen.
Bei den Germanen sind nur Kleinigkeiten verschieden - etwa Kleidung oder Frisur (Suebenknoten) und man konnte im Lauf des Lebens recht frei die Stammesgzugehörigkeit wechseln. Jeder Germane konnte jedem Stamm angehören dem er angehören wollte - erforderlich war nur dass er ihnen half. Berühmt war das bei der Völkerwanderung der Goten. Ca. 6000 Goten brachen auf, ca. 20.000 Goten - von denen die Meisten Germanen anderer Stämme waren die sich den Goten anschlossen und ddamit Goten wurden (aber manchmal nichtmal Gotisch sprachen) siedelten schliesslich. Und der Witz dabei ist, dass unter den 20.000 Goten sogar ehemalige Römer waren die sich kurzerhand den Goten anschlossen und so zu Goten wurden obwohl sie weder deren Sprache noch Religion teilten

Die Sprachliche Differenzierung führt gerade bei Göttern durchaus zu Verwirrung wie das Beispiel Logi / Loki Lodin - ist gleich der nächste Punkt - Dann kann man gleich sagen alle Götter sind verschiedene Aspekte von Odin oder Fymbultyr und eine monotheistische Religion daraus machen. Wenn in der Mythologie unterschieden wird hat das sicher einen Grund. Zwischen Alfons und Stefan Haider ist auch ein Riesenunterschied. Ähnliche Namen müssen nicht auf die selbe Person hinweisen zumal Wotan / Odin die selbe Person ist und dieser Namen recht evrschieden sind

Zitat:
Ich glaube, das nennt man Evolution.

Richtig die geht aber in 2 Richtungen. Es gibt auch eine Rückentwicklung, ein schlechter werden. Wenn eine Religion vereinfacht wird, simpler wird und alles komplexe, magische daraus verbannt wird ist das für mich eine sehr deutliche Rückentwicklung. Die Germanen hatten nochd a alte Futhark mit 24 Runen und jede einzelne hatte eine eigene wichtige magische Bedeutung. Die Wikiner hatten nur noch 16 Runen und die Magie war daraus fast verschwunden, sie wurde - wie bein den Christen die Schrift - für Briefe, Rechnungen und andere alltägliche Dinge benutzt - für Germanen ein Sakrileg das die Runen entweiht, sie zum Schreiben zu nutzen wenn es nicht magisch ist. Wikinger dagegen haben auch Drohbriefe von Ehegattin an Ehegatten in Runen geschrieben wo sie ihn aufforderte endlich Geld zu schicken sonst liesse sie sich scheiden etc.

Zitat:
Ich habe Ullr in meinem "Phanteon"

Das finde ich sehr interessant. Wobei man dann argumentieren müsste, dass es für Wikinger ganz legitim gewesen wäre Uller zum Kriegsgott zu machen - da jagt man nach Beute und Ruhm und Land. Uller war der "veidi konung" - der König / Gott der Jagd wobei veidi auch fischen heisst. Es ging also um das Erlegen von Nahrung. Für Ernte - was ja auch mit Reichtum und Nahrung im Zusammenhang steht war jemand anderes zuständig. Auch für Reichtum generell war ein anderer Gott zuständig - ebenso bei Handel (was Ebay ja ist)
Uller ist also wirklich für Jäger und Fischer gedacht nicht für Händler, Krieger oder Ackerbauern (obwohl viele skandinavische Bauern zugleich Fischer waren und Germanen generell Bauern und Krieger in einem waren)

Zitat:
Das hab ich noch nirgendwo gelesen?

Echt nicht? Dabei hat gerade Sturluson Fymbultyr hervorgehoben da er versuchte den christlichen Glauben und den paganen der Wikinger anzunähern.
Es gibt Forscher die meinen Fymbultyr sei nur ein Beiname Odins, da aber Fymbultyr derjenige war, welcher vor Ginnungagap gewesen sein soll ist das unmöglich, stammt Odin doch von 2 Riesen ab die von Audhumla aus dem Eis Nifelheims geleckt wurden. Fymbultyr soll weiters die einzige Konstante im universum sein der selbst Ragnarök überdauert. Und beide Dinge treffen nicht auf Odin zu. Zumal Fymbultyr als allmächtig beschrieben wird, was auf Odin nicht zutrifft. Hier mag eine spätere Vereinfachung durch die Wikinger dazu geführt haben, dass Fymbultyr trotz aller widersprüche odin gleichgestellt wurde. Vermutlich auch weil Fymbultyr manche paralellen zum christlichen Gott aufweist was den Wikingern sicher nicht recht war.

