Wege ins Licht

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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 27. Jan 2012, 14:39 
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hokusai hat geschrieben:
Ich nenne meine Depression einfach Luxus und völlig unangebracht,
da ich in einer Zeit lebe, wo mir ein solches Übel nicht widerfährt;
und ich hinterfrage mich ernsthaft, was das eigentlich soll, mich
dem Leben entziehen zu wollen . . .
Dafür schäme ich mich teilweise und habe überhaupt keine
Erklärung für diesen scheiß Zustand.[/color]


Klingt als liegt da die Wurzel des Übels...das kann ein bitterer teufelskreis werden, aber was soll man da raten ausser dass du dich davon vielleicht abwendest. Mir hilfts manchmal mich um manches nicht mehr zu kümmern. Aber reden ist immer billig..... :grübel

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Wenn Du Dir selbst vertraust und an Deine Träume glaubst und Deinem Stern folgst, dann wirst Du trotzdem von Leuten übertroffen, die ihre Zeit damit verbringen, hart zu arbeiten und zu lernen und nicht so faul waren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 27. Jan 2012, 15:01 
Braen hat geschrieben:
hokusai hat geschrieben:
Ich nenne meine Depression einfach Luxus und völlig unangebracht,
da ich in einer Zeit lebe, wo mir ein solches Übel nicht widerfährt;
und ich hinterfrage mich ernsthaft, was das eigentlich soll, mich
dem Leben entziehen zu wollen . . .
Dafür schäme ich mich teilweise und habe überhaupt keine
Erklärung für diesen scheiß Zustand.[/color]


Klingt als liegt da die Wurzel des Übels...das kann ein bitterer teufelskreis werden, aber was soll man da raten ausser dass du dich davon vielleicht abwendest. Mir hilfts manchmal mich um manches nicht mehr zu kümmern. Aber reden ist immer billig..... :grübel


hier, geht eine Glühlampe auf !!!!!

:anbet


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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 27. Jan 2012, 16:07 
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Magier
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Der Kelöch des Leides ist nicht für alle gleich gross. Was für den Einen das furchtbarste auf der Welt ist, mag für den Anderen Alltag sein.
Schmerz ist aber nie lächerlich sondern - wenn sich jemand von etwas verletzt fühlt - ernst zu nehmen. Nichts reisst tiefere Wunden als das Gefühl, der eigene Schmerz habe keine Existenzberechtigung. Daher ist es nicht wichtig was jemand der vor dir lebte durchlitten hat - ich bin mir sicher im Vergleich zum Mittelalter haben wir alle keine Ahnung was Schmerz und Leid ist -es geht darum was wir empfinden, es ernst zu nehmen und zu verdauen. Schmerz unterdrücken ist keine Lösung, das nagt dann nur...und das ist sehr schädlich.

Wenn man den Schmerz dagegen durch Einsicht überwinden kann ist das fantastisch...nur reinfressen bringt nix ausser Geschwüre.

Depression indessen ist wirklich ein Luxusphänomen - wem es wirklich dreckig geht der hat keine Zeit für eine Depression - die kommt, wie Traumata, erst hinterher wenn man wieder etwas Ruhe hat. Es ist eine Art Heilungsprozess der uns auf einen Schmerz aufmerksam macht der geheilt werden will - das geht aber weniger im typischen durchleiden des Schmerzes sondern ein verarbeiten und überwinden. Das geht mitunter ganz gut indem man ihn annimmt, ernst nimmt, sieht, dass er jetzt nicht mehr gebraucht wird und sich frohen Mutes anderen Dingen zuwendet die wichtig sind

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Magie reicht nur so weit wie die Grenzen unseres Bewusstseins.

"Wo kämen wir hin, wenn jeder fragte "Wo kämen wir hin?" und niemand ginge, um zu sehen wohin man käme, wenn man ginge"

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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 7. Mär 2012, 15:20 
Mir fällt zu diesem Thema ein von mir empfundenes Gleichnis ein:

Ich sitze auf einem Bahnhof mit all meinem Gepäck
und warte auf einen Zug mit der Aufschrift: Endstation
Ein Gewirr und Gewusel, wie es auf einem Bahnhof so üblich ist -
nur ich sitze da, selbstvergessend, immer auf das Schild starrend,
mit meiner Abfahrtszeit !
Das Leben geht an mir vorbei, ich sitze resignierend da und warte
auf meinen Aufruf !

