Wege ins Licht

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 Betreff des Beitrags: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 11:56 
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Magier
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Ein generelles Problem in der Magie wie auch Mystik ist, dass die Menschen, leider oft auch Praktizierende, sich von äusseren Eindrücken viel zu sehr leiten lassen.

Ein Magier der nicht in Robe, mit Stab und magischem Dolch oder Schwert herumläuft ist für viele Menschen kaum vorstellbar und nicht als Magier zu erkennen. Und von Mystikern erwarten viele Menschen ausgehungerte schrumplige alte Leute die schlicht bekleidet irgendwo in Höhlen oder Kirchen sitzen.

Auch bei Praktikern findet man leider oft diesen Sinn nach dem Äusseren zu stark ausgeprägt und gerade hier verstehen Pseudogurus und Scharlatane wunderbar zu blenden. Sie kleiden sich auffallend magisch oder mystisch und verstehen es eine Aura der Heiligkeit oder Macht um sich zu errichten die viele Menschen täuscht. Doch dahinter steckt nichts.
Umgekehrt lassen sich viele Leute gar nicht auf Menschen ein die nicht mit allen möglichen Dokumenten bestätigen und beweisen können was sie nicht alles Wissen und die nicht auch entsprechend aussehen.
Lichtarbeiter müssen in Weiss gekleidet sein und Ideal noch Blond und Blauäugig oder halt weisse oder graue Haare. Und Schamanen müssen mit Federn geschmückt und in pelze gehüllt sein etc.

Doch was steckt dahinter? Ich bewundere da den gewagten Auftritt eines Yogis an der Wiener Volkshochschule. Er war Monate im Voraus angekündigt worden, der Saal war komplett voll und ausverkauft. Alle warteten gebannt auf seine Weisheit.

Ersteinmal kam er eine halbe Stunde zu spät - da saßen schon einige Leute weniger im Saal. Die Ungeduldigen waren aussortiert.
Er erschien in normaler westlicher Alltagskleidung. Jeans, T Shirt mit einem trinkspruch als Aufschrift und Turnschuhen. Einige Leute gingen. Die nur aufs Äussere schauen waren aussortiert.
Dann schien er vollkommen betrunken zu sein - er torkelte, hatte Probleme das Pult zu finden, sang auf indisch irgendein Trinklied und wechselte mehrfach Tonlage und Lautstärke. Da verschwand etwas mehr als die Hälfte der übrig gebliebenden Leute.
Anschliessend begann er zu Tanzen und zu turnen, schlug Purzelbäume und erzählte lallend Kindermärchen und schlechte Witze. Nun gingen fast alle übrigen Leute empört aus dem Saal. Für diejenigen denen das noch nicht empörend genug war begann er auch noch zu rülpsen und lies ein paar Winde wehen.

Als nur noch etwa 10 Leute im Saal saßen (gut 1 Stunde der Vortragszeit waren schon rum) schüttelte er sich, ging ohne zu schwanken nach Vorne (von der Bühne) und setzte sich im Lotussitz hin und bat alle Anwesen zu ihm zu kommen. Als sie da saßen im kleinen Kreise, sagte er, völlig nüchtern und mit einem glückseligen Lächeln "Ihr seid es Wert zu hören, was ich zu sagen habe"

Und für jene Leute wurde es wohl der beste Yogavortrag den sie je gehört hatten. Und ich kann bestätigen es war in Bewzug auf Rajayoga ein ehctes spirituelles, Horizont erweiterndes Erlebnis aus dem man mehr lernen konnte als aus den ganzen Büchern.

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Magie reicht nur so weit wie die Grenzen unseres Bewusstseins.

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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 12:07 
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Magier
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Auch bei Stejnar finden wir eine ähnliche Kurzgeschichte in der 2 Schülerinnen eines "Meisters" ganz entsetzt waren und in dem manne keinen Meister mehr sehen konnten als er am Lagerfeuer lautstark einen fahren liess. Während die Männer lachten waren die beiden Damen spirituell erschüttert.
Warum? Auch ein Meister hat seine Verdauung und Lebensweise und oftmals sind die ganz grossen Magier und Mystiker ganz enttäuschend banal wenn man sie näher kennen lernt oder sich mit ihnen befasst.

