Wege ins Licht

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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 14. Nov 2010, 15:38 
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Meisterin
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Ein Zen-Meister des Zen-Buddhismus hat einmal den Satz gesagt:

Tue nichts, wolle nichts. Dann wird dir das Universum alles geben.

Versteht das jemand?
Ich kann mir darunter nur Lethargie vorstellen und ob das der Sinn des Lebens ist, bezweifle ich. :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 14. Nov 2010, 15:40 
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EinfachIch
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Vielleicht das man einfach nur Dankbar ist für das was man schon hat, statt nach den Sternne greifen zu wollen?

_________________
Gruß
von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 14. Nov 2010, 15:44 
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Irrlichtine
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Ich denke auch das es vielleicht darum geht nicht so viel zu verlangen und dann merkt man was man den alles schon hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 14. Nov 2010, 16:33 
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Akolythin
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Jade hat geschrieben:
Ein Zen-Meister des Zen-Buddhismus hat einmal den Satz gesagt:

Tue nichts, wolle nichts. Dann wird dir das Universum alles geben.

Versteht das jemand?
Ich kann mir darunter nur Lethargie vorstellen und ob das der Sinn des Lebens ist, bezweifle ich. :roll:


Tue nicht, wolle nicht. Sei und dann wird Dir das Universum alles geben.Deswegen ist Satori durch Kenshō der Kern des Zen, wenn Du bist was du tust (vergleiche Karma) dann erlebst Du Satori,die Erkenntnis von universellem Da-sein.Das ist der Grund warum Zen nichts verspricht,weil alles schon da ist,aber vom menschlichen Geist diese Erkenntnis verneint wird.

Mephisto :„Ich bin der Geist, der stets verneint!

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Om namah shivaya
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Tuku

Brand entbrennt an Brand, bis er zu Ende brennt,Flamme belebt sich an Flamme.Der Mann wird durch den Mann der Rede mächtig.Im Verborgenen bleibt er blöde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 14. Nov 2010, 16:47 
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Danke für die Erklärung! :good :thx

Ich werde darüber nachdenken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 17. Nov 2010, 13:02 
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Novize
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Jade hat geschrieben:
Tue nichts, wolle nichts. Dann wird dir das Universum alles geben.

Im Buddhismus geht es darum, das eigenständige Ich als Illusion zu enttarnen und das Leben als einen Prozess zu sehen.
Der Satz heißt ins europäische übersetzt:

Tue nichts aus deinem Ich heraus, wolle nichts aus deinem Ich heraus. Dann wird dir alles gegeben was du brauchst.

Also: "Stirb und werde" auf asiatisch

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Erfahren heißt, wer fragen kann und antworten auch;
nicht lange gelingst den Leuten, zu verbergen, welches Sinnes sie sind.
(Havamal 17)


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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 17. Nov 2010, 13:09 
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Vielen Dank für die Erklärung, Ydalir! :thx

Jetzt verstehe ich diesen Satz schon besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 17. Nov 2010, 14:06 
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Magier
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Wieder mal ein Beispiel wie fatal eine falsche Übersetzung sein kann ^^

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Namaste

Magie reicht nur so weit wie die Grenzen unseres Bewusstseins.

"Wo kämen wir hin, wenn jeder fragte "Wo kämen wir hin?" und niemand ginge, um zu sehen wohin man käme, wenn man ginge"

Die Homepage zum Forum:
http://www.wegeinslicht.net/


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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 18. Nov 2010, 16:33 
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Jade hat geschrieben:
Ein Zen-Meister des Zen-Buddhismus hat einmal den Satz gesagt:

Tue nichts, wolle nichts. Dann wird dir das Universum alles geben.

Versteht das jemand?
Ich kann mir darunter nur Lethargie vorstellen und ob das der Sinn des Lebens ist, bezweifle ich. :roll:


Tue nichts, ist bestimmt sprachlich falsch interpretiert.

