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 Betreff des Beitrags: Muss ich wirklich Klage einreichen???
BeitragVerfasst: 28. Jan 2011, 17:51 
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Suchende
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Hallo

Ich brauch mal eure Hilfe, ich weis nicht, was ich tun soll.
Kurz zur Vorgeschichte: Ich habe 11/09 an einer Tankstelle im Stpätdienst (18°°-22°°) angefangen auf 400€ Basis zu arbeiten.
Ich hatte ein tolles Team, tolle Chefs, bin sehr gern zur Arbeit gegangen.
Meist hab ich mehr wie 400€ verdient, was ich dann mit meiner Tankrechnung verechnet bekam und den Rest in Bar, es sind immer nur 350€ auf meinem Konto eingegangen.
Im September 2010 wurde ich mit unserem 3.Kind schwanger. Ich hab das meiner Chefin mitgteilt, noch bevor ich beim Arzt war, wegen den Benzindämpfen und der Arbeitszeiten.
Ich musste dann 2 Tage drauf wegen Blutungen schon zum Arzt, 1 Woche Krankenschein folgte. Dann immernoch Blutungen, eine Chefin die verlangte das ich weiterhin nach 20°° arbeite (was gegen das Mutterschutzgesetzt ist), somit folgte ein Beschäftigungsverbot bis zum Mutterschutzbeginn.
Ich bekam meinen Restlichen Lohn mit dem Vermerk "Abschlußabrechnung" überwiesen.
Mein Arzt teilte mir aber mit, dass ich Lohnfortzahlungen bis zum Mutterschutz in 100% weiterhin erhalte, die Chefin kann ihn von der Bundesknappschaft zurück bekommen.
Tja, die Bundesknappschaft bestätigte mir das, sagte mir aber auch, dass ich gar nicht Angemeldet sei d.h. ich hab ein ganzes Jahr schwarz gearbeitet.
Meine Chefin bezahlt bis Heute keinen Lohn.
Ende November hab ich nach vielen Lügen, Versprechen die nicht eingehalten wurden usw. die ganze Sache an einen Anwalt übergeben.
2 Fristen sind verstrichen, ich hab noch immer keine Unterlagen und keinen Lohn. Mir fehlen auf meinem Konto nun weit über 1700.-€.
Reden lässt meine Chefin nicht mit sich, sie lässt sich am Telefon verleugnen, ruft nicht zurück usw.
Ich wollte 3-4 Monate nach der Geburt wieder arbeiten, mir hat es dort sehr gefallen. Wenn ich jetzt Klage, kann ich das vergessen.

Mein Anwalt rät jetzt zur Klage denn auch er bekommt nur Lügen aufgetischt und Versprechen werden nicht gehalten.
Ich merk die ganze Aufregung schon im Magen und auch im Bauchi bei meiner Süßen.
Ich weis nicht was richtig oder falsch ist.

Ganz lieben Dank und liebe Grüße
Christine

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 Betreff des Beitrags: Re: Muss ich wirklich Klage einreichen???
BeitragVerfasst: 28. Jan 2011, 18:31 
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Mystiker
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Das kannst letzten Endes nur Du entscheiden.

Der Arbeitgeber hätte Dich anmelden müssen. Dazu ist er verpflichtet. Normalerweise hätte die Knappschaft gegen den Arbeitgeber vorgehen und die Abgaben einfordern müssen.

Die Tankfüllungen, die Du bekommen hast, als Verrechnung für geleistete Arbeit müssen versteuert werden - im Falle eines Przesses wird das Finanzamt informiert und wenn der Arbeitgeber nicht die abgegebene Menge nachweisen kann, wird geschätzt (geldwerter Vorteil).

Wenn Du Dein Geld haben willst, dann wirst Du es ohne Klage wahrscheinlich nicht bekommen.

Die Frage ist, willst D wirklich wieder für einen Arbeitgeber arbeiten der seinen Meldepflichten nicht nachkommt (Betrug, illegale Beschäftigung), das Mutterschutzgesetz nicht achtet und Lohnansprüchen, in welcher Form auch immer, nicht nachkommt?