Zitat:
Auch das ist mir neu.

Forseti (anord. „Vorsitzender am Thing“, „Vorsitzender“; isl. u. fär. „Präsident“; fries. Fosite) ist in der nordischen Mythologie der Gott für Recht und Gesetz („Gerechter Richter“), der Vorsitzende der Thing-Versammlung.
- mal frei aus Wiki weils schneller kopiert als geschrieben ist
Später wurde bei Schwüren Tyr angerufen und noch später nur noch Odin.

Glitnir ist die zehnte;
auf goldnen Säulen ruht.
Des Saales Silberdach
Da thront Forseti den langen Tag
Und schlichtet allen Streit.
- aus Grimnisal, Forseti ist der Streitschlichter, nicht Odin, der aber oft - auch beim Holmgang - angerufen wurde was aber eigentlich Forseti zustünde da es beim Holmgang ja um eine Streitschlichtung geht.

Zitat:
Damit man deine Version nachlesen kann und eventuell eine weitere Sichtweise einfließt.

Edda, Grimnisal, Heimskringla. Im de Bello Gallico hat Cäsar auch kurz auf die Germanen bezopgen Stellung genommen und Tacitus hat das für damalige Zeit sehr genau festgehalten.

Odin verdrängte nach und nach alle anderen Götter - und DAS ist Faktum. Sicher gab es noch andere Götter neben Odin aber Odin wurde von EINEM der Götter zum OBERSTEN der Götter und schon das ist falsch. Er war auch nicht der Göttervater da viele Götter nicht von ihm abstammen. Odin war einst nur der Gott der Weisheit und Magie - zum Kriegsgott und Siegbringer wurde er erst später. Und am Ende war er dann für alles zuständig - von Fischfang (eher Uller - das altgermanische veidi bedeutet sowohl jagen als auch fischen) zu Fruchtbarkeit und Ernte (eher Ostara) zu Reichtum (eher Freya oder Freyr) zu Kriegsglück (eher Tyr oder Thor) zu Gerechtigkeit (Forseti) zu Wetter (eher Thor) und so weiter.

Allerdings kann man paralell dazu eine Entwicklung in den Stämmen beobachten. Erst als die Germanen regelmässig an die Römer gerieten und die Zeiten kriegerisch wurden, bekam Odin das Attribut des kriegsgottes zugesprochen. Erst als bei der Schlacht im Teutoburger Wald das Wetter den Germanen zum Sieg verhalf, wurde er zum Wettergott. Erst als die Wikinger Fischfang BRAUCHTEN wurde er zum Fischergott und erst als die bedeutung von Gold wichtig wurde war er für Reichtum zuständig. Und erst als die ersten grossen Anführer der WIKINGER versuchten grosse Imperien zu schaffen wurde er zum obersten Gott in dem Sinne - davor war er nach alter germanischer Manier zwar der Führer der Götter da er der weiseste war (wie im Stamm) aber alle Götter waren ihm gleichgestellt - wie in den Stämmen ein verbund gleichgestellter Menschen herrsschte - erst als in den Stämmen einzelne Personen sich für wichtiger hielten als den Rest wurde es auch Odin.

Eine ähnliche Entwicklung kann man bei den Juden erkennen wo die Stammesgötter einem kriegslüsternen strafenden allmächtigen Gott wichen als die Judenstämme sich zu einer Nation evreinten und zu einem liebenden Gott der Armen wurde als das jüdische Reich erobert und unterdrückt wurde. Der Gott / die Götter passen sich dem Volk an und das war auch bei den Wikingern so die sich vom germansichen Glauben entfremdeten bis sie, als "besiegte" in England das Christentum annahmen

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Mythologie
BeitragVerfasst: 16. Okt 2012, 23:29 
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Emla hat geschrieben:
Zitat:
Snorri Sturluson (die Edda), ein christlicher Mönch.

