Wege ins Licht

Das Forum von Wege ins Licht zum Austausch für Suchende und die, die ihren Weg gefunden haben
Aktuelle Zeit: 20. Jul 2018, 14:48

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 21 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Weg zum wahren Adepten 2.0
BeitragVerfasst: 5. Sep 2017, 09:42 
Offline
Schüler
Schüler
Benutzeravatar

Registriert: 07.2016
Beiträge: 91
Wohnort: Ulm
Geschlecht: männlich
Hermetik-Hans-Joerg hat geschrieben:
Ich muss mir mal kurz Luft machen zum Thema Gedankenbeherrschung, Achtsamkeit und das man alles mit vollem Bewusstsein machen soll oder sich anders gesagt voll auf jede Kleinigkeit konzentrieren soll.

Ich habe das mehrfach versucht und ich finde es frustrierend und bescheuert. Für viele Tätigkeiten brauche ich nicht einmal einen Bruchteil meiner Bewusstheit und es ist völlig unnötig sich voll und ganz etwa aufs Kartoffelschälen oder aufs Fahrradfahren zu konzentrieren. Solche alltäglichen Vorgänge sind derart automatisiert und mir ins Fleisch und Blut übergegangen das es mir absonderlich bescheuert vor kommt wenn ich versuche mich wie ein Besessener voll und ganz darauf zu konzentrieren. Das ist doch bescheuert.

Das ist nur auf den ersten Blick bescheuert!

Mit dieser Übung soll nicht nur die Konzentrationsfähigkeit gesteigert werden sondern vor allem der Wille. Wenn man sich zu etwas überwinden muss um es zu tun, dann ist das das beste Mittel seinen Willen zu stärken.

Ach ja, beim Kartoffelschälen hat es zudem den Vorteil, dass man sich nicht in den Finger schneidet ;)

Viele Grüße
Arcan

_________________
Selber denken ist nicht verboten sondern ausdrücklich erlaubt!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Weg zum wahren Adepten 2.0
BeitragVerfasst: 5. Sep 2017, 14:49 
Offline
Novize
Novize
Benutzeravatar

Registriert: 08.2017
Beiträge: 188
Wohnort: Ottersweier
Geschlecht: männlich
Ich finde es wie gesagt übertrieben. Ich war ja wirklich willens die Übung zu machen und habe deshalb auch mit verschiedenen Möglichkeiten experimentiert um die Gedanken oder die Konzentration auf die aktuelle Tätigkeit zu lenken. Einerseits sagt Bardon ja man soll mit den Gedanken bei der Sache sein was für mich bedeutete entweder Gedanken zum Thema der aktuellen Tätigkeit zu haben oder zu kommentieren was ich gerade mache. Vor allem das Kommentieren hat dann zu einem vermehrten Aktivitätsschub geführt. Bei einigen Tätigkeiten gibt es aber auch schlichtweg nichts zum nachdenken. Dann bliebe nur noch das Kommentieren der Tätigkeiten um die Gedanken auf Spur zu halten. Das ganze sieht dann so aus das ich mir beim rauchen 100 mal in den Kopf hämmere das ich rauche ?!

Andererseits wurde mir klar das es aber vor allem darum geht sich auf das was man tut zu konzentrieren und gar keine Gedanken zu haben wenn man eine Aufgabe macht sondern die Aufmerksamkeit voll auf die Tätigkeit zu lenken. Wie gesagt finde ich das bei einigen Tätigkeiten schlichtweg übertrieben man kann beim rauchen einer Zigarette ohne Probleme über X oder Y nachdenken ohne das dies einen Nachteil hätte. Das abschalten der Gedanken hat außerdem dazu geführt das ich völlig passiv wurde weil in meinem Geist keine Gedanken mehr aufkamen die einen Anstoß zu einer Folgetätigkeit gaben.

Zu dem fühlt sich der ganze Vorgang der artig fremd und merkwürdig an das mir das praktisch sehr zu denken gibt. Theoretisch klinkt das in Worte gefasst erst mal sinnvoll aber praktisch ausgeführt finde ich es wie gesagt ziemlich verquert.

Richtig finde ich aber den Anteil der Aufgabe wo es darum geht Gedanken welche sich einem unliebsam und hartnäckig aufdrängen standhaft zu unterdrücken. Dabei geht es meiner Meinung vor allem um negative Gedanke von denen man nicht los kommt.


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Weg zum wahren Adepten 2.0
BeitragVerfasst: 5. Sep 2017, 15:16 
Offline
Novize
Novize
Benutzeravatar

Registriert: 08.2017
Beiträge: 188
Wohnort: Ottersweier
Geschlecht: männlich
Ich will aber auch auf das eingehen was du dazu gesagt hast, du sagst es stärkt den Willen weil man sich überwinden. Mich interessiert das Thema Überwindung. Ich habe festgestellt das man viel erreichen kann wenn man Überwindung oder Zurückhaltung arbeitet, vor allem in meiner Vergangenheit am Anfang meiner Erfahrungen mit Franz Bardon habe ich viel mit Disziplin also mit Überwindung und Zurückhaltung gearbeitet und viel erreicht.