Bardon, wohl einer der berühmtesten Magier der Moderne, hatte wahrlich kein beneidenswertes oder herausragendes Leben, war Kettenraucher und auch ein strenger Vater dem sein Sohn bis heute nicht glauben kann, dass er ein Adept gewesen sei.
Crowley, eine andere Grösse, war Drogenabhängig und wohl auch nicht egrade ein Beispiel für Erfolg. Und so weiter.

Was diese Leute zu Grössen macht ist eben nicht ihre körperliche Erscheinung (Crowley sieht aus wie aus einem Horrorfilm entlaufen und Bardon war ein Moppelchen) oder ihr Leben sondern ihre geistige Grösse und die kann man physisch nicht erkennen. Gerade Magier wollen gar nicht erkannt werden und egrade sie verwenden viel Energie darauf so normal wie möglich zu wirken um sich zu schützen.

Aber wieviel geben wir doch auf die Erscheinungsform...wer behandelt denn einen in Armani gekleideten Herren mit Rolex und Ferrari gleich wie einen versifften stinkenden Penner mit Fahne und seit Monaten nicht gewaschenenem Haar? Und doch könnten alle beide geistige Giganten sein...und die Wahrscheinlichkeit dass der Penner geistig Grösser ist als der Reiche ist sogar recht hoch. (Obwohl ja nur wirklich wenige bewusst so ein Leben wählen sondern vielmehr als Folge von Unkontrolliertheit in vielen Lebensbereichen da landen)

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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 15:10 
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Ich glaube dennoch, maximale Wirkung wird da erzielt, wo die beiden Seiten Hand in Hand gehen, das heißt wenn sich äußere mit der inneren "Schönheit" verbindet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 15:29 
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nitro hat geschrieben:
Ich glaube dennoch, maximale Wirkung wird da erzielt, wo die beiden Seiten Hand in Hand gehen, das heißt wenn sich äußere mit der inneren "Schönheit" verbindet.


Sehe ich auch so.

Die Geschichte des Yogis ist dennoch faszinierend. Hier z.B. schon ein radikaler Unterschied, ob man einen Teddy oder einen Teufel als Profilbild hat. Auch wenn man ansonsten die gleichen Beiträge schreibt. Das Bild, das man vorgibt, wirkt halt.

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Und er sprach mit großer Stimme:
Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen!
Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!
(Offenbarung 14,7)


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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 16:18 
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Magier
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Zitat:
maximale Wirkung wird da erzielt


kommt doch sehr darauf an was ich will - viele wollen eben um jeden Preis nicht auffallen ^^

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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 21:06 
Ich glaub das liegt einfach an der Art wie wir andere wahrnehmen. Das passiert doch jedem des öfteren, dass er Personen falsch einschätzt aufgrund ihres Äusseren. meinen dicksten Fauxpas hab ich mir mal geleistet als wir eine Touri-Tour bei der Nasa mitgemacht haben und ich eine Frau die an uns vorbeiging in Gedanken als Sekretärin oder PR-Angestellte abgetan hab. Ein paar Sekunden später sagt jemand aus der Gruppe "Hast du gesehen? Das war ja Amy Mainzer!". Gut dass ich nix gesagt hab. Die Frau ist eine Koryphäe im Bereich der Astronomie. Nur vom Äusseren und vom Auftreten her hätt ich nie gedacht dass die überhaupt was in dieser Richtung macht. Was ja totaler Blödsinn ist, denn Aussehen und Intellekt haben ja nun wirklich wenig Bezug zueinander.