Fangen wir bei "Wolle nichts" an: Alles ist vergänglich, nichts ist für ewig. Im Buddhismus geht es um das Leiden, und um die Befreiung vom Leiden. Das Samsara, das Rad des Lebens gilt es zu überwinden und dies ist nur frei von allem Leiden möglich. Wenn wir etwas wollen, sind damit Bedürfnisse oder Dinge gemeint, von denen wir uns versprechen glücklich zu werden. Nehmen wir z.B. Geschlechtsverkehr, der macht sehr viel Spaß, schafft aber auch Probleme, und -das wichtigste- es ist kein dauerhaftes Glück.
Wir haben Begierden, die wir in Zukunft stillen wollen. Erlebnisse aus der Vergangenheit an denen wir uns festhalten, obwohl es "nie" wieder ganz genau so sein wird.
Nichts wollen heißt, kein Verlangen zu haben. Die Vergangenheit ist ein Lehrer und die Zukunft wird durch die Gegenwart bestimmt. Bewusstes Leben in der Gegenwart und volle Konzentration auf den Augenblick verhindert, dass unsere Sinne von "niederem" Verlangen überflutet wurden.
Über etwas freuen darf man natürlich weiterhin.

"Tue nichts", ist etwas für fortgeschrittene Buddhisten. Zu allererst versucht der Buddhist nichts Negatives mehr zu tun und sich von positivem Karma umgeben zulassen.
Aus dem positven Karma heraus, hat er nun die Ruhe und Konzentration, um sich der Aufgabe zu widmen "gar kein" Karma mehr zuerzeugen. Wie Kroatxl sagt: Nur sein.
Ist alles Karma abgefallen, ist die Dualität überwunden und es gibt nichts mehr, was der wahren Natur des eigenen Geistes im Wege steht und ihn von der Außenwelt trennt. Das Samsara ist überwünden, und Nirwana erreicht.

_________________
Und er sprach mit großer Stimme:
Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen!
Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!
(Offenbarung 14,7)


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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 19. Nov 2010, 05:20 
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Danke Lug für deine gute Erklärung! :good :thx

Ich kann es mir nur schwer vorstellen, wie jemand "Nur sein" kann und von dem jedes Karma abgefallen ist. Ob der im Alltag nicht auch mal in eine schwierige Situation gerät und wieder ein klitzekleines bisschen Karma schafft? Oder muss so ein Mensch/Mönch nur mehr im Kloster leben um so rein und ohne jedes Karma zu bleiben?


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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 19. Nov 2010, 09:12 
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Naja, die Tibeter sind da schon ein bisschen durchgeknallt. Da sieht der Alltag anders aus. Acht Stunden Meditation am Tag ist schon mal drin. Berge werden auf den Knien bestiegen und sowieso der ganze Tag der Praxis gewidmet.
Es gibt einige besondere Pilgerer, die Strecken von mehreren hundert- bis tausend Kilometern zurücklegen. Doch das nicht zu Fuß, sondern indem sie sich hinknien und auf den Boden werfen. Da wo der Kopf liegt, wird sich das nächste Mal hingeworfen. Die gesamte Strecke wird quasi mit dem eigenen Körper vermeßen. Da ist der Jakobsweg schnell gemacht.
Das hört sich ziemlich bescheuert und unterwürfig an, aber es hat seinen Zweck. Ich habe in einer Doku einen Mönch gesehen, der die Strecke hinter sich hatte. Er meinte jetzt wisse er, wie groß die Welt sei. Außerdem verspühre er nach dem er das Ziel erreichte, eine wahnsinnig tiefe Ruhe. Und genau so sah er auch aus. Den konnte nichts mehr aus der Bahn werfen. Aber nicht alle Praktiken sind so.

Im Buddhismus lernt man die wahre Natur des Geistes kennen, die Buddahnatur, ein Potenzial, das in jedem Menschen steckt. Gleichzusetzen mit dem Jesusbewusstsein. Lernt man den Geist erst kennen, so kann man sehen wie Gedanken und Emotionen in ihn einströmen und sich Auflösen. Auf den Erkenntnissen aufbauend, kann dann das karmafreie Handeln erlernt werden. Wie das im Detail funktioniert, weiß ich nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 20. Nov 2010, 16:47 
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Lug hat geschrieben:
Es gibt einige besondere Pilgerer, die Strecken von mehreren hundert- bis tausend Kilometern zurücklegen. Doch das nicht zu Fuß, sondern indem sie sich hinknien und auf den Boden werfen. Da wo der Kopf liegt, wird sich das nächste Mal hingeworfen. Die gesamte Strecke wird quasi mit dem eigenen Körper vermeßen.