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 Betreff des Beitrags: Re: Muss ich wirklich Klage einreichen???
BeitragVerfasst: 28. Jan 2011, 18:57 
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Suchende
Suchende

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Hallo

Die Knappschaft wusste bis zu meinem Anruf nichts von dem, dass ich dort beschäftigt bin. Die sagen ich soll eine Selbstanzeige machen oder mit einem Anwalt auf Anmeldung und Lohnfortzahlung klagen.
Wenn ich mich selbst angezeigt hätte, hätte meine Rechtschutzversicherung den Prozess und Anwalt nicht bezahlt.

Ich möchte jetzt natürlich nicht mehr dort arbeiten, auch wenn ich sehr viel Spass an der Arbeit hatte. Ich werd mir dann, wenn die Kleine alt genug ist, was neues suchen. Solange werd ich dort in Elternzeit bleiben um wenigstens etwas zu meiner Rente zu bekommen.

Ich versteh nicht, warum es meine Chefin so weit kommen lässt, gerade weil bei einem Prozess das Finanzamt Wind von der Sache bekommt, denn.....
Hauptberuflich ist meine Chefin Steuerbraterin in einer großen angesehenen Kanzlei :lol:

Liebe Grüße
Christine

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 Betreff des Beitrags: Re: Muss ich wirklich Klage einreichen???
BeitragVerfasst: 28. Jan 2011, 19:09 
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Magier
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Ich würde es einklagen.

Das Problem am Rechtsstaat ist eben, dass sich viele, gerade oft diejenigen die sich mit dem Gesetz auskennen, bewusst darüber hinwegsetzen und warten bis einer klagt. Das zahlt sich öfter durchaus aus. Sogar staatliche Institutionen wie die ARGE betrügt oft ganz beuwsst weil im Schnitt nur einer von 10 Betrogenen klagt und das die Arge weit billiger kommt, als wenn sie allen 10 das zahlen würde was ihnen zusteht. Gehts dann vors Sozialgericht ist die Sache meist ganz schnell vom Tisch - sofern man n Eilantrag durchkriegt. Ansonsten kanns bis zu 2 Jahre dauern bevor der Fall überhaupt verhandelt wird was viele Leute berechtigt abschreckt

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 Betreff des Beitrags: Re: Muss ich wirklich Klage einreichen???
BeitragVerfasst: 28. Jan 2011, 19:19 
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Suchende
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Hallo

Das ist genau das, was ich auch befrüchte.
Mein Anwalt sagt wir haben, wenn wir Glück haben, in 3-4 Wochen einen Termin zur Güteverhandlung, wenn meine Chefin dann bezahlt is alles vom Tisch. Wenn sie sich weiter weigert, geht´s in einen Reststreit vor´s Arbeitsgericht, Dauer bis zum ersten Termin ca. 3-4 Monate, dann kann sie wieder Wiederspruch einlegen. So kann das dann über Jahre gehn sagte er.
Ich hab den Weg nun eingeschlagen und geh ihn auch zu Ende aber er ist jetzt schon steinig und echt Nerven rauben.

Liebe Grüße
Christine

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 Betreff des Beitrags: Re: Muss ich wirklich Klage einreichen???
BeitragVerfasst: 28. Jan 2011, 19:42 
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EinfachIch
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Das glaube ich dir gerne, lass dich nicht aufreiben. uch wenn es vielleicht ein langer Weg wird. Deine chefin hat das nur gemacht, weil sie bisher damit durchkam.

Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Weg. /heart

Und denk vor allem an deine Kleine :)

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Gruß
von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: Muss ich wirklich Klage einreichen???
BeitragVerfasst: 28. Jan 2011, 22:49 
Wie wir uns das damals schon dachten, dass es so kommt.