Unter anderem habe ich angefangen Sport zu machen, habe abgenommen, das Rauchen phasenweise für mehrere Monate ausgesetzt, keinen Alkohol mehr getrunken und einiges anderes mehr.

Leider habe ich dann auch sehr schlechte Erfahrungen mit der Disziplin gemacht. Es war eine Sache sich selbst zu Tätigkeiten die einem schwer vielen zu überwinden oder sich zurückzuhalten bei Dingen die man gerne machte die aber einen negativen Beigeschmack hatten. Mein Problem war das ich unglücklich verliebt war und mit all meiner aufgebauten Disziplin an dieser Liebe festgehalten habe. Demnach habe ich die Disziplin nicht mehr nur auf mich selbst angewendet sondern blieb auch im Umgang mit einigen Personen hart und wollte nicht aufgeben was. Was dann in einer völligen Überforderung endete.

Vielleicht stehe ich aus diesem Grund heute völlig anders zum Thema Disziplin und Überwindung. Ich habe einfach das Gefühl wenn ich diszipliniert bin mich ständig zu etwas zu zwingen in mir baut sich nach kurzen Phasen der Überwindung ein Drang nach Freiheit auf der gegen das Überwinden oder die Disziplin gerichtet ist. Aus diesem Grund bleibe ich bei den meisten Tätigkeiten die ein auch nur kleines Maß an Überwindung kosten nur selten dran weil ich mich wie gesagt von mir selbst gezwungen fühle und ich die Dinge eher aus Interesse oder Begeisterung machen will. Das stellt aber manchmal für mich ein ziemliches Problem dar, weil ich hin und wieder doch auf gar nichts Lust habe mich aber auch nicht überwinden will und dann passiv bleibe was dann zu öder langweilige führt. Außerdem komm ich bei vielen Dingen bei denen man sich überwinden müsste einfach nicht weit weil ich diese Dinge immer wieder abbreche und später immer wieder von vorne Anfangen muss.

Ich will mich aber einfach nicht gezwungen fühlen und das fühle ich mich wenn ich mich überwinden oder zurückhalten muss. Was würdet ihr mir empfehlen ?

Das eine Extrem wäre sicher übertriebene oder zwanghafte Disziplin die andere Seite ist aber das man immer alles schleifen lässt. Ich bin leider eher der Typ geworden der alles schleifen lässt weil ich mich einfach nicht überwinden will, um ehrlich zu sein ist der Widerstand gegen das Überwinden so groß das man schon davon sprechen kann das ich es hasse mich überwinden zu müssen. Es hat aus meiner Sicht einfach keine positiven Aspekte das es Hindernisse gibt bei denen man sich überwinden muss. Ich weiß das es diese Hindernisse gibt nur finde ich es einfach falsch. Niemand sollte ein Hindernis in den Weg gestellt werden wenn er etwas gutes anstrebt und doch ist es oft der Fall und ich weigere mich wahrscheinlich einfach ein aus meiner Sicht großes Fehlverhalten des Universums hinzunehmen.

Jetzt sind meine Absichten und der Wille das alles Gute ohne Hindernisse erreicht werden sollte ja auch wirklich gute und edle Absichten. Gäbe es nämlich keine Hindernisse beim erreichen von guten Dingen dann wäre das Universum sofort perfekt. Das Problem ist Hindernisse beim erreichen von guten Dingen sind Realität und meine ganzen edlen Motive ändern an der praktischen Realität einfach gar nichts. In diesem Universum wird einem teilweise einfach der Weg versperrt wenn man gute Absichten hat während man auf der anderen Seite teilweise zu negativen Dingen hingezogen wird. Das ist mehr als schlecht. Und doch wird meine Einstellung nichts daran ändern diese Problematik wird weiterhin bestehen bleiben, alles was ich entscheiden kann ist ob mich überwinden will Hindernisse zu überwinden weil mir das Gute wichtig ist und ich kann mich entscheiden mich zurück zu halten wenn ich dazu verleitet bin Dinge zu tun die einen negativen Ausgang haben, das ist die einzige Wahl die ich habe und wenn ich das nicht mache dann entweder weil ich mich nicht anstrengen will oder weil mir die guten Dinge nicht wichtig genug sind.

Und um mal ganz ehrlich zu sein , ja ich hab kein Bock mich immer wieder anzustrengen zu bemühen und ab zu rackern , all das anstrengende ist für mich negativ und da relativiert sich dann einfach auch der Wille erfolgreich zu sein wenn man immer wieder Steine in den Weg gelegt bekommt obwohl man gute Absichten hat.


