Wege ins Licht

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 00:16 
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Novizin
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Ich möchte für mich keine christliche Lösung. In der Bibel stehen, meiner Meinung nach, viele Dinge, die gerne schöngeredet werden. Sicher hat sie auch ein paar gute Stellen, darum hab ich meine 2 Bibeln auch noch zuhause. Ich schau jedoch nicht mehr rein, weil die in meinen Augen unschönen Passagen doch dominieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 00:31 
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Akolyth
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Puh, dann bin ich ja beruhigt. Du brauchst die Bibel auch gar nicht. Es gibt 1000 Möglichkeiten für all die Menschen, die das Universum und unser aller Leben eben nicht nur als reinen Zufall ansehen. Man muss nicht entweder Christ oder Atheist sein.

Ich hab für mich schon in frühester Kindheit festgestellt, dass da mehr ist, als das Auge sieht. Ich konnte mich nur nie mit irgendwelchen konkreten Bildern anfreunden (Gott als alter Mann mit weisem Bart, Himmel, Hölle, Allah). Für mich klang das alles immer naiv und viel zu beschränkt für die unglaublichen Dinge, die dahinter stehen.

Genau deshalb bin ich zur Hermetik gekommen, sie stellt für mich die reinste, unverfälschste Form der Spiritualität dar. Es gibt tausend Dinge die man mit Religion färben könnte, aber eben nicht muss. Nenn mich da etwas seltsam, aber ich stelle mir die Elemente eben wirklich als Farben vor, Gott ist für mich das All (Ich liebe diesen Begriff einfach, er ist so simpel und sagt doch hundert mal mehr darüber aus als Gott, Jehowah oder Allah) und was andere als Dämonen bezeichen würden, sind für mich negative Kräfte. Ich mag diese Art der Unverfälschtheit einfach.

Egal, jeder muss seinen eigenen Weg gehen und weiss normalerweise instinktiv was er will, manche fühlen sich zum Schamanismus hingezogen, andere zur Mystik...

Bardon schreibt in seiner Theorie, jede Religion hat ihre Vorzüge und es steht dem Adepten frei nach eigenem gut dünken alles, was ihm brauchbar und richtig erscheint, herauszupicken.

MfG

Schlurps


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 00:40 
Wieso taucht überhaupt das Gefühl
eines "schlechten Gewissens" auf ?

Ich denke G'tt interessiert es nicht die Bohne,
welchen körperlichen Neigungen der Mensch nachgeht.

Eher halte ich es für möglich, daß ich
in dem "falschen" Körper (Hülle) inkarniert bin . . .

Mein ursprünglicher Geistkeim ist entweder
männlich oder weiblich.

Deshalb kursieren evtl. die Verwirrungen
(hier in der grobstofflichen Materie), weil ich nicht mehr
weiß, was mein ursprüngliches Gesicht ist.


:grübel


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 01:04 
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Wissender
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octo hat geschrieben:
Nope.


Okay, akzeptiert. Ich hatte es auch nicht als neuerlichen "Missionierungs-Versuch" gemeint, sondern, wie ich schreib, im Sinne einer "Neutralisierung": Du hast Christen kennen gelernt, die sahen es so. Jetzt komme ich, sage von mir auch, ich bin ein Christ, und sehe es anders. "Plus" und "Minus" heben sich auf (wie bei den Gegensatzpaaren hier in der Hermetik).

Ich kann allerdings sehr gut verstehen, wenn du nach allem, was du erfahren hast, erst mal genug davon hast. Wahrscheinlich würde es mir genau so gehen, und ich bin nur deshalb (noch) Christ, weil ich eben mehr "Glück" gehabt habe mit meinen Gemeinden. Vielleicht habe ich auch einfach nur die Augen verschlossen (weil ich nichts besseres kannte), wer weiß.

Jedenfalls: Dann schließe mit dem Christentum ab, geh zurück auf Null und probier etwas anderes. Es ist dein Leben, und niemand weiß so gut wie du selbst, was gut für dich ist! Du hast selbst geschrieben, dass du noch besser lernen möchtest, dich nicht zu sehr von der Meinung anderer beeinflussen zu lassen. Das finde ich eine echt gute Einstellung, und ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Wie Schlurps schreibt: Religionen sind für mich nur die "Farbe" sind, die auf die Wahrheit gestrichen werden kann.
Ich selbst sage auch gerne von mir: Die Religion ist wie ein Musikinstrument (ich "spiele" das Chrsitentum wie ein anderer Klavier), und es kommt vor allem darauf an, wer dieses Instrument spielt und was für eine Melodie darauf gespielt wird...

