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 Betreff des Beitrags: Verschiedene Heilsysteme
BeitragVerfasst: 19. Aug 2010, 17:30 
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EinfachIch
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Registriert: 08.2010
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Von Lia:

Hallo,

ich habe noch einmal eine Frage, die ich zur Diskussion in die Runde werfen möchte.

Im Bereich der Heilung gibt es ganz viele, verschiedene Systeme und Vorgehensweisen: darunter Heilung mit Engelkraft, Heilung mit Schamanen-Methoden, Chakraheilung, Auraheilung, Geistheilung mit Licht und Liebe usw.

Angenommen, ich wäre nur auf Chakraheilung spezialisiert, mein Patient beschäftigt sich aber ganz intensiv mit Schamanismus und kann mit Chakren überhaupt nichts anfangen - im Gegenteil, er findet das Sanskrit sogar lächerlich, könnte ich diesem Menschen mit einer Chakraheilung trotzdem helfen, wenn ich ihm einfach nur sage, dass ich ihn zu heilen gedenke, ihm aber nicht sage wie.

Ich habe so eine Situation nicht, mit würde aber einfach mal interessieren, ob so etwas geht, oder ob eine Heilung und das System immer auf den Patienten individuell abgestimmt sein muss.

Lg
Lia

Nostramizi:

Ich bin kein Heiler, als examinierter Krankenpfleger aber mit dem Thema durchaus vertraut.

Grundsätzlich funktionieren alle Arten von Energieheilung, wenn vom Ausübenden beherrscht.
Auf der anderen Seite hängt die Selbstheilungskraft zu 50% von der Psyche des Betroffenen ab (Glaube versetzt Berge).
Jesus konnte nur denen helfen, die geglaubt haben (dein Glaube hat dir geholfen).

Ein Kompromiß könnte sein, Methoden der Schamanen mit der Chakrenheilung zu kombinieren (Chakrenheilung läuft ohne Erwähnung mit) oder, wenn das nicht geht, einen Schamanen hinzu zu ziehen.
In jedem Falle ist eine Vertrauensbasis wichtig.

Das wäre meine Ansicht als Außenstehender.


Istariotep:

Nein das system muss nicht auf den Patienten abgestimmt sein - dann musst du aber wesentlich emhr Energie aufbringen. Und wenn der patient selbst gar nichts macht wird das Problem schnell wiederkehren. Von daher wäre es schon empfehlenswert sich die Wünsche des Patienten zu Herzen zu nehmen und etwas auf ihn einzustellen. Oder mit ihm reden und Alternativen vorstellen und schauen ob er noch auf was anderes positiv reagiert.

Wie nostramizi schon sagte kann man auch mherere Systeme anwenden.


Avicenna:

Es wirkt auf jeden Fall. Wenn der Patient nicht mitarbeitet, einfach nur geheilt werden will, das ist alles, dann musst du selber wesentlich mehr Energie aufwenden und wie Istariotep schon sagte, das Problem wird dann wiederkommen, vielleicht in anderem Gewand ...

Es empfiehlt sich immer den Menschen dort abzuholen, wo er grade steht, gerade leicht ist das allerdings nicht immer...


Nostramizi:

Was mir noch eingefallen ist:

Es gibt auch Menschen, die zwar angeben, geheilt werden zu wollen. Es aber tatsächlich, in der Tiefe ihres Wesens ablehnen (z.B. Verlust von Zuwendung, Verlust von Vergünstigungen, Angst vor Veränderungen etc.).
Von daher ist eine sehr ausführliche Anamnese (Gesprächsform in entspannter Athmosphäre) wichtig, unter Berücksichtigung nonverbaler Eindrücke.


Silvia:

Ja, ich Stimme meinen Vorrednern zu.