Das liegt wohl viel an unserem modularen Denken wenn sich Erwartungshaltung und Realität nicht decken. Aber da kann man auch dran arbeiten wie man will, der Kopf legt einen doch immer wieder rein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 21:17 
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Zitat:
Was ja totaler Blödsinn ist, denn Aussehen und Intellekt haben ja nun wirklich wenig Bezug zueinander.

Beweisen viele schrullige Genies...Einstein zum bsp ^^

Das Aussehen gibt kaum Hinweise denen man vertrauen kann. Wer denkt Dicke seien unsportlich und Faul hat noch keine SUmoringer trainieren sehen. Die sind sogar wesentlich flinker als man denkt.

Und einige Leute benutzen ein falsches Äusseres mit völliger Absicht. Es gab schon mehrere Millionäre die als abgerissene Landtsreicher herumgestreunt sind um nicht belästigt zu werden.

Ärzten wird im Studium nahe gelegt aufs Äussere der Patienten zu achten um sich ein Bild der Lebenstumstände und möglicher Krankheitsursachen zu machen. Und genau da beginnen die Fehldiagnosen. Man kann sich eben nicht drauf verlassen dass ein abgewrackter Mann der nach Alkohol riecht auch wirklich Alkoholiker ist und jemand der riecht als hätte er sich ne weile nicht gewaschen kann auch plausible Erklrungen haben und sonst sehr reinlich sein etc. Sicher in vielen Fällen stimmt der äussere Eindruck schon aber die Fehlerquote ist auch nicht schlecht

Und dann ist die Frage was uns das Recht gibt Menschen die besser Aussehen besser zu behandeln als Andere. Jemand der mehr Geld hat ist kein besserer Mensch. Reiche wie Arme können mutig und edel oder feige und geizig sein. Man sollte sich vom Äusseren nicht beeinflussen lassen und alle Menschen prinzipiell gleich behandeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 21:27 
Asret Tsapajapis hat geschrieben:
Ärzten wird im Studium nahe gelegt aufs Äussere der Patienten zu achten um sich ein Bild der Lebenstumstände und möglicher Krankheitsursachen zu machen. Und genau da beginnen die Fehldiagnosen. Man kann sich eben nicht drauf verlassen dass ein abgewrackter Mann der nach Alkohol riecht auch wirklich Alkoholiker ist und jemand der riecht als hätte er sich ne weile nicht gewaschen kann auch plausible Erklrungen haben und sonst sehr reinlich sein etc. Sicher in vielen Fällen stimmt der äussere Eindruck schon aber die Fehlerquote ist auch nicht schlecht


Da würde sich der Arzt aber auch sehr einfach machen. Einem Alkoholiker sieht man schon an dass er einer ist und einem Nicht-Alkoholiker siehts man auch an dass er keiner ist. Wenn man geschult ist kann man vieles rauslesen. Logischerweise kann man sich natürlich auch irren.

Asret Tsapajapis hat geschrieben:
Und dann ist die Frage was uns das Recht gibt Menschen die besser Aussehen besser zu behandeln als Andere. Jemand der mehr Geld hat ist kein besserer Mensch. Reiche wie Arme können mutig und edel oder feige und geizig sein. Man sollte sich vom Äusseren nicht beeinflussen lassen und alle Menschen prinzipiell gleich behandeln.


Na eben niemand gibt uns das Recht. Das sind oft Automatismen auf die wir einfach keinen Einfluss haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 21:34 
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Asret da hast du sicher recht. Bei uns im Laden werden z.b. alle gleich bedient, egal wie sie Auftreten. Die einzigen Menschen die wir verweigern und nicht bedienen sind Landstreicher.