Wie gesagt, meine Auffassung von Religion ist ziemlich frei, und sie schließt ein, dass ich niemanden in eine bestimmte Richtung lenken will. Ich hoffe, dass dies auch nicht so aufgefasst wurde. Wenn ja: Das war nicht meine Absicht.

Schlurps hat geschrieben:
Ich kann das Interesse an verschiedenen Religionen verstehen und deute den Versuch parallelen zu sehen als ernsthaftes Bemühen, mehr zu erfahren. Ich persönlich hab das ganze recht bald aufgegeben, es gibt meiner Meinung nach nichts, was die großen Weltreligionen lehren, was Bardon nicht schon auf den ersten Seiten einfach und konkrekt erläutert.


Vielen Dank, auch für die Literaturhinweise. Ich habe mir einiges von Bardon schon besorgt (sogar schon vor längerem). und beschäftige mich im Moment intensiv damit. Auch auf das Kybalion wurde ich bereits von einer FReundin hingewiesen. Mein Wunsch, mich damit viel mehr beschäftigen zu wollen, ist deer Grund, warum ich jetzt hier gelandet bin...

Vielleicht hätte ich mir viele Umwege ersparen können, wenn ich es nicht erst mal auf den Stapel der "ungelesenen Bücher" gelegt hätte (es war aber keine Mißachtung - ich darf gar nicht verraten, as da alles noch an Wichtigem liegt...) Es ist, wie es ist. Jedenfalls wird im Augenblick alles auch durch das, was ich zuvor gelesen habe, immer wieder bestätigt. Bei ersten Leseproben im Kybalion stellte ich bereits fest, dass die Dinge dort so beschrieben sind, wie ich sie mir bereits selbst zurecht gelegt hatte. Für mich ein weiterer Beweis dafür, dass ich auf dem richtigen Weg bin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 01:53 
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Akolyth
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Das ist ein Phänomen, dass dir noch öfter unterkommen wird. Zu vielen Dingen gibt es eben doch "die Wahrheit" (Ganz simples Beispiel: gemordet wird einfach nicht, dass kann man rechtfertigen wie man will, Leben ist absolut heilig). Viele Dinge werden von Bardon auch nur kurz angeschnitten, der Adept soll selbst darüber meditieren. Und dann gibt es eben andere Autoren, die doch näher drauf eingehen und da wirst du mehr als einmal denken: Genau zu dem Schluss bin ich durch meine Meditationen auch gekommen. Ein klarer Beweis dafür, dass es funktioniert.

Man kann viele Quellen als Anregung nehmen, man muss nur unbedingt auf seine innere Stimme hören, um zu erkennen, ob ein Irrweg vor einem liegt, oder ein wertvoller Hinweis. Da muss man selbst ein Gespür dafür entwickeln, nur soviel: Intoleranz, Hass und Verachtung sind immer ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich dabei um nichts gutes handelt.

MfG

Schlurps


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 02:50 
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Ja, genau das ist es, was ich auch meine. Es ist mir schon längere Zeit ein großes Anliegen, dieses Gespür zu entwickeln. Das ist ja wichtig, gerade wenn man verschieden Quellen aus unterschiedlichen Richtungen benutzt.

Schlurps hat geschrieben:
Intoleranz, Hass und Verachtung sind immer ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich dabei um nichts gutes handelt.


Ich habe es immer genau umgekehrt herum betrachtet und bei allem nach der Liebe gesucht, seit mir einmal ein alter, weiser Mann sagte, ein deutiches Unterscheidungs-Kriterium sei, ob auf das Gebet / das Ritual / die Unterweisung oder was auch immer "Taten der Liebe" folgen (statt: eben "Intoleranz, Hass und Verachtung"). Das hielt ich immer für das geeignetste Merkmal, bis mir mal jemand sagte, dass auch die pädophilen Pfarrer zum Teil die Meinung verträten, Taten der Liebe zu vollbringen, bzw. den Missbrauchsopfern auf diese Weise die Liebe Gottes zu vermitteln...