Allerdings ist es auch nicht immer in der Anamnese erkenntlich, viele Verstecken es gut, hinter gespielter guter Laune. Deshalb ist es von Vorteil eine gute Menschenkenntnis zu haben und vor allem die menschen sehr gut zu Beobachten. Je weiter weg die Gliedmaßen vom gehirn weg sind umso schwerer fällt es sie zu kontrollieren und Zeitgleich die Maske aufrecht zuerhalten. Aber auch viele Krankheiten sprechen für sich und geben den Seelenzustand des Menschen wieder.


Tante Edit: Verzeih Nostramizi, das mit den nonverbalen Eindrücken entging mir beim ersten durchlesen.


Istariotep:

Gute Einwürfe. Dann steuere ich bei, dass viele Patienten zwar geheilt werden wollen aber nicht bereit sind ihr Leben zu ändern und eine Hreilung daher meist sehr schwer und nur von kurzer Dauer ist - das wichtigste ist herauszufinden woher die Krankheit eigentlich kam und wie man sie dauerhaft loswerden kann (Lebensänderung)

Lia:

Ich danke euch für die vielen Antworten. ^^
Und ja, ich stimme euch zu, der Patient muss natürlich mitarbeiten.
Was ich auch sehr schwierig finde, ist einem Menschen begreiflich zu machen, dass er im Grunde "selbst schuld" an seiner Krankheit ist. Ich kann mir vorstellen, es gibt sehr viele Menschen, die das nicht gerne hören ...

Lg
Lia


Avicenna:

Das ist schulmedizinisch aber oft nicht anders. Der Patient kommt und erwartet vom Arzt eine "Wunderspritze" oder zumindest ein Medikament, das ihn innerhalb von 10 Tagen gesund macht. Wenn der Arzt sagt, machen sie mehr Bewegung hören sie zu rauchen auf... naja... also das sind ja ganz einfache und durch und durch schulmedizinische Beispiele gewesen grad
im spirituellen Bereich wird es dann natürlich umso schwieriger, nur ich denke mir, wem nicht zu helfen ist, wer es nicht will... jeder ist für sich selbst verantwortlich und Gutmenschen gibt es schon genug...


Lia:

Hoffnungslosigkeit und Sich-nicht-helfen-lassen-wollen gehen in der Schulmedizin sogar noch über so einfache Dinge wie Nichtrauchertum und Bewegung hinaus (wobei ich mich hier auch selbst anklagen muss - ich bin absolut unsportlich):

Vor Kurzem las ich noch eine Geschichte über eine deutsche Ärztin, die auf ihren Reisen an einem Dorf in den Alpen vorbeikam. Dort erfuhr sie, dass eine Frau des Dorfes schwer erkrankt war, und die Dorfbewohner sahen keine Hoffnung mehr, dass sie überleben könnte. Sie waren auch mit dem Tod insofern im Einklang, dass sie zwar um die Frau trauerten, ihr Schicksal jedoch akzeptierten.
Die Ärztin bot an, sich die Patientin einmal anzusehen und sie zu untersuchen, und die Dorfbewohner gestatteten es ihr, taten dies aber mit den Worten: "Sie werden aber sicherlich nicht helfen können, sie ist dem Tod geweiht."
Die Ärztin untersuchte die Patientin in ihrem Krankenzimmer und stellte schnell fest, dass die Krankheit zwar schwerwiegend, aber mit einem bestimmten Medikament leicht zu heilen war, und zufällig hatte die Ärztin dieses Medikament bei sich. Es handelte sich um ein sehr gut erprobtes, sehr wirksames Medikament, und die Ärztin verabreichte es der Frau mit diesem Wissen und war von nun an fest davon überzeugt, dass eine Besserung und Heilung eintreten MUSSTE (schließlich hatte dieses Medikament alle Tests bestanden).
Die Ärztin war umso überraschter und entsetzter, als die Patientin trotz Gabe und korrekter Dosierung des Medikamentes starb.

Wenn ein Patient nicht geheilt werden will oder alle Hoffnung auf Heilung aufgegeben hat (und sich vielleicht sogar schon mit dem Tod abgefunden und seinen Frieden mit sich geschlossen hat), können sogar Medikamente, denen man die größte Zuverlässigkeit zuschreibt, kläglich scheitern.

