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 Betreff des Beitrags: Mogon
BeitragVerfasst: 17. Mär 2013, 22:43 
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Hallo ihr lieben,

ich hab mal eine Frage an euch, den Google bringt mich leider nicht weiter. Auf Nachforschungen nach der Mainzer Geschichte stieß ich auf den Namen der Gottheit Mogon, von der Mainz seinen Namen haben soll, aber leider gibt es als einzige Information sonst nur das er mit Apollon gleichgesetzt wurde und das die Mainzer daher ihr Rad als Wappen her haben. Logisch, Heil und Sonnengott, da liegt das Sonnenrad nahe. Doch ich finde nicht ein Bild oder irgendwas weiteres über diese Gottheit, was mich sehr verwundert, denn es soll eine Keltische Gottheit sein unddie Kelten waren unter anderm auch Künstler, was bedeutet es sollte doch Götzen oder Statuen im Miniformat geben oder?

Hat da einer mehr Informationen die zuverlässig sind?

lg
Silvia

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von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: Mogon
BeitragVerfasst: 18. Mär 2013, 00:11 
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Silvia hat geschrieben:
Doch ich finde nicht ein Bild oder irgendwas weiteres über diese Gottheit, was mich sehr verwundert, denn es soll eine Keltische Gottheit sein unddie Kelten waren unter anderm auch Künstler, was bedeutet es sollte doch Götzen oder Statuen im Miniformat geben oder?


Nicht jede Religion benutzt Götzenstatuen. Bei den Kelten war es wohl eher so, wie man es heute bei vielen kleinen Religionen der Naturvölker antrifft. Da sind eher markante Landschaftsmerkmale wie Quellen, Flüsse, Höhlen usw. ein heiliger Platz der einer Gottheit zugewiesen werden. Statuen und Scharrbilder waren zur Abschreckung von bösen Wesen gedacht. Oder es werden Wesen dargestellt die in Verbindung mit bestimmten Gottheiten stehen. Ich kenn das von Dylans Hunden im Meer oder auch Annwns Hunden mit denen Arawn auf die Jagd ging, Arianrhods weisse Eule oder Morrigans Krähen....das kann man sich aussuchen. Sowas wurde wohl öfter als Schmuck als Steinbildnis hergestellt.

Ich denke Götterabbilder werden auch erst dann notwendig wenn eine Religion ein wichtiger Bestandteil eines organisierten "Staates" wird, dann müssen Normen und eine Art Gleichschaltung her um Unruhe zu vermeiden. Im Stammesgemeinschaften oder losen Verbänden ist es günstiger einen heiligen Ort zu haben zu dem man reist oder bei Gelegenheit sein Gebet verrichten kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mogon
BeitragVerfasst: 18. Mär 2013, 07:06 
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Danke dir für die Erklärung. wenn ich das richtig rausgefunden habe, dann haben die Kelten auch keine einheitlichen Gottheiten gehabt, sondern lokale und Stammesabhängige. Weswegen es schwer ist da was rauszufinden. Bei Wikipedia ist die Liste zumindest ewig lang und nach Ländern sortiert und kein Gott oder Mythengestalt kommt zweimal vor.

Das macht es für mich jetzt nicht leichter. Kennst du dich vielleicht in der Symbolik ein bissel aus und weißt wie sie die Sonne symbolisieren würden?

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von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: Mogon
BeitragVerfasst: 18. Mär 2013, 08:08 
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Da muss ich passen. Von so einer Symbolik wüsste ich nichts, in Anbetracht dessen was ich über die Inselkelten weiss, würde ich annehmen sie hätten eine goldene Scheibe genommen. Aber frag doch mal bei hassiaceltica nach. Die müssten doch genau die Ansprechpartner für dich sein. Zumindest schmeisst unser Verzeichnis die bei der Suche nach Informationen raus.

http://master.kahnerts.com/wp-hassia/

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 Betreff des Beitrags: Re: Mogon
BeitragVerfasst: 18. Mär 2013, 15:59 
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 Betreff des Beitrags: Re: Mogon
BeitragVerfasst: 18. Mär 2013, 21:45 
aus Zeitungsartikel von 2000
Am Rande des römischen Tempelbezirkes ist ein Keltengrab aus der Hallstattzeit gefunden worden. Die Ausstattung des ursprünglich zwei Meter hohen Hügelgrabes lässt auf die Bestattung einer "sozial höher stehenden Person" schliessen. Der bislang älteste Mainzer wurde vor rund 2500 Jahren in einer Holzkiste bestattet. Das Grab war aber bereits früher geöffnet worden. Die "verwirbelten" Knochen der ursprünglich von Süd nach Nord blickenden Keltenleiche lassen darauf schliessen. Ob es ein Mainzer oder eine Mainzerin war steht noch nicht fest. Bronzeringe, die im Grab gefunden wurden, deuten ebenfalls auf eine höher gestellte Persönlichkeit.