Es ist ähnlich wie bei den christlichen Fundamentalisten, die meinen, die Homosexualität bekämpfen zu müssen. Um die geht es ja in diesem thread. Wahrscheinlich meinen auch sie, sie tun ein Werk der (Nächsten-)Liebe.

Von außen betrachtet, scheint der Fall ja klar zu sein. Aber was ist, wenn die Eigenwahrnehmung einem verblendeten Gemüt etwas anderes vormacht?

Hmm, gar nicht so einfach.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 06:45 
Bardon schreibt viel gutes, was aber auch Interpretiert werden kann wie es passt. Ich finde seine Worte bestätigt zum Teil in dem was ich bei meiner Suche nach den Naturreligionen und Schamanen oder Druiden finde, wie auch in dem Was in der bibel zu finden ist die ich zur Zeit lese. Allerdings ist ein Engel ein Engel und ein Zwerg ein Zwerg.

Es ist ihnen zwar nicht so wichtig wie du sie anredest und sie passen sich der eigenen Symbolik an die jeder einzelne Mensch hat, aber die Natur ist und lbeibt die die das Wesen hat.

Was man in dne Religionen wunderbar lernen kann ist die Demut und das Dienen, was genauso wichtig ist wie mal auf dne Tisch hauen zu können.
Kein Weg ist falscher oder richtiger als andere, den jeder hat sein eigenes Ding im Vordergrund und zur Weiterentwicklung müssen wir alles durchlaufen haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 16:53 
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Magier
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Da seid ihr ja zu schönen Schlüssen gekommen ^^

Letztlich muss, wenn es sich um eine Wahrheitslehre handelt, immer ein deutlicher Zusammenhang zu anderen Wahrheitslehren bestehen, denn es gibt nur eine ehcte Wahrheit und wer den Weg dorthin zeigen will muss in den Grundpunkten übereinstimmen mit anderen die es tun - die Symbolik und ÜPbungen mögen an die jeweilige Kultur angepasst sein wie auchd er Stil der Lehre aber im grunde muss es das Selbe sein.
Wir fiunden in fast allen Religionen EINEN Schöpfergott und Wesen die sich um die Schöpfung kümmern. Wir finden in fast allen Religionen Gebote und Regeln die gleich sind wie du solst nicht sthelen, morden deinen Nächsten Lieben - mit unterschiedlicher Gewichtung allerdings. Sei es dedr 8 Fache Pfad der Buddhisten die 10 Gebote oder der Ehrenkodex etc.

Magie und Mystik ist auch untrennbar verbunden und Bardon fasste sich wirklich sehr kurz. Ich kann jedem empfehlen - wie er in Teil 2 anmerkt - sich eine eigene Religion zu basteln die wird dem Individuum gerecht aber es muss unbedingt eine Religion sein die den Glauben stärkt, Hoffnung gibt und erfüllt was eben Mystik erfüllen soll, denn ein Magier ist ein Diener Gottes vor allem anderen und wer diesen mystisdhen Aspekt vernachlässigt fällt. Schon im WWA sagt Bardon ja ausdrücklichd ass das Ziel des Lehrganges die verbindung mit Gott ist - also ist Mystik ein grundlegender Bestandteil weshalb ich durchaus gerne mal in Kirchen gehe und bete etc. Oder die Bibel lese

Zum aus dem Zusammenhang reissen ein schönes Beispiel aus dem Koran: Ja im Koran steht drin, dass Ungläubige bekämpft werden müssen. Woanders im Koran steht aber, dass Christen und Juden keine Ungläubigen sind sondern Bruderreligionen und es die PFLICHT eines guten Moslems ist Christen und Juden zu beschützen (die gelten als zu schwach das selber zu tun bzw. ein guter Christ würde es gar nicht tun)
Kurzum die ganzen Terroristen haben wohlk noch nie den Koran gelesen und glauben eifnach aus dem Zusammenhang gerissene Phrasen.

Das kann man aber bei jedem Buch machen - einzelne Phrasen aus dem Zusammenhang reissen damit kann man alles beweisen oder widerlegen was man will

Die Hermetik lässt sich indess mit jeder Religion, jeder magischen Praxis und Lehre verbinden was sie für mich wirklich zur "Königin der Wissenschaften" macht. Man kann hermetischer Schamane, Runenmagier, Ritualmagier, Alchemist und dergleichen mehr sein, kein Problem. Auch hermetischer Christ, Moslem, Buddhist, Hindu oder was auch immer. Es ist nichts unvereinbar mit der Hermetik und das zeigt mir ihre Richtigkeit und war für mich die Antwort auf viele Fragen die Wissenschaftund Religion mir damals nicht beantworten konnten.