Welch ein persönliches Drama !
Das Leben und Warten auf den Tod.
Dabei ist der Tod schon längst eingetreten -
Ich habe es nur noch nicht bemerkt.


PS:
momentan bin ich nicht von dieser,
meiner persönlichen "Krankheit" befallen.
Es ist mir lediglich grad eingekommen, was
sich doch für Bilder in meinem Hirn festgesetzt haben.

Es fehlt mir ein Rezept, dem rechtzeitig
gegenzusteuern.


:wink


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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 7. Mär 2012, 16:53 
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Magier
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Schon durch das Leben nehme ich den Tod doch billigend in Kauf.

Was fürchtest du den Tod? Solange du lebst ist er noch nicht da und wenn er kommt, bist du schon weg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 7. Mär 2012, 23:14 
Estar hat geschrieben:
Schon durch das Leben nehme ich den Tod doch billigend in Kauf.

Was fürchtest du den Tod? Solange du lebst ist er noch nicht da und wenn er kommt, bist du schon weg.


Der ist ECHT gut lieber Estar !
K L A S S E !!!!


:knuddel


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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 8. Mär 2012, 21:52 
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Wissende
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bei schwerer depression empfindet man i wann nicht mehr viel. Manchmal habe ich das gefühl, jeder, dem es ein bisschen schlecht geht, meint, er hätte eine depression. scheint ja wohl eine modekrankheit zu sein. ich finde man muss stark unterscheiden zwischen lebenskrisen und einer echten krankheit. diese krankheit zeiht alles ins dunkle, bis man nichts helles mehr sehen kann. dann kann man sprüche wie " das wird alles wieder" nicht mehr nachvollziehen. denn egal wie viel positives man im leben haben mag, man sieht es nicht mehr.und iwann hält man es einfach nicht mehr aus. wenn man es nicht selbst mitgemacht hat, kann man es nicht nachvollziehen und braucht auch keine schlauen sprüche klopfen.

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Ich bin arrogant


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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 8. Mär 2012, 22:08 
Auch eine Lebenskriese kann einen Menschen in eine Depression stürzen. Man kann sich das verhalten und die Gefühlswelt eines Depressiven auch antrainieren, ich würd das nicht so lapidar hinstellen wie du. Wenn es einem Menschen schlecht geht, geht es ihm schlecht und die Medizin unterscheidet nicht umsonst in verschiedene Schweregrade der Depression.

Wenn ein Mensch sich schlecht fühlt dan fühlt er sich schlecht und solche komentare wie deine sind daneben und extrem verletzend.

Aber auch ein Mensch mit Depressionen kann lernen damit umzugehen. Ich kenne einige depressive Menschen, auch manisch Depressive, sie haben gelernt damit umzugehen. Ein Mensch mit ADS muss auch lernen damit umzugehen, verschiedene Regeln einzuhalten. Damit man möglichst normal mit dem Krankheitsbild leben kann. Nicht umsonst gibt es Therapeuten die einem helfen. Das kann abr nur fruchten wenn man auch geholfen haben möchte. Die beste Krebstherapie bringt nichts, wenn der Kranke nicht sein Leben ändert und munter weiterraucht z.b. und genauso ist es mit allen Krankheiten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 8. Mär 2012, 22:32 
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Wissende
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ich kenne auch sehr viele depressiv. allerdings ist es ein RIESEN unterschied, wenn es einem schlecht geht, oder man Depressionen hat. es ging auch nicht darum, ob man damit umgehen kann. das weß ich auch. und das man durch eine krise darein geraten kann, das weiß ich auch alles bestens. aber: eine krise ist keine depression, eine depression ist keine kiese mehr sondern eine krankheit. mir geht es auf die nerven, das alle, die mal eine krise haben, direkt von depries erzählen, wo man schon sofort merkt, sie haben keine ahnung. ich reagiere deshalb so darauf, weil jeder direkt depressionen sagt. viele reden davon, als würden sie sich damit in den mittelpunkt rücken wollen, einfach ein bisschen ausmerksamkeit brauchen. aber genau die haben meist keinen plan, das selbst druchzumachen