Ist das irgendwo schriftlich abgesichert?? Bisher hab ich nie irgendwo gelesen, dass er Mönch war.



Wo das schriftlich abgesichert ist weiß ich nicht, aber ich habe unabhängig von David auf National Geographic einen Bericht über Island gesehen, bei dem das erwähnt wurde, das es ein katholischer Mönch war.

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Gruß
von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Mythologie
BeitragVerfasst: 17. Okt 2012, 00:48 
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Zitat:
Es gibt auch eine Rückentwicklung, ein schlechter werden.

Ich kenne ja nun einige Runenforen, einige Menschen die grundsätzlich so leben wie die Altvorderen und auch Runenmagier.
Ich sehe darin keinen negativen Rückschritt sondern einen evolutionären Verlauf eines alten Glaubens.
Darin etwas schlechtes zu sehen ist doch recht subjektiv.

Zitat:
Die Germanen hatten noch das alte Futhark mit 24 Runen und jede einzelne hatte eine eigene wichtige magische Bedeutung.

Na dann bin ich ja froh, dass ich zu 95% nur Leute kenne, die sich dem alten Futhark verschrieben haben. ;)
Dass wir heute die Runen auch zu ganz profanen Dingen nutzen ist wohl eher damit zu entschuldigen, dass wir anders fast keine Möglichkeit haben, die Runen zu lernen, sie zu verinnerlichen und irgendwann dann auch damit Magie zu betreiben. Damals lief das bestimmt anders ab aber DAS ist nun mal die Zeit.
Ich habe als 6jähriges Kind zu Anfang auch damit "gespielt" bevor Granma mich langsam an die Bedeutung führte. Ich empfand damal, sie freuten sich eher, dass ich mich für sie interessierte.
Es ist spät und ich mach hier nur für heute erstmal feierabend.
Bis morgen. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Mythologie
BeitragVerfasst: 17. Okt 2012, 09:17 
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Zitat:
Ich sehe darin keinen negativen Rückschritt sondern einen evolutionären Verlauf eines alten Glaubens.

Eben die kann aber in 2 Richtungen gehen. Die Wikinger haben fast alles was die alten Germanen schon hatten weiterentwickelt - Langschiffe wurden noch länger, Langhäuser noch grösser und teilweise unterkellert, Waffen stabiler, Kettenrüstungen ebenfalls stabiler, Landwirtschaft wurde effektiver, Gesetze wurden Gesellschaftstauglicher etwa durchd as Verbot von Blutrache und die Entwicklung vom germanischen Duell auf Leben und Tod (Einvigi) zum wesentlich schadensbegrenzenderen Holmgang, die Things wurden durch Thingvellir weit effektiver und so weiter.
Es wurde aber gerade im Bereich der Religion und Magie sehr viel aufgegeben und vereinfacht - und das ist eine Rückentwicklung. Die muss nicht per se schlecht sein - die Medizin entwickelt sich zur zeit ja auch zurück zu einfacheren Naturheilmethoden - wobei da zeitgleich eine Entwicklung nach vorne zu noch mehr Technologie stattfindet - aber es beraubt gerade in der Magie des magischen.

Eine wichtige Eigenschaft der Runen war ja, dass eben nicht jeder Depp die Runenschrift kannte sondern schonmal nur wenige Eingeweihte. Bei den Wikingern konnte dann jeder Depp Runenschrift lesen und schreiben und mancher Depp hat uns auch wirklich "tolle" Srpüche hinterlassen wie das "Ulfbert war hier" in der grossen Basilika Konstantinopels oder "entweder du schickst binnen eines Monats Geld rüber oder ich geh mich als Hure verdingen" auf einem Rindenstück und so weiter.
Magie beruht auf Mystik - jeder erfahrene Magier wird dir Bestätigen, dass Rituale und magische Geräte umso besser funktionieren je heiliger man sie behandelt und je mehr Mystik, Bedeutung und Gewicht man in sie legt - könnte jetzt ganz logisch erklären warum und interessante parelellen ur Psychologie führt aber zu weit - und Runenmagie beruht auf der Heiligkeit der Runen.
Natürlich KANN man mit Runen einfach nur schreiben, aber es gab gute Gründe, dass die alten Germanen genau das nicht getan haben oder sgaen wir höchst selten.
Einer war, dass Symbole die zur Alltagsschrift verkommen ihre Bedeutung und Magie verlieren, deshalb haben Germanen nur sehr selten Runeninschriften gemacht und diese hatten immer kultische Bedeutung. Andere Dinge wurden nur von Mund zu Ohr weitergegeben, nie schriftlich.
Ausnahmen gibts bei den Germanen der Römerzeit da wurde aber - und das ist extrem wichtig - NICHT in Runenschrift geschrieben sondern in lateinischer. Die Germanen liessen römische Schriftkundige gegen Entgelt etwa Gesetzestexte aufschreiben in der lateinischen Schrift und Sprache - so wurden wichtige Dinge schriftlich festgehalten ohne die Runen zu entehren.