Der Fund des keltischen Zentralgrabes ist für Mainz ein absolutes "Novum". Dieser Fund belegt eine Besiedlung der heutigen Innenstadt bereits in vor-römischer Zeit. Allerdings wundert sich Dr. Rupprecht, dass bislang noch nicht eine einzige Inschrift (und Mainz besitzt die größte Inschriftensammlung Deutschlands!) mit dem Namen des keltischen Lichtgottes "Mogon" aufgetaucht ist, nach dem das römische "Mogontiaticum" benannt worden sein soll. In England, Frankreich und Süddeutschland wurde solche Hinweise gefunden. In Mainz noch nicht. Dr. Rupprecht spekuliert: "Vielleicht leiten die Römer ihren Namen für die Stadt, die lange nur bezeichnet wurde als "am Rheinufer gelegen, gegenüber der Mainmündung" von einer Person oder einem Ort ab".
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Mogontiacum (keltisch Mogon = der Große)
Es war einmal ein keltischer Haupt- und Kriegsgott namens Teutates, dem man den Beinamen Mogon, der Große gab. Mogontiacum, direkt an der Mündung des Main in den Rhein gelegen, bedeutet also soviel wie „das Land des Mogon”. Im Gegensatz zu antiken Megacities wie Colonia Agrippina (heute Köln) oder Augusta Treverorum (Trier) war Mogontiacum ein reines Militärlager und fern jeder Urbanität. Wie seine Bewohner zu den lustigsten Vertretern der heutigen Germanen aufsteigen konnten, bleibt selbst Kennern der Geschichte ein historisches Rätsel. Besagter Ort nennt sich heute übrigens Mainz – ist ja auch viel einfacher auszusprechen.

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Grannus (Grannos, Granno, Granus, Granianus) ist ein keltischer Heilgott und Hüter von Thermalquellen.

Grannus wurde dem Apollon ähnlich als junger Mann dargestellt der ein Saiteninstrument, eine Kithara oder Crotta spielt.



Beinamen:

Grannus wurde als Dei (Himmlischer, Glänzender, Gott) angerufen und trug die Beinamen Mogons (Moguns, Mogounos, Moguntis),Amarcolitanus und Vitris (Veteris, Hvitris). Vitris allein trug auch den Beinamen Sancto (Heiliger) und Mogons die Beinamen, Deo,Sancto sowie einen undeutlichen Beinamen Cad... der wohl mit Schlacht zusammenhängt.



Amarcolitanus ist der Name eines gallischen (Heil-)Gottes, der nach der Interpretatio Romana mit Apollon gleichgesetzt wird.Amarcolitanus könnte „dessen Blick weit ist“, „der Weithinschauende“, bedeuten.


Auf einer Weiheinschrift aus Branges (Saône-et-Loire), im Gebiet der Haeduer, römische Provinz Lugudunensis, ist sein Name genannt.[1] Er wird auch auf Inschriften in Monthelon (Saône-et-Loire) und Horbourg-Wihr (Haut-Rhin) mit den keltischen HeilgötternGrannus und Mogon (Granus Mogounus Amarcolitanus) in Verbindung gebracht, was auch in ihm einen Heilgott vermuten lässt.[2][3]


---> die Mainzer würden sicher liebend gern mehr offerieren zu Mogon,
aber es wird immer spekulativer je mehr man sucht


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 Betreff des Beitrags: Re: Mogon
BeitragVerfasst: 18. Mär 2013, 22:15 
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Die Sachen habe ich auch gefunden, doch danke fürs Suchen. Ich sehe sie nicht sehr als Autentisch an. Zum einen ist der Vergleich zu Teutaes sehr weit hergeholt, wie es in dem einen Teil heißt. Zum Anderen habe ich auf der Homepage der Mainzer und der Homepage des historischen Vereins von Mainz den Hinweiß auf die Namensgebung gefunden, das sind für mich durchaus autentische Quellen, da wir hier in Ingelheim von dem historischen verein auch nur wirklich bestätigte Infos bekommen, keine Spekulationen. Ein Grund wieso sich Ingelheim zum Beispiel von der päpstin distanziert, weil sie keine Beweise haben das sie lebte und vor allem hier lebte. Ich denke der Mainzer Verein wird da genauso akribisch sein. Zumal zwischen dem Zeitungsbericht und heute 12 Jahre liegen, inzwischen gab es eine Menge neuentdeckungen in Mainz.

Ich hab jetzt mal die Seite angeschrieben die Braen erwähnte und hoffe das ich eine Freundin, die Keltologin ist noch erwischen kann. Nur die ist nie da und generell abwesend :D

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von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: Mogon
BeitragVerfasst: 9. Aug 2014, 11:04 
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Obwohl "Kurmainzer", und obwohl mich Mogon immer mal beschäftigt, konnte ich nie viel über ihn in Erfahrung bringen.
Angeblich soll es ein keltischer Stammesgott sein. Es gibt aber von Andalusien bis zum Rhein etliche Städte, die seinen Namen tragen. Er muss also irgendwann in der Antike überregionale Bedeutung erhalten haben. Das verwundert insofern nicht, als er ein Licht- oder Sonnengott war. Eine solche Gottheit gab es überall und immer, und die Römer sind bekannt dafür, dass sie gemäß entsprechender Kriterien fremde Götter mit den eigenen identifizierten.
Mit Verwunderung lese ich hier, dass es in Mainz keine oder kaum Hinweise auf Mogon gibt, und ich stelle mal darüber eine verwegene Theorie auf:

Der Name Mogon wurde von den römischen Legionen über das Imperium verbreitet. Bis zum 4. Jahrhundert waren die Legionäre oft Anhänger des Mithraskultes. Schon deshalb, weil ursprünglich Soldaten nicht Christen werden konnten. Sicher aber auch deshalb, weil der Mithraskult ein reiner Männerkult war. Mithras ist die irdische Erlösergestalt des Sonnengottes - da hätten wir dann auch Mogon. Der Mithraskult war ein Geheimkult, über den wenig bekannt ist. Das könnte wiederum erklären, dass es auch über Mogon nur wenig Quellen gibt, obwohl sein Name europaweit verbreitet ist.


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