Das stelle ich mir ja schrecklich vor! :shock:

Aus welcher Motivation heraus machen diese Pilger das? Wollen sie Demut lernen oder Geduld oder ist es aus Ehrfurcht vor Gott oder wollen sie absichtlich leiden?

Ich könnte mir das nicht vorstellen zu machen. Und so eine weite Strecke noch dazu und auf Berge hinauf! Unglaublich!


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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 20. Nov 2010, 17:49 
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Zum einen soll das Karma damit abgebaut werden, zum anderen hat diese Praktik auch ihren Erfolg. Dieser Mann sah seeehr gelassen aus. Im westlichen Kulturkreis ist das schwer vorzustellen.
Die wahrlich grausamen Übungungen gibt es z.B. auch in China. Dort werden in einigen Kampfsport- und Militärschulen regelrecht Menschen verheizt. Wer stirbt, der war es nicht wert. Da gibt es genug Kinder die irgendwelche Steine durchhauen Ziegelsteine können. Derart rau läuft es im buddhistischen Kloster nicht zu.

Für die Bauern und Arbeiter, also die allgemeine Landbevölkerung, ist es ein Segen, wenn die eigenen Kinder in ein Kloster dürfen. Dort ist gewäherleistet, dass sie genug Essen bekommen und etwas aus ihnen wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 26. Mai 2011, 23:18 
Weisheit des Zen
Hugo M. Enomiya-Lassalle (1898 - 1990) war als Jesuit und Missionar sowie Zen-Meister lange Jahre
in Japan und Europa unermüdlich tätig.
Durch seine Veröffentlichungen und Vorträge trug er wesentlich zum
Dialog zwischen Christen und Buddhisten und zur Verbreitung der Zen-Meditation und eines neues Bewußtseins im Westen bei.


Er schreibt in seinem Buch Weisheit des Zen:

Die Ergebnisse, die diese Meditationsformen im westlichen und
speziell im christlichen Raum gezeitigt haben, sind nicht nur
befriedigend, sondern übertreffen alle Erwartungen.
Das sind besonders zwei: eine Befestigung im Glauben und die Öffnung eines Zugangs
zu tieferem Gebet.
Zum ersteren ist auch die Tatsache zu nennen, das Christen,
die nicht mehr an Gott glauben konnten, durch die Übung des Zen
zum Glauben zurückfanden. Man spricht heute von verschiedenen Formen
des Atheismus.

Bei vielen Menschen ist es doch so, daß ihnen irgendwann der
Zugang zu Gott verstellt ist. Das kann z.B. die Tatsache der Leiden in
der Menschheit, wie Hunger und Krieg, sein. Aber es gibt auch andere
Hindernisse, wie zum Beispiel allzu anthropomorphe Vorstellungen von
Gott, wie sie viele Menschen von der Jugend mitgenommen haben. Diese
lösen sich auf dem Wege der Zen- Meditation gerade dadurch, daß das
diskursive Denken zeitweilig eingestellt wird. Selbst denen, welche
fest im Glauben stehen, stellen sich bei der heutigen Weltlage große
Hindernisse für den Glauben in den Weg. Das Leben ist rastlos und geht
fast ganz im Technischen und Materiellen auf. Für viele gibt es
vielleicht gar kein anderes Mittel zur Bewahrung des Glaubens als die
Meditation.
Die Wirkung auf das Gebet ist besonders auffällig bei solchen Menschen,
die sich um ein tieferes Gebet bemühen.


Ich habe Pater Lassalle noch persönlich kennengelernt und habe
an einer seiner Zazen-Meditationen teilgenommen.
Er war für mich der Wegweiser in ein neues Verständnis und Bewußtsein.
Er hatte ein Charisma und eine bescheidene Lebensart,
die mir unvergesslich geblieben ist.