Lg
Lia


Nostramizi:

Ich habe kürzlich sogar eine noch drastischere Formulierung gelesen: Sinngemäß: "Krankheit ist eine, in der westlichen Gesellschaft anerkannte Möglichkeit, sich zurück zu ziehen und Krebs nicht selten nur eine andere Form von Suizid."
Was mir doch sehr zu denken gibt, bin ich doch selbst seit fast 7 Monaten krank (Bandscheibenvorfall), obwohl ich es liebe zu arbeiten und Arbeit für mich eine große spirituelle Bedeutung hat.
Allerdings mutete ich mir zuvor mehr zu, als für mein Befinden (Körper) gut war. Und selbst jetzt fällt es mir offenbar noch immer schwer, diese Grenzen zu akzeptieren
Was dann doch wieder eine andere Baustelle ist.


Lia:

Hmm ... ich hab das mit dem Krebs auch schon einmal gehört.
Ich finde, es ist aber zu einseitig.
Nicht jeder Krebspatient möchte nicht mehr leben oder denkt an Suizid.

Es gibt immer zahlreiche Faktoren, die zu einer bestimmten Krankheit führen, man kann quasi einer Krankheit mehrere Verhaltensweisen zuordnen, die dazu geführt haben. Nicht alle Verhaltensweisen müssen auf einen Patienten zutreffen, manchmal ist es nur eine einzige Verhaltensweise, manchmal sogar keine.
Suizid gehört bestimmt mit zu den Dingen, die Krebs begünstigen, aber es ist nicht das einzige.

Lg
Lia


Istariotep:

Da hat doch Tepperwein schön formuliert, dass Krankheit uns an einer Tätigkeit hindert - und wir dem Auf den Grund gehen sollen. Manchmal ist es klar - man tut etwas zu dem man eigentlich keine Lust hat oder das man verabscheut und bekommt dann Krankheiten die das unterbinden. Manchmal macht man etwas gerne aber hat etwa viel Stress, oder schaut zu wenig auf sich selbst oder hat andere Probleme (etwa mit Kollegen) denen man eigentlich aus dem Weg gehen möchte.

Lia:

Zitat:
Da hat doch Tepperwein schön formuliert, dass Krankheit uns an einer Tätigkeit hindert - und wir dem Auf den Grund gehen sollen. Manchmal ist es klar - man tut etwas zu dem man eigentlich keine Lust hat oder das man verabscheut und bekommt dann Krankheiten die das unterbinden. Manchmal macht man etwas gerne aber hat etwa viel Stress, oder schaut zu wenig auf sich selbst oder hat andere Probleme (etwa mit Kollegen) denen man eigentlich aus dem Weg gehen möchte.



Das "System Tepperwein" (ich nenne es jetzt einfach mal so) sagt also kurzum aus: Der Mensch hat seine Krankheit verschuldet, und der Mensch kann sie auch wieder heilen (wobei Tepperwein im Laufe des Buches durchaus den Begriff der "irreparablen Schäden" verwendet und somit andeutet, dass nicht jede Krankheit geheilt werden kann).

Heute las ich in einem Buch über schamanische Heilmedizin, und stieß in diesem Rahmen auf ein "System", das sich komplett von Tepperweins unterscheidet, aber dennoch mit ihm in Verbindung gebracht werden kann.
Die Schamen gehen z.B. davon aus, dass Krankheiten durch böse Geister entstehen oder durch die Macht eines feindlichen Schamanen, der z.B. von feindlich gesinnten Dorfbewohnern angestiftet wurde. Es handelt sich um Energien, die in den Körper des Kranken eingedrungen sind, also um äußere Umstände. (Dies ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, auch die Schamanen führen Krankheiten auf eine Disharmonie in der Seele des Erkrankten oder sogar in der Seele des ganzen Dorfes zurück.)
Was ich persönlich auch sehr interessant finde, ist die schamanische Vorstellung, dass der Mensch durch große Schocks (Gewalt, Trauma etc.) Seelenteile verlieren kann, die sehr wichtig für ihn sind, und es somit zu einer psychischen oder körperlichen Erkrankung kommt. Dieser Seelenteil wäre unwiderruflich verloren, wenn ein Schamane nicht in die Anderwelt reisen und ihn dem Erkrankten zurückbringen würde (was nicht immer gelingt).