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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 8. Mär 2012, 23:31 
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Johanniskrautdragees sollen sehr wirksam sein; bei einer Freundin, die unter heftigsten Depressionen litt, hat es Wunder gewirkt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 9. Mär 2012, 07:44 
Ja Johanniskraut wird bei leichten Depressionen verschrieben, ich aber z.b. hab allergisch darauf reagiert. Auch die Antidepressiva die mir der Doc verschrieb sorten nur dafür das ich müde wurd und erst recht meinen Alltag nicht mehr bestreiten konnte.

Ohne Diagnose sollte man nicht gleich Depression schreien das stimmt. Weil da viel dazugehört, aber wenn man es genau nimmt ist es nicht nur mit den Depressionen so das gleich losgebrüllt wird. Bei ADS und Asperger, SSV oder anderen erst anerkannten Krankheitsbildern wird die Diagnose sogar von Ärzten oft vorschnell getroffen. Depressionen sind in Mode gekommen, seit der eine Fußballer sich das Leben genommen hat und a viele können es schwer nachvollziehen. Auch wenn man gern helfen mag kommt man an die Betroffenen kaum ran.


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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 9. Mär 2012, 09:33 
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Magier
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Bei Depressionen hast du das Problem, dass die Diagnose nicht eindeutig ist zumal es viele Formen von Depression gibt und verschiedene Schweregrade - eine Depression muss auch nicht chronisch sein und es gibt einen HAUFEN Möglichkeiten - Mentale, psychische und physische - wie man Depressionen das Gewicht nehmen oder sogar ausbrechen kann.

Als Pfleger n einer Psychiatrie hab ich manches mitbekommen und Depression ist per Definition eben eine totale Niedergeschlagenheit - nicht zwingend chronisch oder angeboren und man kann wieder raus - sonst müsste man Depressive Menschen wegen Selbstgefährdung alle in die geschlossene Anstalt geben.
Es ist halt schwer zu Diagnostizieren und wem es schlecht geht der hat nunmal sehr sehr viele Symptome einer Depression.

Zitat:
wenn man es nicht selbst mitgemacht hat, kann man es nicht nachvollziehen und braucht auch keine schlauen sprüche klopfen.

Dann haben wir aber ein Problem - wer soll Betroffenen dann noch helfen? Diejenigen die etwas schweres durchgemacht haben sind a) selten b) wollen die damit abschliessen und nicht sich Menschen aussetzen die das Problem noch haben.
Und Ärzte dürfen dann nur noch Medikamente gegen Krankheiten verschreiben die bei ihnen selbs gewirkt haben?

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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 9. Mär 2012, 17:19 
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Wissende
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ich versuche immer den sinn einer krankheit zu verstehen. ich glaube das diese niedergeschlagenheit eine krafteinsparmaßnahme ist. man isoliert sich, macht sich zu, verschließt sich vor anderen. man hat dann mehr an kraft für sich alleine, die man dann ja auch braucht.
depressionen ziehen den schleier der oberflächlichkeit weg und können wichtige fragen und probleme aufdecken, die man vielleicht vorher nie sehen wollte.
für nebenstehende und pfleger muss es schrecklich sein, nichts tun zu können. es zeigt die eigene machtlosigkeit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 9. Mär 2012, 17:42 
Ja da hast du recht, ich bin auch der Ansicht das hinter jeder Krankheit etwas tieferes steckt. Dinge die wir ausblenden, zum Teil aus Selbstschutz, die aber gelöst werden müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Depressionen
BeitragVerfasst: 9. Mär 2012, 17:50 
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Wissende
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Registriert: 03.2012
Beiträge: 46
Geschlecht: weiblich
krankheiten zwingen einen dazu. dann kommt man nicht mehr darum herum.:D
aber ohne krankheiten hätte ich mich nicht ( so schnell)entwickelt. man entwickelt sich meistens dann weiter, wenn man in der scheiße steckt. denn wenn es einem gut geht, wozu entwickeln.oft ist es ein arschtritt, den man sich unterbewusst selbst gibt.

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