Aber Hermetik ist auchd sa schwerste auf der Welt und so geht jeder Schüler seinen eigenen Weg und wenige sind weit genug um als beispiele gelten zu dürfen - viele folgen dem Weg haben ihn aber noch nicht verstanden geschweige denn umgesetzt. Könnte man auch bei Christen sagen - wenige sind wirklkich christliche Mystiker.

Zitat:
Die Bibel scheint jedenfalls genug Interpretationsspielraum zu lassen, um Schwulenhass, Kreuzzüge, Inquisition, Ablassbriefe, Hexenverbrennungen usw zu rechtfertigen.

Moby Dick auch ^^

Danke für euer aller tolle Antworten =)

_________________
Namaste

Magie reicht nur so weit wie die Grenzen unseres Bewusstseins.

"Wo kämen wir hin, wenn jeder fragte "Wo kämen wir hin?" und niemand ginge, um zu sehen wohin man käme, wenn man ginge"

Die Homepage zum Forum:
http://www.wegeinslicht.net/


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 17:03 
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Akolyth
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Estar hat geschrieben:
Moby Dick auch ^^


Möglich, nur sind Moby Dick-Leser nicht so verdammt gut organisiert wie Bibelleser. xD

Das der Koran eigentlich eine friedliche Religion predigt, hab ich auch schon oft gehört. Und den Kreuzzüglern hätte man eigentlich auch mit einem simplen "Du sollst nicht töten" den Wind aus den segeln nehmen können, den Schwulenhassern mit "Liebe deinen nächsten wie dich selbst".

So gesehen wollen diese Leute einfach nicht, nehmen sich aus Koran und Bibel was sie wollen und nutzen es um ihr Handeln als Gottes Willen zu legitimieren.

Die Teile sind halt auch sehr abstrakt geschrieben, deswegen sag ich ja auch, dass es für die meisten Menschen wohl zu schwer ist. In Bardons "Stets soll man erst vor der eigenen Tür kehren" kann man hingegen nicht besonders viel hineininterpretieren.

MfG

Schlurps


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 21:58 
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3 Mose 18:22
Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Gräuel ist es.

3 Mose 20:13
Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, dann haben beide ein Gräuel verübt. Sie müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.



Gut, man könnte auch sagen, hier ist gemeint, wenn ein Mann verheiratet ist und dann mit einem Mann schläft, obwohl er eine liebe Frau zu Hause hat, das ist ein Gräuel.

Aber was ist mit Menschen die gerne in einer offenen Beziehung leben möchten? Solange sie niemanden damit verletzen, offen und ehrlich dabei sind mit sich selbst und allen Beteiligten, ist das doch nichts Schlimmes?


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 22:51 
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octo du verlangst hier Differenzierungen, zu denen Christen einfach nicht in der Lage sind. Und "Du sollst liegen bei einem Mann, wie man bei einer Frau liegt" ist natürlich ganz klar die altertümliche Umschreibung für Sex. Die Umstände sind dabei vollkommen irrelevant und so wird es ja auch ganz offiziell ausgelegt.

Schön, dass du diese Passagen geschrieben hast, sie bestärken mich nur in meinem Entschluss, weder mit der Bibel noch mit der Kirche irgendwas zu tun haben zu wollen.

Die ganze Art und Weise wie du hier schreibst, sagt mir sehr deutlich, dass du über ein so einfaches Weltbild, wie es die Kirche vermittelt, längst hinaus gewachsen bist.

MfG

Schlurps


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 23:43 
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Also, ich hab mal gehört (sogar von einem christlichen Theologen und Uni-Professor), man darf sich diese ganzen Vorschriften der Bibel nicht so vorstellen, als ob sie von Gott den Menschen (etwa die 10 Gebote dem Moses) so vorgesprochen worden seien, wie wenn beispielsweise zwei Menschen miteinander reden würden ... auch nicht unbedingt in einer Vision.