Die Wikinger machten aus hochheiligen magsich wirksamen Symbolen eine magisch bedeutungslose Schrift und die Entwicklung finde ichs ehr daneben. Zumal sie im weiteren Verlauf die Magie sehr stark reduzierten und die Götter Stück für Stück "gestrichen" haben. Germanen beteten zu vielen vielen Göttern. Wikinger beschräntken sich meist auf 2 - Odin und Thor. Die haben für fast alle Belange gereicht. Die Frauen baten dann noch Freya um Schönheit und Frigg um sanfte Geburt und das wärs. Später wurde dann fast nur noch Odin angebetet und dann wars auch nur noch ein kleiner Schritt zum Christentum - einen allmächtigen Gott hatten sie dann ajs chon im eigenen Glauben.
Jedenfalls wurden die Nennungen, Anbetungen und Darstellungen der vielen vielen Götter auf 3 Hauptgottheiten reduziert, die Bedeutungen der Götter vermsicht und vereinfacht.
ist aber Völkermässig kein Wunder - die Germanen hatten einen Klerus der bei den Wikingern einfach nicht mehr existierte. Ist auch kein Wunder, da im hohen Norden sind die lebensbedingungen so schlecht, dass man es sich nicht leisten kann Kinder in Religion und magie zu schulen, die MÜSSEN lernen wie man kämpft, Äcker bebaut etc. es war kurzum keine Zeit da eine komplexe Religion zu haben. Gab ja einen Grund dass die nordischen Germanen mehrmals von da in südlichere Gebiete geflohen sind - allein die Goten 4 mal. Und die Angeln und Sachsen sind übers Meer geflüchtet...ob da besseres Wetter war? Zumindest bessere Bedingungen für Ackerbau.
Im Lauf der Zeit wurden auch die Gräber einfacher und schlichter da man für die Bestattungsriten der Germanen oft weder Ressourcen noch Zeit hatte. Dafür wurden hochstehende Wikinger umso orpulenter Bestattet. Auch da war das Christentum praktisch - ist halt viel billiger einen Toten zu verscharren als ihn mit Tieren, Gold, Waffen, Schmuck und einem Schiff zu verfeuern.

Anyway. Im Grunde waren die Wikinger einfach Germanen welche der Entwicklung immer ca. 600 Jahre Hinterherhinkten.
Die Germanen lernten um ca. 50 vor Christus wie man aus Dreck Eisen gewinnt, die Wikinger erst gegen 400 nach Christus.
Die Germanen hatten ca. um Christi Geburt herum die ersten Kettenrüstungen, die Wikinger erst. ca. 600 nach. Die Germanen wurden um ca. 100 nach Chr. plünderne Horden, die Wikinger gegen 800. Die Germanen wurden um ca. 300 zu grossen Eroberern, die Wikinger um ca. 900. Die Germanen wurden ab ca. 500 Christen, die Wikinger ab ca. 1100. Germanen bildeten um ca. 500 grosse Nationen, die Wikinger ab ca. 1100. Der "Luxus" in dem viele Germanen ab ca. 200 lebten, stand den Wikingern allerdings nie zur verfügung.
Generell wurden die Errungenshaften der Antike erst NACH dem Mittelalter wieder bekannt. Von der Hochkultur der Antike mit Unterhaltung, Kanalisation, Bädern, Ärzten etc. bis zu der "modernen" Luxusgesellschaft waren gut 1000 jahre Gestank, Finsternis, Seuche und Hunger. Nach dem Fall Roms ging es erstmal steil bergab mit der Welt.
Ob man was Schlechte sdarin sieht, dass die Kindersterblichkeit enorm anstieg und die generelle Lebenserwartung drastisch absank ist natürlich recht subjektiv. War ja auch eine Entwicklung von Antike zum Mittelalter. Anders gesagt, ein Römer hatte gute Chancen 50+ zu werden, während ein Franzose froh sein konnte wenn er das Erwachsenenalter überhaupt erreichte.