Hier haben wir also zwei "Systeme", deren Unterschiede auf den ersten Blick nicht größer sein möchten:
- Tepperwein: Eine Krankheit entsteht durch eine Disharmonie in der Seele, sprich: Der Erkrankte hat sich falsch verhalten, und dies manifestiert sich in seinem Körper.
- Schamanismus: Die Ursache für eine Krankheit liegt in einer Disharmonie im Erkrankten oder im Dorf, in bösen Geistern, feindlichen Schamanen oder durch den Verlust eines Seelenteils usw.

- Tepperwein: Eine Krankheit wird geheilt, wenn der Erkrankte die Botschaft seines Körpers versteht und sein Verhalten ändert.
- Schamanismus: Eine Krankheit wird geheilt, wenn ein Schamane gemeinsam mit dem Erkrankten auf eine Bewusstseinsreise geht, dort die Ursache für die Krankheit findet und diese behebt.

- Tepperwein: Sein Ansatz ist eher rational und weltlich, orientiert an den Erkenntnissen der Solugenese, Neuroimmunologie, Psychoneuroimmunologie etc.
- Schamanismus: Dieser Ansatz ist mystisch und an den Mythen der Naturvölker orientiert.
Da ist man ja geradezu verführt zu sagen: "Nun, einer von beiden MUSS ja im Unrecht sein!"

Aber bei genauerem Hinschauen sind die Systeme meiner Meinung nach sehr gut miteinander vereinbar:
1. Es könnte doch möglich sein, dass auf manche Menschen das zutrifft, was Tepperwein schreibt, während auf andere Menschen das zutrifft, was sich bei den Schamenen über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende erhalten hat.
2. Ein Fehlverhalten oder eine seelische Disharmonie könnte doch auch durch einen bösen Geist oder einen Rivalen hervorgerufen worden sein ODER ein böser Geist oder ein Rivale löst eine bestimmte Krankheit aus, weil das Schicksal dem Erkrankten auf diese Weise einen Hinweis auf eine bestehende seelische Disharmonie geben will.
3. Ein Fehlverhalten oder eine seelische Disharmonie könnte doch auch durch einen bösen Geist oder einen Rivalen hervorgerufen worden sein UND ein böser Geist oder ein Rivale löst eine bestimmte Krankheit aus, weil das Schicksal dem Erkrankten auf diese Weise einen Hinweis auf eine bestehende seelische Disharmonie geben will.
Ich denke, alle drei oben genannten Punkte sind möglich (und vielleicht noch eine ganze Menge mehr), und wenn man es so sieht, geht es nicht mehr um zwei völlig voneinander getrennt zu betrachtende Systeme, sondern darum, dass beide Recht haben.

Lg
Lia


Istariotep:

Benenne nun bösen Geist in ein Elemental um und schon stimmen beide Wege vällig überein - Es kommz auf die Definition von "böser Geist" und "Ursache in dir selbst" an. Ein Elemental ist eine Gedankenform die Gestalt und ein wenig eigenleben annimmt - negative Elementale können durch falsches denken und fühlen entstehen (Krankheitsursache im Geist / Seele) und sich als dämonisch aussehende Geister manifestieren. Natürlich können auch echte Dämonen krankheiten auslösen aber nie welche die nicht ohnehin schon darauf warten sich zu realisieren. Sie beschleunigen das Ganze nur

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Gruß
von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: Verschiedene Heilsysteme
BeitragVerfasst: 25. Aug 2010, 16:07 
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Lieber Helios,

Danke für den Link =)

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