Ich stimme dem auch zu. Das soll dein Anwalt einklagen, bei diesen Beträgen wird es wohl mit ziemlicher Sicherheit zu einer Güteverhandlung kommen. Dass du später wieder bei denen arbeiten solltest wird sich dann wohl so oder so von allein erledigen weil die Ölkonzerne so etwas sehr ungern von ihren Pächtern sehen.
Sobald die du dein Recht bekommen hast wird sich dann auch die knappschaft einschalten weil die sich so etwas stützen können. Nach dem LFZG hast du auf jeden fall den vollen Anspruch und den solltest du wahrnehmen. Da du ja rechtschutzversichert bist kannst du das auch recht entspannt betrachten, sobald der Anwalt das bei Gericht vorlegt geht das sehr schnell.
Dann werden anschliessend die verschiedensten behörden durch die Unterlagen rocken und das wirds dann wohl auf jeden Fall für die Chefin gewesen sein. Nett oder nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Muss ich wirklich Klage einreichen???
BeitragVerfasst: 29. Jan 2011, 09:25 
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Suchende
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Guten Morgen

Auf der einen Seite möchte und brauche ich das Geld, auf der anderen Seite weis ich, dass ich mit meiner Klage die Existenz meiner Chefin (Tanke und Steuerbraterzulassung), die Ausbildung meiner 2 Azubi´s und die Job´s meiner Studenten damit reskiere. Ich weis das ich an mich, meine Familie und meine Existenz denken muss, dennoch liegt mir, gerade das mit meinen Azubi´s, schon schwer im Magen. Meine Chefin ist selber Schuld an der Angelegenheit.

Ich hab die Klage nun angewiesen, mein Anwalt arbeitet daran. Ich hoffe, dass meine Chefin noch einsichtig wird und bezahlt ehe wir zu Gericht müßen.

Wie läuft so ne Güteverhandlung? Wird da verhandelt das sie bezahlt und ich auf einen Teil vom Lohn verzichte oder wird die da ermahnt alles zu bezahlen??

Ich hab ja zusätzlich das Problem, solange meine Chefin nicht bezahlt, springt ab Ende April auch die Krankenkasse nicht für´s Mutterschutzgeld ein, weil ich ja nicht gemeldet bin bei der Knappschaft und (noch) keinen Lohn nachweisen kann.

Oh warum immer alles auf einmal???

Liebe Grüße
Christine

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 Betreff des Beitrags: Re: Muss ich wirklich Klage einreichen???
BeitragVerfasst: 29. Jan 2011, 09:30 
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Magier
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Registriert: 08.2010
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Um die Azubis würd ich mir keine Sorge machen. Tankstellen kriegen normal recht schnell neue Pächter und - ich kenn das von anderen Betrieben wie Hotels oder Mc Donalds und Co - wird das alte Personal übernommen. Also auch die Azubis, der Einzige der wirklich fliegt wär dioe Chefin. Ist ja auch n unnötiger Aufwand neues Personal zu suchen und anzulernen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Muss ich wirklich Klage einreichen???
BeitragVerfasst: 29. Jan 2011, 09:57 
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Suchende
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Registriert: 08.2010
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Wohnort: Am See
Geschlecht: weiblich
Ja das stimmt, so hab ich das noch gar nicht betrachtet.

Stell ich mir Spannend vor, wenn die Chefin fliegt. Denn sie hat eigentlich gar nix zu melden, die Tanke gehört meinem Chef, sie wohnen alle (einschließlich Eltern vom Chef) in diesem Haus, mit dabei die Autowerkstatt, das Gebäude gehört den Seniors. Ein seit Jaaaaaaahren geführter Familienbetrieb.

Ich muss langsam echt aufpassen, dass ich nicht schadenfroh werde über ihre ganze Dusseligkeit.

Liebe Grüße
Christine

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 Betreff des Beitrags: Re: Muss ich wirklich Klage einreichen???
BeitragVerfasst: 3. Okt 2011, 13:27 
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Schüler
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Registriert: 10.2011
Beiträge: 70
Geschlecht: nicht angegeben
Ich bin zwar neu hier und kennen Dich nicht so gut, bin aber wirklich extreme neugierig was weiterhin passiert ist. Schließlich kann das jedem in der einen oder anderen Form auch mal passieren.


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