Zitat:
Dass wir heute die Runen auch zu ganz profanen Dingen nutzen ist wohl eher damit zu entschuldigen, dass wir anders fast keine Möglichkeit haben, die Runen zu lernen, sie zu verinnerlichen und irgendwann dann auch damit Magie zu betreiben.

Im Grunde eine Rückkehr zu etwas unwiderbringlichem - aus der mythologischen Sicht betrachtet.
Als die Götter noch unschuldig waren und mit den Runenwürfeln auf dem idafelde würfelten war die Welt noch In Ordnung - das goldene Zeitalter. Als die Götter dann ihre Unschuld einbüssten als sie gegeneinander Krieg führten (Asen gegen Vanen) verloren sie diese Unschuld und die Würfel - und Odin gab sein Amt als Schicksalsgott an die Nornen weiter da er selbst von Schuld befleckt war und da Recht verloren hatte zu richten.
So auch die Germanen - als die Bruderkriege (Stammeskriege) anfingen verschwand das goldene Zeitalter der Germanen und sie luden Schuld auf sich - der spielerische Umgang mit irgendwas wurde zum Sakrileg und Entwürdigung - da wurden auch Kinder nicht ausgenommen wobei in der damaligen zeit ja auch ein 12 Jähriger schon im krieg kämpfte.

Natürlich KANN man Runen mit Spielereien wie etwa Runenkekse backen und Tagebuch schreiben erlernen. Nur geht dabei ihre Mystik und Magie und Wirksamkeit zu grossen teilen verloren - sie werden dadurch nicht gänzlich unwirksam aber büssen sagen wir mal 95% ihres Potentiales ein.
Das gilt für Magie generell - natürlich ist profanes "positiv denken" auch Wirksam. Aber ein wahrer Magier hat sein Denken so geschult und seine Rituale so geheiligt dass er mit einem Wort Energien freisetzt die unglaubliche Wirkungen hervorrufen während unser Alltagsmensch positiv Denker mit seinem Denken nur bewirkt, dass er sich etwas ebsser fühlt.

Grosse wirkungen rbauchen grosse Kraft und die entsteht durch grosse Spannung. Je geringer die Spannung umso weniger Kraft kommt durch - das ist bei Strom ebenso wie bei Magie oder jeder anderen Sache.
Es gibt ja mittlerweile auch "Magier" die ganz ohne Magie auskommen. Da gibts sicher auch Runenmagier die ohne Götter oder tiefen bezug zu den Runen auskommen aber bis heute habe ich weder von Asatru noch von "Magiern" irgendwelche beeindruckenden Wirkungen erfahren.
Wenn wir aber schon bei persönlichen Erfahrungen sind - meine Rituale setzen Kräfte frei bei denen Leuten die später den Raum betreten wenn alles schon vorrüber ist eine deutliche Wirkung zeigen. Die wenigen Rituale die ich mache bewirken grosses. Ich weiss, das Problem ist wiedermal dass die Menschen heite sowas nicht glauben und ich habs ned auf Video nur zeugen, aber als ich mit der Uruz Rune einen todkranken Menschen behandelt habe der seit 2 Wochen bettlägrtig un völlig abgemagert war, ging der nur ein paar Minuten später Holzhacken - der alte Mann der noch kurz davor zu schwach war um selber aufs Klo zu gehen oder zu essen ging ohne Hilfe seine Axt holen und hackte Holz für den Winter und das nach ca. 10 Minuten Runenmagie.

