Wege ins Licht

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 Betreff des Beitrags: Re: Goethes Faust
BeitragVerfasst: 24. Jul 2011, 00:53 
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Mich überascht wirklich das halbwissen hier über Geothe.

Goethe hat sich nachweisbar sehr mit Magie beschäftigt( da gibt es auch ein buch "Goethe alls okkultist") zum Buch Faust sollte man wissen das der Protagonist auf zwei historischen Personen beruht "Johann Faust" und "Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim" aus beiden wurde bei Goethe dann "Heinrich Faust", hieran erkennt man das sich Goethe mit dem Renaissance Magier Agrippa von Nettesheim beschäftigt haben muss. Ich persönlich glaube auch stark daran das Goethe "von Nettesheim´s" bekanntestes Grimoire "De occulta philosophia" studiert hat, denn wenn man sowohl "De occulta philosophia" als auch "Faust" gelesen hat erscheint manche Textstellen in einem ganz anderem Licht.

Ein anderer Beweis für Goethes magisches Wissen ist sein Gedicht über die Rosenkreuzer "Die Geheimnisse", ein bekanntes Zitat daraus:
"Es steht das Kreuz mit Rosen dicht umschlungen, wer hat dem Kreuze Rosen zugestellt?" Ich empfehle jedem der sich mit Magie beschäfftigt "Die Geheimnisse" mal gelesen zu haben.

Alls anschaulichstes Beispiel aber befinde ich aber die Textstelle in "Faust" in der sich der Pudel verwandelt:

Für solche halbe Höllenbrut
Ist Salomonis Schlüssel gut.

Erst zu begegnen dem Tiere,
Brauch ich den Spruch der Viere:

Salamander soll glühen,
Undene sich winden,
Sylphe verschwinden,
Kobold sich mühen.

Wer sie nicht kennte
Die Elemente,
Ihre Kraft
Und Eigenschaft,
Wäre kein Meister
Über die Geister.

Verschwind in Flammen,
Salamander!
Rauschend fließe zusammen,
Undene!
Leucht in Meteoren-Schöne,
Sylphe!
Bring häusliche Hülfe,
Incubus! Incubus!
Tritt hervor und mache den Schluß!

Keines der Viere
Steckt in dem Tiere.
Es liegt ganz ruhig und grinst mich an;
Ich hab ihm noch nicht weh getan.
Du sollst mich hören
Stärker beschwören.
Bist du, Geselle
Ein Flüchtling der Hölle?
So sieh dies Zeichen
Dem sie sich beugen,
Die schwarzen Scharen!
Schon schwillt es auf mit borstigen Haaren.
Verworfnes Wesen!
Kannst du ihn lesen?
Den nie Entsproßnen,
Unausgesprochnen,
Durch alle Himmel Gegoßnen,
Freventlich Durchstochnen?
Hinter den Ofen gebannt,
Schwillt es wie ein Elefant
Den ganzen Raum füllt es an,
Es will zum Nebel zerfließen.
Steige nicht zur Decke hinan!
Lege dich zu des Meisters Füßen!
Du siehst, daß ich nicht vergebens drohe.
Ich versenge dich mit heiliger Lohe!
Erwarte nicht
Das dreimal glühende Licht!
Erwarte nicht
Die stärkste von meinen Künsten!;

Also: Salomonis Schlüssel, die Elementargeister usw. wenn Goethe da nicht mal einen Blick in ein Zauberbüchlein geworfen hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Goethes Faust
BeitragVerfasst: 24. Jul 2011, 07:21 
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Hallo

Eine schöne Textstelle,

da möchte ich dir gleich mal ein sehr wichtiges Märchen von Goethe ans Herz legen:

"Die grüne Schlange und die Lilie"

_________________
Loslassen was nicht glücklich macht


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 Betreff des Beitrags: Re: Goethes Faust
BeitragVerfasst: 27. Jul 2011, 01:56 
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Hallo Skadi,

"Die grüne Schlange und die Lilie" hab ich schon vor längerer Zeit mal überflogen, werd´s mir aber aber bald nochmal durchlesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Goethes Faust
BeitragVerfasst: 17. Jun 2012, 09:58 
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Aus aktuellem Anlass schieb ich das Thema nochmal in die neuen Beiträge zur weiteren Diskussion =)

Zitat:
Wobei man, wenn man das Werk den liest, schnell erkennt, dass Mephisto mit Gott Hand in Hand zusammenarbeitet und sie sich mögen, er auch unter den Engeln zu finden ist und auf Gottes Erlaubnis hin den Faust verführt.
Weiters wird sehr schnell deutlich, dass Faust kein Magier ist sondern ein stümperhafter Zauberer der nichtmal die Nähe eines einfachen Erdgeistes erträgt. Hätte Mephisto nicht reges Interesse an Faust wäre Faust allein an dessen Aura verstorben.
Es geht hier auch um eine göttliche Wette, eine Art dramaturgische Neufassung von Hiob.
Ausserdem sieht man allerdings schön wohin Pakte führen können und man selbst der erfüllten Wünsche selten froh wird. (Gretchentragödie) und ein Dämon einfach der falsche Ansprechpartner ist wenn man Liebe erfahren will und man durch den Pakt alle mit sich hinabzieht die einem wichtig sind.
Indess ist Faust nichtmal von Gier getrieben sondern von Wissensdurst - er will erkennen "was die Welt im innersten zusammen hält"
Erst das Gretchen bringt ihn auf andere Gedanken was die damalige Sicht der Kirche verstärkt, dass Frauen schona llein ihres Geschlechtes wegen mit dem Teufel im Bunde seien und Männer von ihren edlen Zielen abbringen

_________________
Namaste

Magie reicht nur so weit wie die Grenzen unseres Bewusstseins.

"Wo kämen wir hin, wenn jeder fragte "Wo kämen wir hin?" und niemand ginge, um zu sehen wohin man käme, wenn man ginge"

Die Homepage zum Forum:
http://www.wegeinslicht.net/


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 Betreff des Beitrags: Re: Goethes Faust
BeitragVerfasst: 20. Apr 2014, 17:15 
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Kennt ihr Goethes Osterspaziergang noch - die Verse die sich in Faust I befinden?

Zitat:
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden belebenden Blick...

http://www.staff.uni-mainz.de/pommeren/ ... stern.html

In seiner Antwort beklagt Faust's Gegenspieler Wagner die Oberflächlichkeit der Menschen die immer nur ihr Vergnügen und den Lärm suchen.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich nichts geändert.


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