:wink


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 Betreff des Beitrags: Re: Zen-Buddhismus
BeitragVerfasst: 26. Mai 2011, 23:29 
Zazen - einfach nur sitzen
Der Ort:
Suche Dir in Deiner Wohnung ein Zimmer, einen Platz, an dem Du
Dich wohlfühlst, durch keine äußeren Umstände abgelenkt wirst, zur Ruhe
kommen und innerlich frei sein kannst. Gestalte Dir diesen Platz schön,
sodaß Du Dich auf ihn freuen kannst: mit einer Decke, Blumen, einem
Bild, einer Statue, entzünde eine Kerze, ein Räucherstäbchen. Mit dem
Bedienen einer Klangschale kannst Du Deine Übung beginnen und beenden.
Die Zeit:
Suche eine Zeit in der alles zurück treten und innere Entspannung
und Stille sich einstellen kann. Für viele Menschen ist die Zeit am
Morgen günstig. Aber letztlich msst Du Deine Zeit finden. Wichtig ist,
eine bestimmte Zeit in den Tagesrhythmus einzuplanen. (Tagesstruktur)
Wenn es nach einer Mahlzeit sein muß, dann solltest Du nur wenig und
eine leichte Kost eingenommen haben. Regelmäßigkeit, z.B. tägliche
kurze Übung, ist besser als 1 x wöchentlich langes Sitzen.
Die Körperhaltung:
Hilfreich ist es, mit einer Entspannungsübung zu beginnen. Lieb
gewordene Yoga- oder andere Übungen, eine Gebärdenreihe, eine Abfolge
von Bewegungen und Atemübungen eignen sich sehr gut.
Die Regel heißt: keine Meditation ohne Entspannung. Finde dann die für
Dich günstigste Haltung des Körpers für den Weg in die Übung: Knien
(Reitersitz), Sitzen oder Liegen (nur bedingt) sind möglich. Hilfreich
ist das gesammelte Sitzen auf einem Meditationskissen oder – bänkchen,
die Füße angewinkelt, in die Einheit des Körpers hineingenommen. Das
Becken ist leicht nach vorne gekippt, Körper und Kopf sind aufgerichtet
und soweit als möglich entspannt. Bei nachlassender Haltung zart wieder
aufrichten. In der Beobachtung des Körpers bleiben.
Die Atmung:
Laß den Atem geschehen. Schaue zu, wie er kommt und geht.
Manipuliere nicht. Es reicht hinzuschauen, wie der Atem durch den
Körper fließt. Spüren wie sich mein Bauchraum, Bauchdecke,
mein Brustraum, verändert. Beobachte den Ein- und Ausatem durch die
Nasenöffnungen. Werde frei von Bewertungen aller Art, z.B. Bauchatmung
ist gut, flacher Atem ist schlecht. Sei Atem!

Quelle: rueckenrichter.de

Sehr gut erklärt - besser kann ich es fast nicht !
Doch aus meinen eigenen Erfahrungen füge ich noch einiges hinzu:
Klein anfangen 2 x 10 Min. täglich, dann steigern auf ca. 30 Minuten.
Da es unweigerlich zu Schmerzen in den Gliedern und Muskeln kommen
wird - auch Einschlafen der Füße - , sollte der Schmerz benannt werden.
Man sagt dazu auch etikettieren: den Fokus auf den Schmerz richten und
wie ein Mantra z.B. ...kribbeln, kribbeln, sagen; irgendwann ist er dann wech.
Hast Du den Körper beruhigt, meldet sich unweigerlich der Geist, das
Gedankenkarussell beginnt und das ist das schlimmste, damit umzugehen . . .
Wie Luther es immer sagte:
die Gedanken können ruhig kommen, aber sollen auch wieder gehen,
sie dürfen kein Nest bauen.
Um das zu vermeiden, habe ich mir angewöhnt auf alles zu hören: sei es ein
Hundebellen, Vogelgezwitscher, Kindergeschrei, Regen, Wind oder Sturm.
Irgendwann, nach langer Praxis und regelmäßiger Meditation: Achtung, meine
Lieben, erfordert allerdings eine starke Disziplin !!! . . .
ist Körper und Geist voller Frieden und Harmonie - es stellt sich eine innere
Gelassenheit und Stärke ein. Der tiefe Grund Deines Wesens und Gemütes
zeigen Dir wo Du stehst -nichts verschwindet oder wird verdrängt und es
kommt manchmal sicherlich zu einigen Krisen !
Dann sollte man sich in eine geführte Kontemplation begeben, eine Zazen-Gruppe
oder auch in ein Kloster, Retreats ect.


:wink


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