Wie gesagt Runen haben auch ohne ihre "Heiligung" eine Wirkung aber eben eine sehr Schwache. Wem das reicht - naja nur zu. Aber ich empfinde es dann als Sakrileg wenn amn sich dann Gode oder Runenmagier nennt. Das hat was von Plagiat - das ist so als würde ich spielerisch einen Käfer sezieren und mich dann Chirurg nennen und Operationen am offenen herzen machen.

Ich weiss dass manchen Leuten persönlcieh Erfahrungen wichtiger sind als Tradition oder Bücher bzw. Wissenschaft und mir wurde ja gesgat zu kopflastig zu sein - also ich kam mit ca. 14 durch einen Traum zu den Runen der sich mir einbrannte. Ich hatte Runen NIE ZUVOR gesehen. Der traum war aber, wie alle meine Initiationsträume - so real und mächtig dass ich nichts davon vergessen habe.
Ich schilere nicht alles nur soviel es ging um ein singendes Schwert (singend metallisch - das schönste was ich je gehört habe aber mit nichts das ich kenne reproduizierbar) und auf dem Schwert waren ganz seltsame Symbole eingeritzt.
Als ich erwachte schilderte ich meiner Mentorin die Symbole und beschrieb sie ihr - sie erkannte dass es Runen waren und sagte mir was auf dem Schwert geschrieben stand. Eine für mich heilige Botschaft die ich nicht vergessen habe. Es war wenn man so will der erste Kontakt eines Gottes zu mir. Und eines, der später mehr als einmal mein Leben gerettet, mich in die Magie und die Macht des Glaubens sehr eindrucksvoll eingeführt hat, der mich begleitete und für mich sowas it wie ein Schutzengel. Alle Attribute seines Auftretens, seiner Art und Bereiches in den er mich einführte lassend a auch keine Zweifel übrig, mir ist das aber zu heilig als dass ich es teilen möchte da solche Dinge gern in den Dreck getreten werden und beweisen kann ich es nicht. Waren, ausgenommen 2er Heilungen, ja keine Zeugen anwesend es lief keine Kamera etc. und was ich hier iM Forum veröffentlich habe etwa die bewusste Wetterveränderung hat dann doch keiner glauben wollen nichtmal die meisten "Magier" obwohl gerade die Wissen soltlen dass sowas geht.

Anyway - Zu einem der Götter habe ich ein sehr tiefes Band so dass er mir natürlich wichtiger ist und näher steht als die Anderen weshalb auch ich - wie jeder Gläubige - dazu neige mehr aus ihm zu machen was er ist. Somit evrstehe ich sehr gut wenn die Wikinger aus Odin auf einmal einen Gott für alles machen - aber es ist nunmal nicht richtig und entehrt die Tradition, die Götter und die Ahnen.Und egrade im nordischen Glauben ist die Ehre wichtiger als das Leben.
Natürlich kann man sagen das ist eine veraltete Einstellung die nicht in die moderne Welt passt - mag richtig sein - aber dann möge man nicht sagen man lebe nach den alten Werten.
Ich tue es nicht - ich kann es nicht, dafür war ich zu schwach. Ich wäre nach alter Vorstellung kein Nidingr aber auch nur knapp darüber. Ich arbeite mit Runen magisch sehr wirksam, kenne die Götter etc. aber ich würde mich nie Gode oder Runenmagier nennen, das steht mir nicht zu. Ich könnte bei meiner Lebensweise froh sein, wenn man mir meine Fehltritte in der Ehre verzeiht und mir noch ne Chance gibt. Aber es war nach Sittenegsetzen eben mit der modernen Welt nicht vereinbar.
Aber ob die Germanen entschuldigt hätten, dass man wegen Anpassung an die Umstände die Traditionen verrät? Eher nicht. Deswegen hat die Christianisierung trotz allem sehr lange gedauert - die Germanen haben lange Zeit Stammesgenossen die Christen wurden gejagt und hingerichtet. Ja es gab auch eine germanische Christenverfolgung aber nur bei den eigenen Leuten. Wenn andere Völker christlich waren war ihnen das relativ Wurscht. Pech war halt dass ausgerechnet die Römer Christen waren.
Bei germanen wie Wikingern kam die grosse Chrisitianisierung jedenfalls erst, als die Germanen / Wikinger entscheidende Verluste erlitten hatten - die Goten wurden Christenn als die Hunnen sie aus ihren Landen vertrieben und sie bei den Römern um Hilfe betteln mussten, die Wikinger wurden Christen als Hadradr bei Stamford mitsamt seiner Armee vernichtet wurde, die Grönland und Vinland Kolonie verloren gingen, Haitabu vernichtet wurde wie auch die Eroberungen in England und Irland und die Wikinger kurz davor waren wieder in einander bekriegende Kleinstämme zu zerfallen.