Was aber daran liegt, das wir Friseure in der "Intimzone" arbeiten. eder Mensch hat so eine Zone, das ist der Abstand den wir benötigen um uns wohl zu fühlen. Vor allem zu völlig Fremden. ICh weiß der Name lässt auf anderes schließen, aber es ist der Wohlfühlabstand damit gemeint. ;)

Wenn wir also einen Kunden bedienen, dann kommen nicht nur wir ihm in die nähe, er uns genauso. Und so hat der Gesetzgeber uns ein Gesetz zum Schutz gegeben. Das wir nicht keine Kunden bedienen müssen die ungewaschen sind. Und gerade bei Landstreichern, kann alles mögliche an Ungeziefer sein und Krankheiten. Wenn die sich irgendwo waschen, dann werden sie auch bedient, aber nicht wenn sie so ungewaschen, von dreck stehend in den Laden kommen. So ist das aber in allen Friseurläden. Ok nicht in allen, das sie im gewaschenen zustand rein dürfen.

Ich muss ehrlich sagen, das es auch manchmal sehr schwer ist, wenn da einer nach Urin und Alkohol stinkend, hinter ode vor einem an der Kasse des Supermarktes steht, nicht irgendwo ekel zu empfinden. Wir haben hier einen Landstreicher der immer so erbärmlich riecht und ich geh jedesmal flüchten, weil mir einfach kotzübel wird.

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Gruß
von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 21:38 
Silvia hat geschrieben:
Ich muss ehrlich sagen, das es auch manchmal sehr schwer ist, wenn da einer nach Urin und Alkohol stinkend, hinter ode vor einem an der Kasse des Supermarktes steht, nicht irgendwo ekel zu empfinden. Wir haben hier einen Landstreicher der immer so erbärmlich riecht und ich geh jedesmal flüchten, weil mir einfach kotzübel wird.


Das kann ich zum Beispiel gut nachvollziehen. Ich hab da auch mal die Schlange vor der Kasse verlassen weil ich dachte ich müsste mich jeden Moment übergeben. Auf dem Heimweg hab ich Kette geraucht weil ich irgendwie den Gersuch nicht aus der Nase kriegte und das irgendwie überdecken musste. Die arme Kassiererin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 21:50 
Asret Tsapajapis hat geschrieben:

Ärzten wird im Studium nahe gelegt aufs Äussere der Patienten zu achten um sich ein Bild der Lebenstumstände und möglicher Krankheitsursachen zu machen. Und genau da beginnen die Fehldiagnosen. Man kann sich eben nicht drauf verlassen dass ein abgewrackter Mann der nach Alkohol riecht auch wirklich Alkoholiker ist und jemand der riecht als hätte er sich ne weile nicht gewaschen kann auch plausible Erklrungen haben und sonst sehr reinlich sein etc. Sicher in vielen Fällen stimmt der äussere Eindruck schon aber die Fehlerquote ist auch nicht schlecht



Die ärztliche Ersterhebung umfasst Anamnese und Status.

Die Anamnese ist das Erstgepräch, ein Gespräch mit dem Patienten über die derzeitigen Beschwerden und über die eventuelle Vorgeschichte, auch frühere Erkrankungen und derzeit bestehende andere Erkrankungen werden erhoben.
Anschließend wird der Patient Ernstuntersucht, der so genannte Status. Dazu gehört Blutdruckmessen, Puls fühlen, Lunge abhorchen, Herz abhorchen und noch einiges mehr. Unter anderem wird dabei die haut des Patienten, sein äußeres Erscheinungsbild betrachtet. Wichtig dabei ist vor allem die Farbe der Haut, weiss, blass, extrem rot, gelb, kühl, heiss, Verfärbungen, Schwellungen irgendwo etc... etc....

Niemand wird einen Patienten einfach kurz ins Gesicht schauen und mal kurz hinriechen und auf Grund dieser Informationen eine Diagnose stellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 22:01 
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Zitat:
Niemand wird einen Patienten einfach kurz ins Gesicht schauen und mal kurz hinriechen und auf Grund dieser Informationen eine Diagnose stellen.