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Weg zum wahren Adepten 2.0
BeitragVerfasst: 5. Sep 2017, 16:16 
Offline
Novize
Novize
Benutzeravatar

Registriert: 08.2017
Beiträge: 188
Wohnort: Ottersweier
Geschlecht: männlich
Es geht wohl aber auch um den Leistungsgedanke. Wer etwas leistet wird belohnt , jemand zu belohnen der nichts geleistet hat ist eigentlich falsch und leisten kann man natürlich auch nur etwas wenn man etwas Negatives überwunden hat. Wenn es also keine Hindernisse beim erlangen von guten Dingen gäbe dann könnte man aus Sicht des Leistungsgedanken auch niemanden belohnen. Niemand hätte erfolgreich etwas geleistet das eine Belohnung rechtfertigt und das überwinden eines negativen Hindernisses überhaupt rechtfertigt dann auch erst eine Belohnung. Irgendwo da ist wohl die Lösung meines Problemes mit der Überwindung zu finden.


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Weg zum wahren Adepten 2.0
BeitragVerfasst: 5. Sep 2017, 16:40 
Offline
Schüler
Schüler
Benutzeravatar

Registriert: 07.2016
Beiträge: 91
Wohnort: Ulm
Geschlecht: männlich
Hallo Hans Joerg

Bardon verlangt ja nicht, dass man ständig und zu jeder Sekunde etwas tun soll wozu man sich überwinden muss. Man soll bei der Übung einfach lernen die Aufmerksamkeit auf das zu Fokussieren was man gerade macht. Man kann also diese Übung sehr gut in den Alttag einbauen. Wenn man es dann auch noch bei einer Tätigkeit macht, zu der man sich überwinden muss, dann hat man gleichzeitig auch eine gute Willensschulung gemacht. Wenn man mit der Tätigkeit fertig ist, dann ist man auch mit der Übung fertig.

Wenn man sein Leben ändern will und alles was man ändern will kostet Überwindung: Dann lass es sein!

Man kann sein Leben nur ändern wenn man es wirklich will!
Ist der Wille da, dann ist alles was kommt keine wirkliche Überwindung mehr, sondern eine Aufgabe die man bewältigen will.

Wenn ich deine Texte so lese, dann habe ich den Eindruck, dass Du in einer Art Lethargie gefangen bist. (Ein bisschen viel Wasser-Element)
Du hast viele gute Vorsätze und Vorhaben aber es fehlt ein bisschen Feuer.
Ausgerechnet dafür wären die Übungen mit "noch" Überwindung genau das richtige um dieses Element zu steigern. Wenn Du weiter kommen willst, dann wirst Du eh nicht darum herum kommen das Feuer Element zu stärken.


Ich möchte mal ganz Direkt sein, ich hoffe ich treffe den richtigen Ton!

Du brauchst nicht mehr viel Zeit damit zu vergeuden um auszurechnen wie die Elemente bei Dir verteilt sind. Du weißt, dass das Feuerelement leidet. Denk nicht mehr so lange darüber nach warum, wieso, weswegen du nicht weiter kommst.

Das einzige wie Du weiter kommen kannst ist jetzt gleich und sofort Dein Leben in die Hand zu nehmen und wenn es sein muss einen Waldweg zu fegen!!!
Ich hoffe Du verstehst mich richtig.

Viele liebe Grüße
Arcan

_________________
Selber denken ist nicht verboten sondern ausdrücklich erlaubt!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Weg zum wahren Adepten 2.0
BeitragVerfasst: 5. Sep 2017, 18:18 
Offline
Novize
Novize
Benutzeravatar

Registriert: 08.2017
Beiträge: 188
Wohnort: Ottersweier
Geschlecht: männlich
Hallo Arcan

Danke erst mal für deine Antwort. Du hast recht ich habe ca 4 mal mehr Wasserelement wie Feuerelement, laut Seelenspiegel. Vor allem die Urqualität "Warm" im Feuerelement ist das Problem, wodurch ich kaum Begeisterung, Lust oder Motivation empfinde. Wäre das besser müsste ich mich auch weniger überwinden und würde mit Herzblut Tätigkeiten ergreifen. Leider ist das nicht der Fall. Deshalb muss ich mich wohl oder übel immer wieder überwinden um aktiv zu werden. Bin ich aktiver habe ich festgestellt das auch Motivation stärker wird. Deshalb sollte ich Überwindung mehr aus Sicht des Leistungsgedanken sehen und mir sagen wenn ich ein Hindernis überwinde werde ich belohnt. Die Aufmerksamkeit immer auf den Widerstand zu lenken und daran herum zu kauen wie sehr es mir missfällt das ich mich mangels Motivation immer wieder bei vielem überwinden muss bringt wenig. Danke noch mal das du dir Zeit für mein Problem genommen hast :)

Alles Liebe
Hans-Joerg


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 21 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Vista theme by HelterSkelter © 2007 ForumImages | Vista images © 2007 Microsoft | software © phpBB®
phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker