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 Betreff des Beitrags: "Der Eremit" AUSZUG
BeitragVerfasst: 19. Aug 2010, 10:41 
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Von Nostramizi:

Wissen und Leben der Eingeweihten

Uns kann nichts mehr geschehen, da wir unser ganzes Dasein dem Schöpfer empfehlen. Siehe, unser ganzes Leben, unser ganzes Handeln, unser ganzes Verhalten ist nur ein einziges Gebet insofern, als wir alles Gott anheim stellen.
Das macht uns gefeit gegen alle Unbilden des Lebens.
Solange wir dergestalt unser Leben auf Gott eingestellt haben – wobei aber immer Gottes, und niemals unser Wille geschehe – kann uns kein Sturm etwas anhaben, kein Blitzstrahl treffen, kein Tier anfallen, kein Jäger und Feind mit seinem Gewehr treffen oder erdolchen.
Immer wird zur rechten Zeit etwas eintreten, was uns schützt. Aber nur dann, wenn wir uns freiwillig mit Gott vereinen und vereint fühlen.
Wir erlangen die Meisterschaft nicht, um über die Menschen zu herrschen, sondern um die geistige Entwicklung der Menschheit zu überwachen und dafür zu sorgen, dass alles geistige Suchen und Streben immer wieder einmündet in den einzigen großen Strom, der zu Gott zurückführt.

Wir alle, wir Eingeweihten (aus allen Völkern und Religionen), wir Meister, sehen in Christus Gottes Sohn.
Der innere Kern jeder Religion auf der ganzen Welt deckt sich mit der Lehre des Gottessohnes.
Wir hier in Indien schreiten nur einen anderen Weg, der für unsere Naturen, für unsere Umgebung, für unser Begriffsvermögen einleuchtender und leichter verständlich ist.
Wir folgen den Lehren Buddhas und Brahmas, deren Lehren aber im Urgrund die gleichen sind wie die des Gottessohnes.

Ihr Christen seid bevorzugt, dass ihr direkte Botschaften vom Gottessohn erhalten habt und auch begreifen könnt.

Wir Eingeweihten aller Religionen haben nur ein religiöses, und zwar gleiches Weltbild, das dem des wirklich wahren Christentums entspricht.
Unter uns Eingeweihten gibt es daher nur ein Religionsgebiet, ganz gleich, über welche Religionen wir zur Meisterschaft gelangt sein mögen.

Wie kommt es nur, dass gerade die Christen die höchste Lehre, die der Menschheit zuteil wurde, so wenig achten, und ihr, die ihr über andere Religionen zur Ur-Religion vorgedrungen seid, diese Ur-Religion als die wahre, wirkliche Lehre Christi festgestellt habt und somit Christus als Gottessohn verehrt, viel inniger, tiefer und aufrichtiger als die meisten Christen?

Einer der Hauptgründe ist der, dass die meisten Christen zu sehr Verstandesmenschen sind.
Verstand und Gefühl sind aber nötig zur Erlangung wahrer Weisheit und zum Erfassen tiefer Wahrheiten der Lehre Christi.
Ihr christlichen Verstandesmenschen vernachlässigt jedoch zu sehr das Gefühlsleben bei eurer Religion. Beide müssen gleichermaßen mitsprechen: Verstand und Gefühl!
Wo das eine ausschließlich obwaltet, ist das Gleichgewicht der Erkenntnis gestört, und ihr bekommt ein falsches Bild, etwa so, wie jemand die Welt falsch sieht, wenn er eine Brille auf hat, die nicht für seine Augen passt

Hypnose ist für uns nur ein Studiengebiet zum Beweise der ungeheuren Kräfte der menschlichen Seele und des menschlichen Geistes darin, aber niemals irgendein Mittel zu irgendeinem Zweck.
Vergiss nicht: Das alleroberste Gesetz jedes okkulten Forschens, jedes Eindringens in Mystik, jedes Eindringens in Gottes-Erkenntnis lautet: Freier Wille!
Wir maßen uns niemals an, jemanden zu zwingen, wenn das nicht einmal Gott, das allerhöchste denkbare Wesen, tut, für den das eine Kleinigkeit wäre, nur einfach ein Gedanke zu sein brauchte, und das Zwingen wäre geschehen!

Du weißt, dass Gott die ganze Schöpfung erschaffen hat und erhält durch seinen Willen, sie bestehen zu lassen, weil sie gut ausgefallen ist, wie Gott das am siebenten Tage, als er ruhte, selbst feststellte.
Dieser siebente Tag der Schöpfung besteht immer noch.
Gott ruht also noch, das heißt sein Wille, der die Schöpfung hat in Erscheinung treten lassen, dauert noch an.
Damit ist doch aber nicht nötig, dass Gott sich nun persönlich um das Befinden eines jeden Käferchens zu kümmern braucht, denn er hat die Lebensbahnen aller Wesen durch Gesetzmäßigkeiten festgelegt, die durch seinen Willen einfach weiter bestehen.
Nur den Menschen hat er nicht in zu enge Gesetzmäßigkeiten gekettet, weil dieser eine bewusste Seele und einen bewussten Geist hat.
Für seelische und geistige Regungen des Menschen hat der Schöpfer die Gesetzmäßigkeiten so gestaltet, dass sie vom Menschen selbst ausgewählt werden können durch seine freie Entscheidung, durch seinen freien Willen.

Selbst der höchste Eingeweihte und Meister kann aus eigener Machtvollkommenheit nichts.
Er kann nur alles Große und Wunderbare verrichten durch Einseins mit Gott.
Also Gott selbst wirkt sozusagen durch ihn.
Die höchste Beglückung eines Meisters ist es daher, lediglich das Instrument Gottes sein zu dürfen.
Gott ist und bleibt auch für uns das Allerhöchste, das Allervollkommenste, weil Gott eben das Ein und Alles der ganzen Weltschöpfung ist.

Es ist ein ehernes Gesetz beim Studium der göttlichen Weisheit, stets mit der Natur und ihren Gesetzen zu arbeiten und nicht unnötig von seinen sozusagen übernatürlichen Kräften Gebrauch zu machen.

Wir wussten damals, dass auf einem anderen Planeten, nämlich auf dieser Erde hier, Gott selbst Mensch geworden war.
Wir hatten auch gehört, wie es ihm hier auf Erden ergangen war.
Erinnerst du dich noch, wie wir gelobten, wenn wir einst die Gnade haben sollten, uns auf dieser Erde zu verkörpern, wir dann alles tun würden, um zu helfen, das Werk Gottes hier zu fördern?

Den Weg, den wir zu unserem Fortschritt einschlagen, ist einer der unzählig vielen Wege, die zum herrlichen Endziel der menschlichen Entwicklung führen.
Das ist und braucht aber nicht der Weg für alle zu sein.
Im Streben nach der Vollendung gibt es ebenso viele Wege, wie es nach Ausspruch des Heilands, Wohnungen in seines Vaters Hause gibt.
Der Heiland hat das beste Durchschnittsmittel der suchenden und strebenden Menschheit gegeben:
Liebt einander und liebt Gott als euren Vater.
Wer das tut, der vermeidet ganz von allein unzählige Fallstricke und Gefahren, die seinen Fortschritt hemmen.
Der Weg des Heilands ist der sicherste und einfachste.
Aber die verschiedenen Wege zum Endziel adeln durchaus nicht den darüber hinweg Schreitenden, oder bringen ihn in eine bevorzugte Klasse.
Es steht eben alles in der Schöpfung und auch in den Teilschöpfungen der Schöpfung unter- und miteinander irgendwie in Verbindung, ob wir das nun wollen oder wünschen oder nicht.
Dieses untereinander und miteinander Ge- und Verbundensein ist ein ständiger Ausdruck der ewigen Gegenwart des Schöpfers.

Das Grundprinzip des Seins: Liebe den Schöpfer als Vater und Bruder über alles und jedes Geschöpf ebenfalls als Kind Gottes genau wie du dich selbst liebst.

Auf Erden sind Hilfsmittel des Schöpfers – und zwar recht wichtige – die Momente der Zeit und des Raumes, die sozusagen kristallisierte Formen des Ruhens des Schöpfers am immer noch bestehenden siebenten Schöpfungstages sind.
Mit Raum und Zeit muss daher gerechnet werden. Beide können zwar gelegentlich mal unterbrochen werden, doch das sind eben nur Ausnahmefälle.

Zu allererst aber müssen wir Bescheidenheit und Demut lernen und lernen, niemals beleidigt zu sein und das alles absolut freiwillig.

Hier oben, in dieser Höhenlage, halten sich viele geistige Wesen auf, die aus dem interplanetaren Raum kommen oder die Seelen von Verstorbenen sind oder als in Bildung zum Menschentum begriffene Seelen hier auf die Gelegenheit warten, sich als Menschen zu inkarnieren, um eine irdische Lebenslaufbahn anzutreten.

Auch Frauen absolvieren die Schule der Meisterschaft.

Wer die Meisterschaft erreicht hat, ist insofern über das auf Erden so Wesentliche und Unterschiedliche der Geschlechter hinaus, dass er auch den Geschlechtstrieb als solchen gemeistert hat.
Wohlverstanden gemeistert, aber nicht etwa verloren oder eingebüßt.
Die Meisterung besteht darin, dass jeder Meister, ganz gleich ob männlichen oder weiblichen Geschlechts, ganz harmlos mit- und nebeneinander leben und existieren kann, wie bei gewöhnlichen Sterblichen das ja auch bei Bruder und Schwester, Mutter und Sohn, Vater und Tochter der Fall ist.
Die Meisterung der Geschlechter unter dem beschriebenen Verwandtschaftsverhältnis ist für uns etwas ganz Selbstverständliches, weil das die Moral von Jahrhunderten und Jahrtausenden so erfordert und dieser Moralbegriff uns zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist.
Genau so ist die Meisterung der Geschlechter bei denen, die die Meisterschaft erlangt haben, ganz gleich welchen Geschlechts, etwas Selbstverständlich-Gegebenes; nur ist bei der erlangten Meisterschaft das Verhältnis der Geschlechter zueinander noch auf einer höheren Basis als bei den verwandtschaftlich bedingten der normalen Sterblichen.
Das Verhältnis der Meisterschaft ist echte, wahre Freundschaft und wahre Kameradschaft, also von der Art der wirklichen Bruderschaft im Geiste.

Die Verschmelzung der Geschlechter auf der Basis der Meisterschaft findet auch statt, allerdings anders als unter gewöhnlichen irdischen Verhältnissen.
Die Verschmelzung der Geschlechter auf Basis der Meisterschaft ist die gleiche, wie die Verschmelzung der Geschlechter im Himmel, wo bekanntlich erst die wahren Ehen geschlossen werden.
Die Vereinigung der Geschlechter als Meister oder im Himmel besteht darin, dass der negative, also der weibliche Teil, vollständig in eines verschmilzt mit dem männlichen Teil der Wesenheiten zu einer Wesenheit im Denken, Handeln und Schaffen.
Also ein Zustand allerhöchster Harmonie.
Der negative Teil gibt nach und veranlasst durch dieses Nachgeben, dass der aktive Teil sich in seinem Handeln lenken und leiten lässt

Ein Tier, besonders auf einer noch tiefen Entwicklungsstufe stehend, empfindet das Sterben nicht wie wir.
Es kennt keine Todesfurcht, die nur bei höheren Tieren ab und zu anzutreffen ist, am häufigsten bei Haustieren, die im ständigen Kontakt mit Menschen stehen.
Die Seelen solcher Tiere, die noch sehr unterentwickelt sind, erfüllen mit ihrem Sterben eine Entwicklungsaufgabe für sich.
Am zahlreichsten sind die Tiere, die am unterentwickelsten sind.
Tiere haben zunächst nur eine Gruppen-Seele, aus der heraus sich dann eine individuelle Einzelseele zu entwickeln beginnt durch verschmelzen von so und so vielen Einzeltier-Seelen ihrer Art zu einer höheren Art, die aber auch wieder ihre eigene Gruppenseele besitzt, aus der durch Verschmelzung mehrerer solcher Seelen dann wieder eine Seele noch höherer Tierart hervorgeht.

Aus dieser Entwicklung von unten herauf bildet sich dann zunächst eine Naturseele, aus der dann eine Menschenseele entsteht, die also ganz irdischer Natur ist, aber als Kleid des Geistes vergeistigt werden kann und dann ein ständiges Kleid des jeweiligen individuellen Menschengeistes bleibt mit der vollen Erinnerung an alle Entwicklungsstufen durch die Schöpfung. Dieses Kleid wird erst eins mit dem Menschengeist bei der geistigen Wiedergeburt.
Der Menschengeist dagegen ist unmittelbar aus Gott hervorgegangen.
Daher ist die menschliche Seele wohl unsterblich nach dem irdischen Tode; doch sie kann im Verlaufe von Millionen von Erdenjahren im Jenseits immer noch der Zerstörung, dem sogenannten endgültigen zweiten Tode, verfallen, der dann der eigentliche wirkliche Tod, das gänzliche Ausgelöscht sein, ist.
Der Geist aber auch in solcher Menschenseele wird damit nicht vernichtet, da Geist niemals vernichtet werden kann.
Der Geist kehrt wieder zurück zu Gott, aber ohne die Erfahrung seiner individuellen Menschentwicklung.

Jeder Menschengeist kommt direkt von der göttlichen Urquelle des Seins und durchdringt die Materie von oben her.
Geist als solcher ist göttlich und kann sich nicht entwickeln.
Sein Entwickeln besteht im Durchbrechen der seelischen und körperlichen Hülle, in der ein Menschengeist wirkt, durch seelische und körperliche Vergeistigung.
Dieser Vergeistigungs-Prozess ist das, was wir auf Erden, von unserem irdischen individuellen Standpunkt gesehen, als seelische und geistige Entwicklung bezeichnen, die aber in Wirklichkeit keine Entwicklung von unten herauf mehr ist, sondern ein Hinein dringen, also ein Entfalten von oben her darstellt.

Der Schöpfer hat Menschen geformt und in Erscheinung treten lassen, um seinem unendlichen Liebesdrange Ausdruck verleihen zu können.
Denn was nützen ihm selbst alle Freuden und Schönheiten, wenn er sie immer nur allein genießt und nicht gleichzeitig auch andere daran teilnehmen lassen kann, wodurch seine grenzenlose Liebe zur grenzenlosen Glückseligkeit verwandelt wird.
Diese Glückseligkeit kann nur erreicht werden durch freiwilliges Eingehen darauf und nicht durch Zwingen dazu.
Im Augenblick, wenn Gott zwingen würde, hätte er den Menschen auch schon den freien Entscheidungswillen genommen und sie ihrer Anwartschaft beraubt, je seine Mitschöpfer und Helfer zu werden.
Darum müssen auch Engel, das personifizierte Gute und Heilige, erst einmal Mensch geworden sein, ehe sie nicht nur einfach automatisch Gute und Reine sind, sondern das Gute und Reine ebenfalls aus freier Wahl und damit als Kinder Gottes tun und somit erst zu Kindern Gottes geworden sind, die selbst handeln und schöpfen und nicht bloß automatische Ausführungs-Boten Gottes darstellen.

Am besten lässt sich die Frage, woran man einen Eingeweihten erkennen kann, beantworten durch Aufklärung darüber, was ein wirklicher Eingeweihter niemals tut oder tun wird.
Ein solcher wird niemals okkulte Kurse veranstalten, niemals Hotel-Suiten bewohnen, niemals Ansprüche auf irgendetwas erheben, niemals sich rühmen, Aufschlüsse über Vorleben geben zu können, niemals Wunder wirken zur lediglichen Befriedigung von Neugierde, vor allem aber wird er in seinem Auftreten ein sehr bescheidener Mensch sein, ja geradezu sich unauffällig benehmen.
Meister und Eingeweihte wollen nur aufklären, fördern und helfen, aber keine Wundermenschen oder gar Wunderapostel sein.
Die Hilfe eines Meisters oder Eingeweihten kommt für jeden, nicht wahrnehmbar, wenn irgend jemand aus eigener Kraft strebt, sich geistig und selig zu entwickeln.
Das aber muss jeder allein tun.
Braucht er Hilfe, so bete er direkt zu Gott, wie zu einem Vater.
Kommt dann Hilfe durch einen Eingeweihten oder Meister, so kommt solche Hilfe nur auf Gottes Geheiß.
Das ist dann das Richtige.

Ist es nicht merkwürdig, dass man alle früheren Verwandten, Freunde und Bekannten anscheinend immer wieder trifft, und zwar mal im Jenseits, und dann wieder hier auf Erden?
Nein.
Ein jeder Mensch ist eine Individualität, als solche ein besonderer Funken Gottes und damit ewig während wie Gott.
Gott will aber seine unzähligen Geistesfunken genau so selbständig machen wie Sich selbst, um intelligente, freudige, aber auch absolut zuverlässige Mitarbeiter zu haben.
Deshalb muss jeder von Ihm als Individualität abgesonderter Funken erst Eigen-Erfahrungen sammeln.
Durch Verwandte, Bekannte und Freunde werden nun „Typen“ in seine seelische und geistige Entwicklung zum absolut freien Mitarbeiter Gottes hineingeführt, die sozusagen die Typen der ganzen übrigen Menschheit charakterisieren.
Keine Individualität braucht alle Menschen einzeln im Entwicklungs-Dasein zu treffen, sondern nur Vertreter von deren Typen.
Solche sind dann die Verwandten, Freunde und Bekannten, die jeder Mensch hat.
Die Verbindungen und Bindungen – böser und guter Art -, die er so knüpft, sind seine dauernden Examens-Proben zur Endentwicklung als wirklich freier Mensch und aktiver Mitarbeiter Gottes.
Mit Verwandten, Freunden und Bekannten bleiben wir verbunden, solange wir immer noch an unserer Vervollkommnung zu arbeiten haben.
Diese Verbindungen können nur durch unsere Selbstbefreiung infolge Entwicklung der Seele und des Geistes, bis zu deren Vereinigung, deren Wiedergeburt, aufgelöst werden.

Der Mensch ist auf seinem Weg zur Wiedergeburt nicht ohne Beratung.
Er hat einen Leitfaden, der unfehlbar ist, wenn er – beachtet wird, nämlich wiederum das Gebot: Liebe Gott über alles und den nächsten wie dich selbst!
Doch wir müssen dabei auch lernen, was eigentlich Liebe ist.
Es ist Zuneigung, Sympathie, Mitgefühl, Opferung für den anderen, aber stets aktiv, nie passiv, d.h. sich niemals ausnutzen lassen.
Zuneigung, Sympathie, Mitgefühl, Opferung müssen aktiv sein, nicht passiv, wobei wir uns nicht im geringsten darum zu kümmern brauchen, was die Umwelt dazu sagt.
Maßgebens ist unsere eigene Auffassung und Entscheidung.
Gott ist nicht unnahbar, sondern für jeden sofort zu sprechen, der sich direkt an ihn wendet.
Kein Mensch braucht dafür einen Vermittler, weder einen Beamten, noch einen Geistlichen.
Es genügt für den schlichtesten Menschen nur der Wille, mit Gott sein zu wollen und Ihn aus freien Stücken als einzigen wahren Führer zu erkennen und damit anzuerkennen, womit und wodurch seine Wiedergeburt schon gesichert ist.
Wiedergeboren-Sein heißt, Eins sein mit Gott, um als niemals mehr untreu werdende Diener, die nichts weiter als nur dienen wollen in Bescheidenheit und völliger Unterwerfung unter den Willen Gottes.
„Wiedergeburt im Geiste“ ist die Vereinigung von Intellekt und Gefühl.
Erst dann durchschaut der Verstand, der Intellekt, alles aus Intuition, zu der er durch Liebe des Herzens infolge der „Wiedergeburt im Geiste“ gekommen ist.

Gehorchen sollt ihr nur dem Gott der Liebe, aber nie einem Gott der Einkerkerung und des Meinungsaufzwingens, sondern einen Gott der Lösung von allen Fesseln und des Belassen`s und Stärken`s des freien Willens in jedem einzelnen Menschen.
Je selbstloser ihr wirkt, je tiefer eure Erkenntnis des Lehrsatzes „Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst“ ist, desto schneller werdet ihr voranschreiten und selbst zu den Auserwählten gehören, zu den Auserwählten für die Ewigkeit. Auserwählt von Gott selbst, als dem Einzigen, der keine Anmaßung kennt und wünscht, sondern nur über alles geliebt sein möchte.
Und nur aus Liebe soll/kann Ihm gefolgt werden.

Zwischen Wetterunbilden, Krankheiten an Anpflanzungen und Auftreten von Tierplagen ist ebenfalls ein Zusammenhang, dessen Ursprung geistiger Natur ist.
Für uns auf Erden, die wir nur irdisch denken und urteilen, ist nicht immer ein solcher Zusammenhang nachweisbar.
Nur seelisch und geistig Fortgeschrittene ahnen, dass Gott diejenigen liebt, die er züchtigt, d.h. sie niemals die Erde recht lieben lässt, weil die so Gezüchtigten ja hier nur vorübergehend zu weilen brauchen und ihre Hauptarbeit dann im Seelischen und Geistigen nach dem irdischen Tode zu suchen ist und auch gefunden wird.

Was immer die Zukunft bringt, niemals kann jemand, der Gott über alles liebt, davon überwältigt werden.
Alle kommenden Gerichte erreichen nur diejenigen, die entweder gleichgültig sind, überhaupt nichts glauben oder seelisch und geistig Tod sind.
Daher folgt alle den Weisungen eurer jeweiligen Religion, und vertieft euch in diese noch mehr durch ergänzende Aufschlüsse und Belehrungen der Mystiker, die alle Gottgesandte sind, um das religiöse Gefühl in Seele und Geist des Menschen nicht ganz verkümmern zu lassen.

Gott arbeitet und schafft in seiner Schöpfung stets nach den allereinfachsten Prinzipien.
Wir können dies nur nicht erkennen, weil wir beim gewöhnlichen Forschen eben überall Schwierigkeiten und Hemmungen vermuten, wo in Wirklichkeit die allergrößte Einfachheit herrscht, was übrigens geradezu das Mysterium alles göttlichen Schaffens zu sein scheint.

Wie kommt es, das die Menschheit nicht aus ihren Erfahrungen zu lernen scheint?
Weil diese Erde nur eine Durchgangs-Station für uns irdische Menschen ist, die wir von hier aus direkt zur „Kindschaft Gottes“ berufen sind, da sich hier auf dieser Erde Gott selbst als Menschensohn inkarniert hatte.
Deshalb kann hier nichts von Dauer sein.
Trotzdem lernt die Menschheit hinzu, wenn auch langsam, durch das Leid, das sie sich selbst zufügt.

Der Weg zur irdischen Vollendung ist so schmal wie die Schneide eines Schwertes.
Da denken wir manchmal, wir handeln recht, während wir das in Wirklichkeit doch noch lange nicht tun.
Denn irgendein Fanatismus im Handeln ist mangelnde Geduld und mangelnde Barmherzigkeit.



Innerer Weg und Karma


Es ist offensichtlich, dass die Wirkungen von Fehlern und Missetaten nicht alleine in einem kurzen Leben oder einer Zeitperiode gesühnt werden können. Aber durch die Wiederkehr zur Erde können wir unsere Schulden begleichen, unsere menschlichen Beziehungen liebevoller gestalten und vieles beenden, was wir begonnen hatten, als die Ursachenkette eingeleitet wurde.

Darum ist es unser Bestreben, indirekt zu wirken – durch jene Männer und Frauen, die bereit sind, unsere Instrumente zu werden, alles zu opfern und sich so zu schulen, dass sie fähig werden, das Wissen von den ewigen GESETZEN mit den weltlicheren Tätigkeiten zu koordinieren, denen ihre Brüder – oft so blind – nachgehen.
Um dieses Werk zu fördern, sollen – kurz nacheinander – gewisse spirituelle Wirkungszentren an verschiedenen Plätzen gegründet werden. Es gibt – über die ganze Welt verstreut – hochmagnetisierte, auf spezifische Schwingungsverhältnisse abgestimmte Orte, die zu bestimmten Epochen in der Menschheitsentwicklung gehören. An diesen Stellen ist geistige Kraft gespeichert, und große Devas sind zu ihrer Bewahrung eingesetzt. Sie gewähren nur denen Zugang, die bewusst im physischen oder auch lediglich in ihren höheren Körpern wissen, was dort zu geschehen hat.Im rechten Moment, wenn die Zeit reif ist, werden Geistesschüler zu diesen Plätzen gesandt, um diese Kraft zu aktivieren und in Anspruch zu nehmen; und ihre Lehrer werden sie unterweisen, wie diese Kraft zu verwenden ist. Dann werden auch Gruppen gebildet und Zentren für Meditation errichtet, wo diese Schüler in engem Kontakt mit ihren inneren Gruppen und Führern arbeiten können – ungestört von dem äußeren Treiben der Welt.
Über die ganze Erde verbreitet, werden diese Schülergruppen die Glieder einer mystischen Kette bilden, welche schließlich einmal die Menschheit mit ihren spirituellen Führern vereinigen und sie einem neuen Zeitalter des Friedens und einer höheren geistigen Entwicklung entgegenführen soll.
Viele werden schon jetzt geschult, in solche Gruppen einzutreten, aber wenigen wird es gelingen, sich wirklich zu einer solch großen Gelegenheit aufzuschwingen, wenn sie nicht mit ganzer Willenskraft diesem Ziel zustreben; denn es werden ganz spezielle Qualifikationen gefordert.
Unbedingte Treue, richtige Einschätzung der Lebenswerte, geistige Unschuld und seelisches Gleichgewicht – gepaart mit einem Helferwillen, so glühend und zielgerichtet, dass er jede Gedankenspur an persönliche Anerkennung ausbrennt – sind die Vorbedingungen für dieses Werk.
Der Bedarf an solchen Arbeitern ist groß und die Arbeit dringlicher, als du vermutest. Es ist zur Heilung der Menschheit unerlässlich, dass alle Schranken des Trennungswahns zwischen Nation und Nation, zwischen Mensch und Mensch, niedergebrochen werden – und zwar bald. Dies kann nur durch erleuchtete Menschen geschehen. Es spielt keine Rolle, welchen Glauben oder welche Rasse sie haben, welche Tätigkeit sie bevorzugen oder mit welchem Namen sie ihr Ziel erreichen. Alle, die selbstlos sind, sind unsere Mitarbeiter.
Wir wenden uns dringend an alle, welche die Menschheit lieben und begierig sind, an diesem großen Werk der Vorbereitung teilzunehmen, in dieser Zeit eine neue, überragende Anstrengung zu machen.
Wir sagen zu diesen Menschen: Sprecht Frieden, denkt Frieden, arbeitet unaufhörlich für den Frieden. Fangt sofort an, euren Einfluss in euren unmittelbaren Kreisen auszuüben. Und in dem Maß, wie eure Kraft für das Gute wächst, werden die Kreise um euch her sich ausweiten. Übt euch in Erkenntnisfähigkeit, in selbständiger Beurteilung, und in Selbstbeherrschung. Ohne sie ist kein Fortschritt möglich.
Denkt nur gerechte Gedanken, lehnt es ab, euch in den Strudel von Furcht, Hass und Gier, der um euch herum tost, hineinziehen zu lassen. Versucht jeden euch begegnenden Menschen mit Harmonie zu erfüllen. Schürt niemals die Funken von Argwohn und Eifersucht. Hütet sorgfältigst eure Zunge und lasst eure Gedanken immer positiv, hilfreich und von Liebe getragen sein. Weigert euch, übler Nachrede zuzuhören oder sie gar zu wiederholen. Seid immer eingedenk, wie mächtig die Kraft des gesprochenen Wortes ist.
Klatschverbreiter stehen dem „Linken Pfad (dunkler Pfad)“ gefährlich nahe und werden von den finsteren Mächten öfters missbraucht, als sie ahnen. Vermeidet deshalb auch das Wiederholen von sinnlosen Gerüchten sowie das Gerede über nationale Zwistigkeiten und über etwa bevorstehende Kriege. Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um einen neuen Weltbrand abzuwenden.
Lernt das Wahre vom Falschen zu trennen. Seid rasch im Erkennen von Gefahren, aber sprecht nicht davon, wenn es nicht notwendig ist, damit die Unwissenden und Furchtsamen nicht eure Funken zur Flamme entfachen. Seid vorsichtig in der Beurteilung aller Menschen und anderer Nationen, die – wenn auch auf verschiedenen Wegen – doch das gleiche Ziel suchen.
Das Leben einer Nation ist der aktive Ausdruck einer besonderen Denkrichtung, und diese Gedankenströme sind das Resultat von unzähligen Ursachen, die sich in bestimmten Wirkungen auslösen müssen.
Eine Nation empfängt – wie ein Einzelmensch – die gleiche Beurteilung, die selbst anderen zumisst; und wenn ein Volk in den Wehen der Wiedergeburt steckt, wenn es die Qualen karmischer Vergeltung erleidet oder aus Mangel an klarer Sicht neuer Ursachen schafft, für die es mit Blut und Tränen zahlen muss, so sollten andere Völker mitleidige, helfende Hände ausstrecken und lieben – nicht verachten und ganz verdammen. Jeder Einzelne, der mit reiner Liebe in seinem Herzen denkt, spricht und handelt, beschleunigt das Wachsen des gewaltigen Baumes der internationalen Einheit. Denn die Tagträume Des Idealisten von heute bilden die Öffentliche Meinung der Massen von morgen. Geht also vorwärts. Denkt daran, dass menschliches Streben keine Grenze kennt außer der Grenze der eigenen Anstrengung. Im genauen Verhältnis zu dieser Anstrengung wird stets die Hilfe stehen, welche aus der unerschöpflichen Quelle von Macht und Liebe herab strömt.
Jeden Menschen erwartet unbeschränkte Vollendung, Befreiung, Stärke und Seligkeit. Der Schlüssel zu jenem Tor, das vom Tod zum Leben führt, liegt in euren eigenen Händen. Wir fordern euch auf, ihn jetzt schon zu gebrauchen, damit andere, in eure Fußstapfen tretend, leichter dort eintreten können. Fürchtet nichts! Es gibt keine Macht im Kosmos, keine noch so zerstörende und bösartige Macht, die den Menschen verwunden könnte, der sich durch eine feste Entscheidung ganz mit dem göttlichen Willen vereinigt. Gebt euch keinen trüben Zweifeln hin. Es ist unwichtig, wie schwach ihr zu sein scheint oder wie dunkel eure Vergangenheit gewesen ist. Wenn das Verlangen zum Dienen wahrhaft in euch brennt, wird es denen, die größer als ihr seid, bewacht und geleitet werden; und man wird euch jede Gelegenheit zu rascher Entwicklung gewähren.
Es gibt keinen Menschen auf Erden – wie erniedrigt er auch scheinen mag und wie wenig Verheißungsvolles auch jetzt an ihm zu sehen ist – der nicht, sobald er es will, das Tor zur Befreiung erklimmen kann, der nicht dem „Rad der Wiedergeburt“ entrinnen und zuletzt aufrecht in den Reihen jener stehen kann, die durch ganz ähnliche Leiden geschritten sind und doch endlich die Freiheit gewonnen haben. Sie sind eure Brüder, ihr ringt nicht allein. Euch zur Seite gehen immer diese, welche sich geopfert haben, um jenen göttlichen Funken in euch glühend zu erhalten; und die ihn mit dem starken Arm der Liebe unaufhörlich anfachen werden, bis er endlich zur Flamme aufbricht und in der ALL-EINEN FLAMME untertaucht, mit der SIE – die Adepten, Erlöser, Chohans und die ganze glorreiche Gemeinschaft der Befreiten – schon für immer vereinigt sind. Erst dann, du göttlicher Wanderer, wenn du als ein befreiter und vollendeter Mensch – wie ein Gottesbote – aus der Erdenbahn hinaus schreitest zu gewaltigeren Regionen von kosmischer Tätigkeit, wird dir das Wissen von deiner wahren Bestimmung enthüllt. Ein Gestirn nach dem anderen, ein Weltensystem nach dem anderen, ein Schöpfungstag nach dem anderen wird sich vor deinem staunenden Blick auftun – während du immer weiter auf deinem Höhenweg wanderst und immer tiefer in DAS eingehst, WAS jenseits von Denkkraft und Imagination liegt, was jedoch für alle Ewigkeit du selbst bist – dein wahres Sein und dein ZIEL.


Aus: „Der Eremit“ - Erlebnisse in der Schule der „Weißen Bruderschaft im Himalaja“ - Herausgegeben von Felix Schmidt - Reichl Verlag

_________________
Gruß
von der Admine


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 Betreff des Beitrags: Re: "Der Eremit" AUSZUG
BeitragVerfasst: 19. Aug 2010, 10:51 
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EinfachIch
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Istariotep:

Sehr ausführlich und lehrreich - vielen Dank =)

Joy1:

Der Eremit steht für eine bestimmte Tarotkarte, die gleichzeitig mit einem bestimmten Sternzeichen
verlinkt ist, dass ein Geburtsmuster anzeigt.

Bist du vielleicht ein merkurhafter Mensch... kennst du dein Geburtsmuster? ... Joy


Nostramizi:

Ich hab ein, ziemlich ausführliches und gutes, Geburtshoroskop, wo auch ein Bild dabei ist.
Allerdings ist Astrologie nicht gerade mein Steckenpferd (*schäm*).
Aber laut ausgedruckter Erklärung bin ich ein ausgewiesener Wahrheitssucher, dazu weit überdurchschnittlich begabt in Sachen Ausdruck und Sprache, was ja Merkureigenschaften sind (das wurde mir von Psychologen bescheinigt), dazu bin ich ein sehr kommunikativer Mensch.
In jedem Falle habe ich zu den Inhalten des Buches eine starke Verbindung und bedaure, das ich keinen Zugang zu dem da erwähnten Kloster habe. Schon allein die Bibliothek - ein Traum


Habe das Geburtsbild im Thread Vorstellung gepostet.


Joy1:

Dein Geburtsbild lasse ich erst noch einmal auf mich einwirken und werde dir dann
die Kräfte vorstellen, die dir zur Verfügung stehen.

Der Kabbalahpfad mit der Karte des Schicksalsrades gab mir als Botschaft mit, dass
ich auf meiner Reise der Rückkehr Pilger anderer Traditionen treeffen werde, und
wir sollten alle mit offenen Händen auf einander zugehen.

Meine Tradition ist die westliche Hermetik mit ihren verschiedenen Diziplinen. Der
Lebensbaum der Kabbalah ist bei uns pfadmässig anderes symbolisch belegt, doch
ich glaube dass können wir mit einem offenen Geist gut überbrücken.

Die Tarotkarten werden hauptsächlich zur Schicksalsbefragung und als Zugang für
das Unterbewusstsein verwendet.
Sie enthalten jedoch einen uralten Einweihungsweg und das Studium und die Praxis
hierfür dauern Jahre.

Die Tarotkarte des Eremiten ist die Hauptkarte des Sternzeichen der Jungfrau, die zweite
Karte ist der Magier, der symbolhaft für den Planeten Merkur steht. Dieser Planet regiert
das Zeichen der Jungfrau.

Der Eremit ist der Schlüssel 9 .... " Er, der allein steht" Er steht für Adeptentum und Prophezeiung

Es interessiert mich sehr .... wie du diese Tarotkarte im unteren Bereich siehst!!


Nostramizi:

Ich beschreibe Dir die ganze Karte, wie ich sie mit meinen Augen sehe:

Ich schicke noch voraus, das ich den Kartensatz von Ridder Waite habe.

Für mich steht der Eremit auf einem Berg, das schließe ich aus dem Maßstab des Baumes. Auf Schnee, so scheint es mir, was die Höhe betonen könnte. Er kann zwar noch die Konturen in der Ferne (Baum) sehen, aber sonst ist um ihn nur Weite. Keine Sonne, kein Mond, keine Sterne und doch ein Ort der friedlich, entspannend, meditativ wirkt. Und diese Weite beherrscht fast das ganze Bild.
Seine Kleidung ist schlicht und einfach, in sich geschlossen (vom Haupt bis zu den Füßen) und doch strahlt seine Erscheinung Würde aus. Offenbar friert er auch nicht, denn er trägt keine Handschuhe.
Er trägt einen Bart, doch sein Gesicht wirkt auf mich jung und vital, deshalb ist für mich der Bart ein Zeichen für Weisheit. Seine Gesichtshaut, die ich strahlend, aus sich heraus, sehe, für geistige Frische und Beweglichkeit.
Er sieht aus, als würde er meditieren. Als zöge der Weg, den er gegangen ist, gerade noch einmal an ihm vorbei.
Er hat seinen Stab, der energetisch geladen ist (Farbe gelb wie Licht der Laterne) in der Hand, aber er stützt sich nicht darauf. Er hält ihn behutsam in seiner Hand, wie ein Hinweisschild und das leichte Anlehnen der Stirn vermittelt den Eindruck der Verbundenheit - mit der Energie und dem Boden unter seinen Füßen.
Außerdem sieht das obere Ende des Stabes, mit etwas Fantasie, aus wie ein Schlangenkopf.
Als ich das erste Mal spontan darauf sah, dachte ich an Mose beim Pharao und habe irgendwie erwartet, der Eremit würde den Stab jeden Augenblick zu Boden werfen.
Der Stab wirkt, als habe er eine eigene Vitalität, eine eigene Kraft, die der Eremit jedoch kontrolliert.
Die Laterne, die Licht aussendet, wirkt auf mich als ein doppeltes Bild:
Zum Einen, in Verbindung des Eindrucks der Meditation und der Weisheit des Eremiten, ist ihr Schein sicherlich weithin zu sehen. Ein starkes Licht in der Weite der Zeit.
Andererseits vermittelt sie auch den Eindruck, als würde der Eremit jemanden erwarten und hält die Laterne hoch, um gesehen zu werden. Seine Gestalt wird vom Licht der Laterne erhellt und er ist weithin zu sehen.
Der oder das, was da kommen soll, er weiß, wer oder was es ist. Denn er wartet in Andacht verbunden. Die geschlossenen Augen als Zeichen des Vertrauens.
So steht er da und könnte auch ein Denkmal sein, Ausdruck seiner Bedeutsamkeit.
Es könnte aber auch die Ruhe vor dem Sturm sein. Ein letztes Verweilen im "Unten".
Die Füße noch in der materiellen Welt, den Kopf schon im "Oben".
Ruhe und Kraft in einer Person.
Nur eines vermittelt das Bild nicht - die Möglichkeit eines "Zurück".
Es vermittelt den Eindruck von Endgültigkeit.


Joy1:

Wunderbar beschrieben

Die Kutte zeigt für mich noch an, dass eine gewisse Abgeschiedenheit von der materiellen
Welt angezeigt wird. Der Stab, Prinzip des Feuers, und des Willens, mein Ziel zu erreichen.
Die Lampe, das innere Licht, dass mir den Pfad anzeigt, dem ich unbeirrbar folge.


Nostramizi:

das sind gute Ergänzungen :)

Joy hat Folgendes geschrieben:
Dein Geburtsbild lasse ich erst noch einmal auf mich einwirken und werde dir dann
die Kräfte vorstellen, die dir zur Verfügung stehen.




Ja?


Elenor:

Wie berechne ich welche Tarotkarte für mich maßgeblich ist?
Oder ist es einfach das Sonnenzeichen welche diese bestimmt?


Avicenna:

Joy: Die Kutte zeigt für mich noch an, dass eine gewisse Abgeschiedenheit von der materiellen
Welt angezeigt wird. Der Stab, Prinzip des Feuers, und des Willens, mein Ziel zu erreichen.
Die Lampe, das innere Licht, dass mir den Pfad anzeigt, dem ich unbeirrbar folge.



Wenn du dir die Karten in der Reihenfolge vor dich hinlegst, dann blickt der Eremit zurück, zurück auf seine bisherige Entwicklung, beleuchtet diese und bedenkt sie. Aber der Eremit ist nicht die letzte Karte der großen Arkana, es geht danach weiter !

nostramizi: Es vermittelt den Eindruck von Endgültigkeit.

Das empfinde ich anders. Der Eremit bedenkt sein Leben, er stellt sich die alten gnostischen Fragen nach dem wer bin ich und wo stehe gehe und wo gehe ich hin?

Er ist kraftvoll, das zeigt der gelbe Stab in seiner Hand. Er ist nicht allein. Er wird von dieser Kraft unterstützt und begleitet. Letztendlich ist es aber nicht die letzte Station. Wir sind in diese Welt gestellt und in ihr unseren Weg zu finden. Die Materie an sich zu "verteufeln" heisst Gottes Schöpfung nicht anzunehmen.
Der Punkt auf den es meiner Meinung nach ankommt ist nicht, dass die Materie in sich schlecht ist, die Schöpfung ist wunderbar, der Punkt ist: Wer hat die Herrschaft? Regiert der Geist die Materie oder ist es umgekehrt?

Schau dir dazu auch mal die verschiedenen Formen des Pentagrammes an.

Innere Einkehr , Abgeschiedenheit, nachdenken sind hohe Werte aber irgendwann sollte man sich wieder umdrehen und mit den neu gewonnen Erkenntnissen weiter voranschreiten. Sonst frieren die Füße des Eremiten fest im Eis und es könnte sein, dass sich die Kälte bis in sein Herz frisst.

just my two pence


Elenor:

:?: Also noch einmal:

Wie berechne ich die für mich maßgebliche Tarotkarte?
Oder ist es einfach das Sonnenzeichen welche diese bestimmt?


Nostramizi:

elenor hat Folgendes geschrieben:
Also noch einmal:

Wie berechne ich die für mich maßgebliche Tarotkarte?
Oder ist es einfach das Sonnenzeichen welche diese bestimmt?

Gruß

Elenor



Das ist das Fachgebiet von Joy :)

Avicenna hat Folgendes geschrieben:
nostramizi: Es vermittelt den Eindruck von Endgültigkeit.

Die von mir empfundene Endgültigkeit bezieht sich auf den zurück gelegten Weg und das Wissen, das nach Durchschreiten der Pforte ein neuer Lebensabschnitt auf einer höheren Ebene beginnt. Dieser Schritt, der zu gehen ist und den der Eremit ankündigt, ist endgültig, da die Kabbalistik sich ganz konkret im Leben auswirkt.

Aber das ist das, was mir das Bild sagt, auf der Stufe und in der konkreten Situation, in der ich stehe. Denn das Motiv des Eremiten kommt praktisch an jeder der Durchgangspforten zum Tragen. Und durch einige durfte ich ja schon hindurch gehen. Und diese Lebensabshnitte sind tatsächlich abgeschlossen.

Dir sagt das Bild das, was Du empfindest, in der konkreten Situation, in der Du stehst.
Und auch das ist richtig.
Es gibt keine falsche Aussage, es gibt keine endgültige Aussage zu dem Bild. Es ist eine meditative Karte. ;)


Joy1:

Hallo zusammen ...

Zu jedem Sternzeichen gehören festgelegte Tarotkarten, als ich zum ersten Mal Tarotkarten in
der Hand hatte, spach mich die Karte des Eremiten total an und auch der Magier, später fand
ich auf einer Tabelle, dass genau diese Karten zu mienem Sternzeichen gehörten.

Später machte ich mehrere Versuche bei Bekannten und zu meinem Erstaunen suchten sich
Menschen, bei denen ich gar nicht damit gerechnet hatte, genau die Karten aus, die auch zu ihrem
Zeichen passten.

Avicenna ... zum Glück ist der Eremit nicht die letzte Karte, denn es gibt noch
so viel zu erforschen.

Auf meiner Karte schaut er nach unten in in den Boden und gleichzeitig in sich hinein,
denn er will den Gottesfunken, der verborgen in der Dunkelheit liegt, freilegen und
gleichzeitig die inneren Welten erforschen.

Wenn er auf deiner Karte zurückblickt ist das auch sehr stimmig, denn er baut auf den
vergangenen Erfahrungen auf. Ein stabiles Haus braucht ein gutes Fundament.

Sehr schöne Gedanken von allen , so ergänzen wir und gegenseitig ... Joy :)


Elenor:

@Joy
die Karten werden also intuitiv, durch ziehen u./oder durch die entsprechende Karte die dem Sonnenzeichen zugeordnet ist, ermittelt.
Letzteres würde aber bedeuten, dass alle Jungfrauen Eremiten sind ?..


Habe noch etwas v. Crowley zur Ermittlung der pers. Karten gefunden.
Um aus den 22 Trumpfkarten diejenigen herauszufinden,die für den einzelnen eine besondere Bedeutung haben, hat A. Crowley 3 Wege vorgeschlagen, mit denen wir 3 individuelle Karten für uns ermitteln können.
Diese nennt er:
1, Die Persönlichkeitskarte (Personality Card)
2, Die Wesenskarte (Soul Card)
3, Die Wachstumskarte (Growth Card)
Sie verdeutlicht das gegenwärtige Hauptthema.

Die Persönlichkeitskarte
Bilde die Summe aus deinem Geburtsdatum (Tag,Monat,Jahr) u. hieraus die Quersumme(n) bis eine Zahl nicht größer als 21 entsteht. Diese Zahl ergibt die Persönlichkeitskarte.

Die Wesenskarte
Die erneute Quersumme aus der Persönlichkeitszahl ist die Zahl der Wesenskarte. Falls die Persönlichkeitszahl einstellig ist, sind beide identisch.

Die Wachstumskarte
Die Wachstumskarte ergibt sich als Quersumme aus Tag u. Monat der Geburt und des gegenwärtigen Jahres.


Joy:

Der Eremit ist nur ein Aspekt im Grundmuster der Jungfrau. Wenn du nach dem
Crowley-System sie Karten ziehst, ist es natürlich viel personenbezogener.

Vielleicht sollte ich mal einen Systemvergleich machen, ob es irgendwie überein-
stimmungen gibt.

Grüsse .. Merkur

_________________
Gruß
von der Admine


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