Irgendwie wurde das Christentum zur Religion der Verlierer...es enstand bei den Juden als diese gegen die Römer verloren haben, etablierte sich bei den Römern als diese gegen die Germanen verloren haben, etablierte sich bei den Germanen als sie gegen die Hunnen und später Araber verloren haben und bei den Wikingern als diese gegen diverse Europäische Mächte verloren haben...

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Mythologie
BeitragVerfasst: 17. Okt 2012, 16:34 
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Es geht hier zwar um di Götterwelt von der ich wenig Bucherfahrung oder wissen habe, aber was Runen angeht so ist es so, das die Verbindung wichtig ist, sie bei sich haben usw ist wichtig, aber ich behandel die Runen immer wie etwas heiliges. Sie entscheiden ob es an der rechten Zeit ist sie zu nutzen, wann man was erfährt, die Runen raunen mit dem Magier, nicht er zu ihnen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Mythologie
BeitragVerfasst: 17. Okt 2012, 21:20 
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Silvia, das sehe ich genau so.
Meine Runen werden auch nicht für jeden profanen Kram genutzt.
Aber ich habe eine etwas positivere Sichtweise als du Estar.
Ich glaube einfach nicht dass diejenigen, und es sind wenige genug, die sich mit Runen befassen, Deppen sind die nur ihrem Spieltrieb frönen.
Ich kenne fast nur Menschen, die sich ernsthaft mit den Göttern und dem germanischen Phanteon auseinandersetzen und eher im Stillen unterwegs sind.
Natürlich wird es immer mal den ein oder anderen geben, der den Göttern nicht wirklich was abgewinnen kann aber das sind vergleichsweise recht wenige und für mich eher uninteressant.

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Mythologie
BeitragVerfasst: 17. Okt 2012, 21:26 
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Es sind wirklich sehr wenige die sich mit Runen befassen, aber bei den weigen leider auch viele schwarze Schafe wie bei allem. Aber ich glaube dir auch wenn du sagst du kennst Menschen die sich ernsthaft damit befassen.

die meisten machen es wirklich still für sich. Der Austausch darüber ist auch unglaublich schwierig, da die bedeutung der Runen heut so verwaschen ist, das wir alle sucher nach der rechten Bedeutung sind. die Zeit hat leider zuvieles vergessen gemacht und jeder der sich mit Runen befasst muss eine sehr intensive Suche nach Perlen betreiben, bis er jede rune bereist hat und versteht.

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von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Mythologie
BeitragVerfasst: 17. Okt 2012, 21:49 
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Tatsache ist ja dass jeder Mensch, ob heute oder damals, eine ganz individuelle Sichtweise hat und hatte und niemand die Runen und die Götterwelt soo betrachtet, die gleichen Gefühle und Empfindungen hat wie der Vorgänger oder der nächststehende "Gläubige". Und so ist und war es schon vorprogramiert, dass jeder Runer seine Sichtweise hat, seine Art zu glauben verbreitete und dadurch wie bei "Stille Post" sich ständig was veränderte, dazu kam, weggelassen wurde und bis zum heutigen Tag der Veränderung unterworfen ist und auch weiterhin wird.
Ich kann noch so "glaubend" sein, der Nächste hat schon aus seiner Biographie, aus seiner Weltsicht und seinem Umfeld, eine ganz andere Sichtweise auf Runen und Phanteon.
Das ist nicht aufzuhalten.
Aber ich sehe auch, dass die Runen, wenn man mit ihnen arbeitet, den Menschen sensiebler, feinfühliger und intuitiver machen. Damit bin ich doch recht einverstanden. ;)

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