Sondern: Die 10 Gebote seien etwa so entstanden, dass die Nomaden damals bestimmte Lebensregeln aufgestellt haben, und einige davon waren so klar, einfach und elementar, dass sie sagten: Die sind bestimmt von Gott. Dazu noch die Anzahl von 10, damit man sie leicht an den Fingern abzählen konnte (das war ja wichtig in einer Kultur, in der das Schreiben so gut wie keine Rolle spielte und alles von Generation zu Generation mündlich weitergegeben wurde).

Das leuchtet mir ein, und es erklärt, warum auch heute noch so viele Menschen (auch Nicht-Christen) oft sagen, eigentlich steht alles schon in den 10 Geboten drin. Das ist halt das Wesentlichste, auf das man sich einigen kann / muss, wenn das Zusammenleben in einer Gemeinschaft funktionieren soll.

Jedenfalls, wenn wir mal annehmen, dass das so war, kann man sich vorstellen, wie auch solche Vorschriften zustande kommen, wie du sie zitierst, liebe Octo. Man schaut einfach auf das, was man für von Gott vorgegeben hält, und erklärt das dann für verbindlich.

octo hat geschrieben:
3 Mose 18:22
Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Gräuel ist es.

3 Mose 20:13
Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, dann haben beide ein Gräuel verübt. Sie müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.


In diesem Fall denke ich mal, dass es hier nicht so sehr Erfahrungen aus dem menschlichen Zusammenleben (wie bei den 10 Geboten) waren, sondern einfach:
(1) eine Begründung aus dem Naturrecht. So ähnlich hat es Elias hier ja auch versucht. Das was nicht einer deutlichen göttlichen Offenbarung zugeschrieben werden kann, begründet man aus der Natur (weil man sagt, Gott hat die Welt geschaffen und teilt uns durch die Schöpfung mit, wie er sie sich vorstellt). Das war über Jahrhunderte das klassische Denkmodell der Chrsiten (aber nicht nur bei ihnen). In den letzten Jahrzehnten ist man davon abgekommen, weil der Menschheit immer mehr bewusst wurde, dass es diese klare Trennung im Bereich der Natur so gar nicht gibt. Es sind immer Klassifizierungen, die von außen, vom Menschen, an die Natur angelegt werden, wogegen diese organisch und eben ohne klare Unterscheidbarkeit aufgebaut ist. Es ist in der Hermetik davon die Rede, dass man nicht weiß, wo Hitze und Kälte beginnt bzw. aufhört. DAS ist die Natur. Da gibt es nur bestimmte Temperaturzustände. "Heiß" und "Kalt" kommt so ja gar nicht vor, das ist unsere Klassifizierung davon. Ich hatte schon mal die Intersexualität angesprochen. Das wäre ein gutes Beispiel dafür, dass die Welt von Gott geschaffen und erhalten wird, aber nicht nach klaren Kategorien von schwarz und weiß.
(2) die Wahrnehmung der damaligen Gesellschaft. Sozusagen, was nach ihrem "Geschmack" war. Diese patriarchal strukturierten arabischen Steppen-Nomaden des alten Testaments fanden es wahrscheinlich nicht gerade toll, wenn zwei Männer, statt für den Erhalt der Sippe zu kämpfen und für Nachwuchs zu sorgen, lieber "beieinander lagen" und da ist diese (Achtung, Vorurteil!) "typische" Verhaltensweise schwuler Männer, von der hier ja auch schon mal die Rede war, nicht unbedingt ein anstrebenswertes Qualitäts-Prädikat (sondern eben ein "Gräuel"). Nicht unbedingt politisch korrekt, aber für mich gut vorzustellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012, 23:53 
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Novizin
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Wozu jetzt diese Passagen lang und breit zu erklären versuchen, nur weil sie in der Bibel stehen? Würdest du sie wo anders lesen, würdest du sie nichtmal eines zweiten Blickes würdigen. Für mich hat sich das Thema erledigt.