Das ist schon richtig ABER in der Anamnese wird empfohlen aufs Äussere des Patienten streng zu achten da man am Erscheinungsbild allein auf vieles schliessen kann was besonders wichtig ist wenn man den Verrdacht auf Drogenkonsum, Alkohol oder andere Dinge hat die ein Patient im Gespräch nicht ehrlich beantworten würde. Es gibt einige Fragen die bei der Anamnese sinnvoll erscheinen - etwa Nehmen sie Drogen - aber man kann damit rechnen dass die allermeisten Patienten dabei lügen also rbaucht man sie eigentlich nicht stellen ausser man erkennt wann jemand lügt - da wär auch der Puls wieder interessant. Und vom Erscheinungsbold kann man sich auch ein Bild von der generellen hygiene und dne Lebensumständen des Patienten machen was wiederum auf einige gesundheitliche Faktoren schliessen lässt.

Jedenfalls hab ich es so gelernt aber ich nehm an dass beim Heilpraktiker und Arzt bei Dingen wie Anamnese der Unterschied nicht so gewaltig ausfallen dürfte und wenn ich mir meine bisherogen Hautärzte so anschaue haben die mich alle nach den ersten 2 Gesprächen in eine Schublade gesteckt gehabt. Meinen Jetzigen überrasche ich immer wieder aufs Neue *g*

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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 22:05 
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Da hast du recht, ein Arzt der seinen Job ernst nimmt wird nie den Patienten Oberflächlich betrachten und einordnen.

Wobei Asret auch recht hat, viel zu schnell sortieren wir die Menschen in Schubladen. Aber das ist auch Menschlich. Zumal wir unsere Schubladen brauchen um die Welt zu verstehen. Die Frage ist, ist man auch in der Lage einen Menschen mal aus einer Schublade wieder rauszuholen, in die wir ihn getan haben? Ist man in der Lage umzudenken?

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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 22:07 
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Asret Tsapajapis hat geschrieben:
Das ist schon richtig ABER in der Anamnese wird empfohlen aufs Äussere des Patienten streng zu achten da man am Erscheinungsbild allein auf vieles schliessen kann was besonders wichtig ist wenn man den Verrdacht auf Drogenkonsum, Alkohol oder andere Dinge hat die ein Patient im Gespräch nicht ehrlich beantworten würde.


Das ist etwas halbgar ausgedrückt. Es wird auf Mimik und Gestik geachtet im Zusammenhang auf das mündlich Geäußerte.
Es geht um Körpersprache und darum, ob Gesagtes und die Körpersprache übereinstimmen.
Außerdem, ob das Gesagte logisch und richtig ist oder ob es da Auffälligkeiten gibt.
Rein nach dem Äußeren wird bei der Anamnese nicht gegangen.
Natürlich spielt der äußere Eindruck auch eine wichtige Komponente - es geht um den Hautzustand, um Verletzungen, um Körperpflege etc.
Dabei werden auch kleine Tests gemacht, die auf außführbare Fertigkeiten verweisen.
Und die aussagen, das Erzählte des Patienten selbst ist sehr wichtig.
Wobei die Blutwerte in den meisten Fällen am Aussagekräftigsten sind.

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"Verbo geniti verbum habent" - "Wer vom Wort gezeugt ist, der hat das Wort." [Bernhard von Chairvaux]
Auf den Pfaden des GEISTES


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 Betreff des Beitrags: Re: Von der Überbewertung des Äusseren
BeitragVerfasst: 10. Jan 2011, 22:19 
Wenn ich wissen will, ob ein Patient Drogen nimmt oder nicht, mach ich einen oder mehrere Bluttest, auch Harnproben eignen sich.
Wenn jemand seit vielen Jahren Alkoholiker siehst du das an der Haut, es ist wie eine eindeutige Hautkrankheit, die ja auch ihre typischen Symptome aufweist. Die Leberwerte im Blut bestätigen dann meist das Gesehene.
Dabei ist es völlig unerheblich ob der Untersuchte Sandler (Penner) ist oder im Maßanzug mit dem Guccischuhen daher kommt. Drogensüchtige und Alkoholiker finden sich in allen Gesellschaftsschichten.


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