Und die 10 Gebote sind für mich auch nicht alle der Weisheit letzter Schluss, die Regel: 'Ehre deine Eltern damit du lange lebst', hat schon so manchen innerfamiliären Kindsmissbrauch ungestraft geschehen lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 14. Mär 2012, 00:25 
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Bin ich auch der Meinung. Das ist eben genau die Art von differenzierendem Denken, das die Bibel einfach nicht hergibt. Mein Vater war ein riesen Axxxxxxxx, ich mag da jetzt auch gar nicht genauer drauf eingehen, auf was für Arten der uns allen das Leben vermiest hat. Jedenfalls kann der mir gestohlen bleiben. Ich hab meinen Frieden damit gemacht, bin froh, dass alles so gekommen ist, wie es passiert ist, sonst wäre ich nicht der, der ich bin und ich mag mich. Aber ihn deshalb auch noch ehren, ist ein bischen zu viel des guten. Der neue Freund meiner Mutter hingegen, ist ein Bild von einem Menschen, ein absolut herzensguter Mensch. Ehre verdient man sich durch seine Taten, nicht durch irgendeinen vorgegeben Zustand. Alles Weisheiten, auf die unsere Bibelprediger nie kommen werden, weil sie gar nicht so weit denken sollen.


MfG

Schlurps


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechtes Gewissen wegen Homosexualität
BeitragVerfasst: 14. Mär 2012, 00:52 
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Wissender
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octo hat geschrieben:
Wozu jetzt diese Passagen lang und breit zu erklären versuchen, nur weil sie in der Bibel stehen?

Oh Mann! Das war ein Missverständnis!... Hättest du das vorher geschrieben, dann hätt ich mir viel Arbeit erspart :roll: Ich dachte, du bist noch nicht ganz zufrieden mit dem, was bis jetzt hier geschrieben wurde ... oder umgekehrt, du bist so zufrieden, dass du auch noch die letzten Zweifel ausräumen willst, und deshalb noch mal konkret wirst. Ehrlich gesagt, hatte ich mich ja schon gewundert, weil du doch schon drüber weg warst... naja, manchmal stehe ich echt auf der Leitung.
Egal, quod scripsi, scripsi. ("was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben", das sagte Pontius Pilatus... grins). Und wenn es auch überflüssig war, zeigt es doch nur noch mal, wie einfach erklärbar und wie zeitbedingt dieses ganze Zeug ist. Also: Du brauchst dir echt keine Sorgen mehr zu machen. Und wenn du es als Argument auch nicht mehr brauchst, hilft's vielleicht irgendwann noch mal jemand anderem...
octo hat geschrieben:
Würdest du sie wo anders lesen, würdest du sie nichtmal eines zweiten Blickes würdigen.

Allerdings! genau so ist es.
octo hat geschrieben:
Für mich hat sich das Thema erledigt.

Freut mich! Jetzt schau auch nicht mehr zurück und beschäftige dich stattdessen mit etwas, was dir gut tut.
Nach allem, was du schreibst, bist du auf einem echt guten Weg!
octo hat geschrieben:
Und die 10 Gebote sind für mich auch nicht alle der Weisheit letzter Schluss

Also, was ich von denen halte, wird aus meinem Kommentar deutlich. Es sind halt (damals) bewährte (zum Teil zeitbezogene) Regeln, die nachträglich dadurch legitimiert wurden, dass man sie für gottgegeben erklärt hat.
Abgesehen davon, dass sie im Urtext (weil das Hebräische in den Vokabeln und der Grammatik nicht so eindeutig ist wie unsere europäischen Sprachen) viel, viel mehr Deutungen zulassen als jede noch so gute Übersetzung. Und dass sie schon in der Bibel in zwei unterschiedlichen Versionen vorkommen. Und dass die katholische und die evangelische Kirche verschiedene "10 Gebote" haben... - sagt doch schon alles, oder?
octo hat geschrieben:
die Regel: 'Ehre deine Eltern damit du lange lebst', hat schon so manchen innerfamiliären Kindsmissbrauch ungestraft geschehen lassen.

Boah, spätestens da hört's doch auf... die schlimmsten und abstoßendsten Verbrechen begehen oder zumindest tolerieren, und das dann auch noch religiös (!) begründen.
Abscheulich, sowas. Da sieht man, wie weit die Verirrung und Verwirrung führen kann.
Religion soll einem Menschen doch zu Glücklichsein, Stärke und Geborgenheit verhelfen. Ansonsten bräuchten wir sie doch gar nicht. So sehe ich es.
Wenn sie stattdessen zur Einschüchterung und Unterdrückung benutzt wird, ist es so ziemlich das letzte, was sich Menschen im Umgang miteinander, oder sagen wir besser, gegeneinander, einfallen lassen können.
Ich weiß, das ist die Realität. Aber dann wird's Zeit, endlich daran was zu ändern!


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